Bridgestone möchte die härtere Reifenoption wieder interessanter machen

MotoGP 2013

— 26.07.2013

Bridgestone tüftelt an neuer Konstruktion

Mitte September testet der MotoGP-Reifenlieferant einen verbesserten Hinterreifen - Bridgestone-Chefkoordinator kritisiert weichere CRT-Mischung

Um die härtere Mischung für die Rennen wieder interessanter zu machen, wird MotoGP-Reifenlieferant Bridgestone nach dem Misano-Rennen Mitte September eine neue Spezifikation testen. Ziel ist es, den Fahrern endlich wieder eine Alternative zur weicheren Mischung zu bieten, die in den bisherigen Rennen meist favorisiert wurde. Im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' gibt Bridgestone-Chefkoordinator Thomas Scholz Auskunft über die Pläne.

"Nach dem Misano-Rennen möchten wir beim Test eine neue Reifengeneration für das Hinterrad bringen. Wir wollen versuchen, die härteren Mischungen interessanter zu machen. Wenn uns das gelingt, dann hätten wir das Problem gelöst und könnten auf den Strecken, auf denen wir die mittlere und harte Mischung einsetzen wollen, die härtere auch einsatzfähig machen", schildert Scholz. "Wenn der Test erfolgreich verläuft, wollen wir die Reifen bereits in diesem Jahr in Sepang und Valencia einsetzen."

Wie es in der kommenden Saison weitergeht, ist noch offen. Da die CRT-Regel wegfällt und die Privatteams durch die Kundenangebote der Hersteller näher an die Prototypen heranrücken, dürfte die weichere Reifenoption wegfallen. "Wir müssen abwarten, wie viele Motorräder von Honda und Yamaha eingesetzt werden, die näher an den Prototypen sind. Wenn das Feld näher zusammenrückt, würden wir vorschlagen, uns von der speziellen Mischung für die CRT-Fahrer wieder zu trennen", bemerkt Scholz.

"Nach der Erfahrung der ersten Rennen würde das auch schon Sinn machen. Wenn man den Espargaro ansieht, dann fällt auf, dass sie nicht so weit weg sind. Er ist aber sicher ein Ausnahmefahrer in dieser Kategorie", analysiert der Bridgestone-Chefkoordinator. Durch die CRT-Spezialmischung befindet sich Bridgestone oft in einem Konflikt. Bei einigen Rennen sind die Mischungen für die Prototypen zu hart. Doch weichere Mischungen sind nicht möglich, da es immer eine noch weichere Mischung geben muss, um die CRT-Fahrer zu versorgen.

"Wir könnten grundsätzlich weichere Reifen herstellen. Wir wären sicher besser dran, wenn alle Reifen ein bisschen weicher werden, auch die Prototypen-Reifen. Das geht jetzt aber nicht, weil die Dorna uns gebeten hat, für die CRTs und die Prototypen verschiedene Reifen anzubieten. Wir stecken sozusagen im Regelwerk fest", kritisiert Scholz und fügt hinzu: "Sie kommen immer auf die verrücktesten Ideen, was die Reifen angeht, aber keiner schafft diese merkwürdige Regel ab, obwohl uns die Erfahrung gelehrt hat, dass wir es nicht brauchen. Wenn wir wieder zu zwei Mischungen zurückkehren würden, hätten wir es leichter, weichere Reifen auszuwählen."

Fotoquelle: xpb.cc

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