Cal Crutchlow kämpft in jedem Rennen verbissen gegen die vier Werksfahrer

MotoGP 2013

— 28.07.2013

Crutchlow: Sieg mit Kundenmaschine wäre große Sache

Cal Crutchlow vermisst das Gefühl des Siegens, doch er würde nicht mehr in die Superbike-WM zurückkehren wollen - Die MotoGP ist die stärkere Meisterschaft

Cal Crutchlow fährt derzeit seine dritte Saison in der MotoGP. Dem Sieg kam er schon mehrmals nahe, doch bislang klappte es mit dem Triumph nicht. In Frankreich und auf dem Sachsenring wurde der Brite in diesem Jahr Zweiter. Crutchlow ist nicht den traditionellen Weg über die kleinen Klassen gegangen, sondern kam über die Superbike-Szene in die Königsklasse. 2009 wurde er mit Yamaha Supersport-Weltmeister. 2010 fuhr er ebenfalls für Yamaha in der Superbike-WM, bevor der Wechsel zu Tech-3-Yamaha stattfand. In der Superbike-WM feierte Crutchlow einen seiner größten Erfolge: 2010 gewann er beide Rennen in Silverstone.

Seit 2011 ist der 27-Jährige sieglos. "Ich liebe es zu gewinnen, aber ich setze mir auch persönliche Ziele. Das ist für mich ähnlich wie zu gewinnen", wird Crutchlow bei 'Motomatters.com' zitiert. "Ich glaube, wenn man hier gewinnt, dann wird man auch weiter gewinnen, wenn es nicht ein Glückssieg war. Trotzdem ist es schwierig diese Jungs zu schlagen. Das ist schwierig zu schlucken, aber ich will gewinnen. Ich will ein Sieger sein, aber um diese Jungs zu schlagen, fragt man sich, wie man gewinnen kann?"

"Ich glaube, dass es möglich ist. Ich glaube auch, dass es mit einem Kundenmotorrad möglich ist. Wenn ich ein Ziel habe, dann ist das eines der Dinge, die ich erreichen will." Crutchlow wurde im Laufe der ersten Saisonhälfte nicht müde zu betonen, dass er mit Kundenmaterial kein Rennen gewinnen kann. Trotzdem fehlten ihm auf dem Sachsenring nur weniger als zwei Sekunden auf den Sieg. "Wenn ich auf einer Kundenmaschine gewinnen könnte, dann wäre es eine der größten Sachen."

"In der MotoGP zu gewinnen ist aber sehr schwierig. Ich würde aber meine Ergebnisse gegen diese Jungs nie gegen eine Rückkehr und Siege in der Superbike-WM eintauschen. Natürlich ist das Gefühl zu siegen unvergleichlich, aber ich bin jetzt in einer anderen Meisterschaft. Diese Jungs fahren auch auf einem ganz anderen Level." Bisher ist es keinem Superbike-Weltmeister gelungen auch in der MotoGP den Titel zu holen.

Ben Spies gewann ein Rennen, Colin Edwards gar keines und Troy Bayliss kam ebenfalls einmal zu einem Überraschungserfolg. Die MotoGP ist ein anderes Kaliber. Das musste im Vorjahr auch Jonathan Rea aus erster Hand erfahren, als er für den verletzten Casey Stoner im Honda-Werksteam einsprang. "Ich habe versucht es vielen Leuten zu erklären, aber sie verstehen es nicht, bevor sie nicht hierherkommen", so Crutchlow.

"Versteht mich nicht falsch, ich will die Superbike-WM nicht abwerten, denn es sind sehr gute Fahrer - Leute wie Eugene Laverty, Tom Sykes und Jonny Rea. Die starken Fahrer waren aber Biaggi, Checa und Melandri. Wenn man sieht, wie sie fahren und überholen, dann ist es kein Wunder, denn sie waren in der MotoGP. Ich glaube auch, dass die MotoGP wieder eine stärkere Meisterschaft ist."

Fotoquelle: Tech 3

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