Marc Marquez eroberte in Silverstone die fünfte Pole-Position der Saison

MotoGP 2013

— 31.08.2013

Marquez fliegt in Silverstone auf die Pole-Position

Marc Marquez sichert sich mit neuem Qualifying-Rekord die Pole-Position in Silverstone vor Jorge Lorenzo - Stefan Bradl auf Startplatz vier

Im Qualifying zum Grand Prix von Großbritannien in Silverstone entwickelte sich eine spannende Rekordjagd zwischen Jorge Lorenzo (Yamaha) und Marc Marquez (Honda) um die Pole-Position. Der Rundenrekord von Casey Stoner aus dem Jahr 2011 (2:02,020 Minuten) wurde pulverisiert. Nach dem ersten Versuch hatte Marquez die Nase um drei Hundertstelsekunden vorne. Beim zweiten Versuch brannte Lorenzo eine erneuten Rekord in den Asphalt, doch Marquez war wieder einen Tick schneller. Lorenzo fand keine Antwort in der letzten Runde und Super-Rookie Marquez hatte die Pole-Position inne.

Der neue Pole-Rekord in Silverstone lautet 2:00,691 Minuten. Marquez war in seiner sechsten Runde um 0,128 Sekunden schneller als der Weltmeister. Für den WM-Führenden war es bereits die fünfte Pole-Position in dieser Saison. "Ich habe diese Rundenzeit nicht erwartet. Mit dem ersten Reifen bin ich viel gerutscht. Ich habe zu 100 Prozent gepusht", sagt Marquez und strahlte nach dieser Leistung über das ganze Gesicht.

"Mit dem zweiten Reifensatz habe ich mir gesagt, dass ich vielleicht um eine oder zwei Zehntel schneller sein könnte. Dann war ich aber sofort eine halbe Sekunde schneller, weshalb ich mir dann für die zweite Runde gesagt habe, dass sich nicht mehr pushen werde, weil ich schon eine gute Rundenzeit habe. Morgen wird es interessant, denn hier funktionieren beide Reifenmischungen. Es wird interessant sein, welche schließlich besser ist."

Lorenzo war mit seiner Leistung ebenfalls sehr zufrieden, doch es hatte nicht mit der Pole geklappt. "Ich dachte, dass ich die Pole habe, aber als ich das Ergebnis gesehen habe, sah ich wieder Marc vor mir. Es war etwas enttäuschend, weil ich eine meiner besten Runden meiner Karriere gefahren bin. Ich habe mein Bestes gegeben, aber es hat wieder nicht geklappt", zuckt er mit den Schultern. "Es war aber erst das Qualifying. Dieser zweite Platz ist für das Rennen sehr gut. Morgen wird es ein langes Rennen. Hoffentlich habe ich eine gute Pace, damit ich um den Sieg kämpfen kann."

Im Schatten der beiden Spanier verkamen die weiteren MotoGP-Asse zu Statisten. Lokalmatador Cal Crutchlow meldete sich nach seinen beiden Stürzen im Vormittagstraining zurück und eroberte Rang drei in der ersten Startreihe. Sein Rückstand auf Marquez betrug bereits 0,734 Sekunden. "Es war für mich ein gewohnter Samstagvormittag in Silvestone. Mein Arm ist geschwollen. Ich bin mit einem kalten Reifen bei 293 Kilometern pro Stunde gestürzt. Es war mein Fehler", sagt Crutchlow gebeutelt.

"Mein Team hat fantastisch gearbeitet, denn sie haben ein Motorrad für das Qualifying aufgebaut. Es ist schön, dass ich bei meinem Heimrennen in der ersten Reihe stehe. Hoffentlich ist morgen ein besserer Tag." Hinter Crutchlow lag von den Zeiten her die Verfolgergruppe dichter beisammen. Auch Stefan Bradl (LCR-Honda/+0,867 Sekunden) war mit dabei. Der Deutsche zog Startplatz vier in der zweiten Reihe an Land.

Pedrosa und Rossi abgeschlagen

Vizeweltmeister Dani Pedrosa trat kaum in Erscheinung und war weit vom Tempo seines Honda-Teamkollegen Marquez entfernt. Pedrosa war um neun Zehntelsekunden langsamer als der Youngster und belegte Rang fünf. Auch Valentino Rossi (Yamaha) hatte keine Chance und wurde mit einem Rückstand von 1,418 Sekunden Sechster. Wie schon bei den vergangenen Rennen konnte Rossi im Qualifying auf eine schnelle Runde nicht entscheidend zulegen.

Schnellster Ducati-Mann war Andrea Dovizioso (+1,432) als Siebter, gefolgt von Alvaro Bautista (Gresini-Honda/+1,561) und seinem Teamkollegen Nicky Hayden (+1,598). Langsamster Prototyp in Q2 war Lokalmatador Bradley Smith (Tech-3-Yamaha), der am Sonntag von Position zehn aus der vierten Reihe angreifen wird. Bester CRT-Fahrer war zum dritten Mal in Folge Routinier Colin Edwards (Forward) als Elfter. Er war der einzige CRT-Fahrer im letzten Qualifying-Abschnitt, denn Aleix Espargaro (Aspar) nahm nicht am Qualifying teil.

Der Spanier war im vierten Freien Training in der Becketts-Kurve gestürzt. Dabei wurde er von seiner Aprilia im Rücken getroffen. Espargaro konnte zwar aufstehen, wurde im Medical Centre auf mögliche Nackenverletzungen hin untersucht. Ersten Informationen zufolge soll er sich den kleinen Finger an der linken Hand gebrochen haben. Obwohl Espargaro nicht im Qualifying fuhr, ist für ihn der zwölfte Startplatz reserviert, weil er sich in den Freien Trainings direkt für Q2 qualifiziert hatte.

Q1: Smith und Edwards kommen weiter

13 Fahrer kämpften in Q1 um den Einzug in den letzten Qualifying-Abschnitt. Die beiden Prototypen Smith und Andrea Iannone (Pramac-Ducati) waren auf dem Papier die Favoriten für die ersten beiden Plätze. Smith meisterte die Pflichtaufgabe vor heimischem Publikum souverän, fuhr nur einen Versuch und stellte in 2:03,110 Minuten die Bestzeit auf. Damit war er sicher in Q2. Spannend ging es um den zweiten Platz zu. Als die Fahrer mit einem zweiten Reifensatz die letzten Versuche starteten, lag Routinier Edwards auf Platz zwei.

Es war noch spannend, denn Iannone war auf einer schnellen Runde unterwegs. An seinem Hinterrad hing Hector Barbera (Avintia) und ließ sich ziehen. Das Duo konnte den "Texas Tornado" aber nicht verdrängen. Zum dritten Mal in Folge zog Edwards ins Q2 ein. Auf Smith fehlten ihm 0,998 Sekunden. Den dritten Platz und somit Startplatz 13 eroberte Randy de Puniet (Aspar). Er verpasste den Einzug ins Q2 um 0,006 Sekunden. Neben dem Franzosen werden Barbera und Michele Pirro (Pramac-Ducati) in der fünften Reihe stehen.

Für Iannone war das Qualifying eine Enttäuschung. Der Rookie belegte schließlich Startplatz 16. Zudem war Barbera in seinem Windschatten schneller. Die Startplätze 17 und 18 gingen an Yonny Hernandez (PBM) und Danilo Petrucci (Ioda). In Reihe sieben werden Michael Laverty (PBM), Claudio Corti (Forward) und Hiroshi Aoyama (Avintia) stehen. Die beiden Plätze in der letzten Reihe gingen an Lukas Pesek (Ioda) und Bryan Staring (Gresini).

Fotoquelle: Repsol

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