Cal Crutchlow im Kies - In Silverstone keine neues Bild

MotoGP 2013

— 31.08.2013

Crutchlow: "Ein ganz normaler Samstag in Silverstone"

Zwei schwere Unfälle am Vormittag und Startplatz drei am Nachmittag: Cal Crutchlow erlebte bei seinem Heimrennen erneut einen turbulenten Tag

Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) sorgte am Samstag beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone bei den britischen Fans für reichlich Spektakel - sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Am Nachmittag herrschet nach Platz drei im Qualifying der MotoGP auf den Tribünen Jubelstimmung, doch am Vormittag hatte den Zuschauern im dritten Freien Training der Atem gestockt, wo Crutchlow gleich zwei Mal stürzte.

Das war für den 27-Jährigen allerdings nichts Neues: "Ein ganz normaler Samstag in Silverstone, kein Unterschied zu den Vorjahren. Vielleicht mit Ausnahme des Qualifyings, an dem ich in den vergangenen beiden Jahren nicht teilnehmen konnte", meint Crutchlow lakonisch. Schon 2011 und 2012 war er am Samstagvormittag in Silverstone gestürzt und hatte daraufhin jeweils im Qualifying zusehen müssen.

Über die heutigen Fehler ärgerte sich der Brite: "Zwei Mal in einem Training zu stürzen ist dumm. Es waren meine Fehler." Im Detail spielten sich die Stürze aus seiner Sicht wie folgt ab: "Beim ersten Unfall war die Strecke etwas kälter, als ich erwartet hatte. Ich fuhr mit den weichen Reifen und ging auf meine erste schnelle Runde. Die erste Kurve habe ich noch geschafft, die zweite nicht mehr. Ich bin bei 293 km/h gestürzt", berichtet Crutchlow. "Als ich vom Gas ging, war das Vorderrad nicht genug belastet und der Reifen zu kalt. Er hat einfach blockiert. Danach habe ich außer Gras, Randsteinen, Asphalt, Gras und wieder Randsteinen nicht mehr viel gesehen."

Crutchlows M1 folg in hohem Bogen durchs Kiesbett und hatte anschließend nur noch Schrottwert. "Ich habe eins der Motorräder völlig zerstört, was mir für sie (das Tech-3-Team) und Yamaha leid tut", entschuldigt sich Crutchlow. Doch dieser Abflug sollte nicht der einzige bleiben. "Der zweite Unfall war eindeutig mein Fehler, ich habe das Vorderrad blockiert. Als ich die Bremse löste, versetzte es das Motorrad und ich stieß mit der Hand wieder an den Bremshebel", erklärt Crutchlow.

Damit war auch das zweite Motorrad beschädigt und auch der Pilot angeschlagen. "Ich habe mir wieder Schürfwunden an den Armen zugezogen, aber glücklicherweise an anderen Stellen als am Sachsenring. Es scheint, dass sich bei jedem Sturz mein Overall öffnet", sagt Crutchlow. "Mein Arm ist stark geschwollen, wir mussten den Overall um zwei Zentimeter erweitern." Dennoch biss der Brite auf die Zähne und fuhr im Qualifying mit einem Rückstand von 0,734 Sekunden auf Polesetter Marc Marquez (Honda) auf Rang drei.

Nicht nur aufgrund der erneuten Verletzung erwartet Crutchlow: "Morgen wird es schwieriges Rennen, aber ich bin sehr froh, in der ersten Reihe zu stehen. Das Team hat fantastisch gearbeitet um das Motorrad vorzubereiten. Morgen sollte ein guter Tag sein, ich muss allerdings abwarten, wie es mir morgen früh geht." Im Kampf um die letzte Podiumsplatzierung rechnet Crutchlow mit starker Konkurrenz. "Es wird schwierig sein, Dani zu schlagen, denn ich habe sein Tempo gesehen. Es wird auch schwierig Bradl zu schlagen, denn er war plötzlich da, nachdem er am Wochenende nicht so stark war."

Erschwerend kommt hinzu, dass Crutchlow im Rennen mit dem bisherigen Benzintank fahren muss: "Ja, denn wir haben nicht mehr viele übrig. Außerdem habe ich nur noch ein Motorrad. Damit muss ich zurechtkommen", sagt der Brite, der am Freitag einen neuen Tank getestet hatte, der die Probleme in der Anfangsphase der Rennen beheben soll. Bei der Reifenwahl erwartet Crutchlow keine Überraschungen. "Ich denke, es wird keine großen Unterschiede bei der Reifenwahl geben. Die meisten Jungs werden mit dem harten Vorder- und Hinterreifen fahren."

Fotoquelle: Tech 3

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