Cal Crutchlow erkennt in Silverstone noch Luft nach oben

MotoGP 2013

— 30.08.2013

Crutchlow ernüchtert: "War kein guter Tag"

Cal Crutchlow ist mit Rang sechs am Freitag nicht zufrieden und will sich am Samstag steigern - Jorge Lorenzo hält der Brite in Silverstone für fast unschlagbar

Gemessen an den bisher gezeigten Leistungen verlief der erste Trainingstag zum Großen Preis von Großbritannien in Silverstone für Lokalmatador Cal Crutchlow ernüchternd. Nachdem er vor einer Woche in Brünn noch auf die Pole-Position gefahren war, belegte der Tech-3-Yamaha-Pilot heute nach den ersten beiden Freien Trainings mit einer Zeit von 2:03.505 Minuten lediglich Position sechs. "War kein guter Tag", lautete anschließend das knappe Fazit des Briten. Crutchlow erkannte zwar eine Verbesserung zum Vorjahr, meint aber: "Wir müssen uns steigern."

Crutchlow und sein Team nutzten den Freitag vor allem zum Test verschiedener Komponenten. "Ich habe zwei verschiedene Motorräder ausprobiert." Dabei kam der 27-Jährige zu einem wenig erbaulichen Ergebnis: "Eins war in einem Bereich gut, das andere im anderen Bereich, aber beides zu vereinen, ist unmöglich." Crutchlow experimentierte am Vormittag auch wieder mit zwei verschiedenen Tanks, um seine Schwäche in der Anfangsphase des Rennens auszumerzen.

"Heute morgen bin ich mit einem komplett vollen Tank gefahren. Ich bin beide Tanks voll gefahren und am Nachmittag beide komplett leer", sagt Crutchlow. In dieser Testarbeit sieht der Tech-3-Pilot auch einen Grund für den Rückstand von 0,771 Sekunden auf Markenkollege Jorge Lorenzo, der heute Schnellster war. "Deshalb liege ich vielleicht so weit zurück, da ich nicht viel an der Abstimmung gearbeitet habe. Ich habe mich noch nicht für eine Richtung entschieden, die ich am Rest des Wochenendes verfolgen will."

Hinzu kam, dass Crutchlow heute sehr sparsam mit den Reifensätzen umging: "Ich bin heute Nachmittag zunächst mit dem gleichen Reifen wie heute Vormittag gefahren und lag damit zunächst auf Position zehn. Damit war ich recht zufrieden, aber nicht mit den zwei Sekunden Abstand. Nachdem wir wechselten, war es nicht so schlecht, aber die Rundenzeit war insgesamt nicht gut. Ich bin am ganzen Tag nur zwei verschieden Reifen gefahren", so der Brite.

Ermutigend war für Crutchlow der geringe Rückstand auf die Fahrer vor ihm. Alvaro Bautista auf Rang vier und Valentino Rossi auf Rang fünf lagen innerhalb von 42 Tausendstelsekunden vor ihm. Eine entsprechende Steigerung traut sich der Brite zu. "Wenn ich Bautista und Rossi überholen kann, bin ich schon Vierter." Viel mehr scheint derzeit aber nicht drin zu sein. Auf die Frage, wie er es auf das Podium schaffen könne, antwortet Crutchlow: "Indem die ersten drei Jungs nicht ins Ziel kommen."

Unantastbar erscheint Crutchlow dabei vor allem Markenkollege Lorenzo: "Er ist drei oder vier Zehntelsekunden pro Runde schneller, aber diesen Vorsprung fährt er in zwei Sektoren heraus", so Crutchlow. Dieser Vorsprung sei aber keinesfalls der Yamaha geschuldet. "Als gestern in der Pressekonferenz alle gesagt haben, dies sei eine Yamaha-Strecke, hat er gelacht. Er fährt besser als alle anderen. Valentino und auch Bradley (Smith) fahren sehr gut, aber wir kommen nicht einmal in die Nähe von ihm."

Fotoquelle: Tech 3

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