MotoGP 2013

— 01.09.2013

Lorenzo: "Musste es probieren"

Der amtierende Weltmeister erkämpft sich in Silverstone den ersten Sieg seit Mitte Juni und beendet damit die Siegesserie von Marc Marquez

Mit dem vierten Saisonsieg meldete sich Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo beim Grand Prix von Großbritannien eindrucksvoll zurück. Der Spanier führte das Rennen lange an, musste in der Schlussphase aber die Angriffe von WM-Leader Marc Marquez abwehren, der trotz seines Sturzes im Warmup nicht weniger Risiko einging. In der letzten Runde wechselte die Führung mehrfach. Lorenzo setzte sich in der letzten Kurve durch und gewann knapp vor seinem Landsmann.

"Es war eines meiner besten Rennen", bemerkt Lorenzo zufrieden. "Ich wollte zu Beginn eine Lücke herausfahren. Doch das war mit dem harten Reifen ziemlich schwierig. Zudem war Marc zu Beginn ziemlich stark. Ich pushe in jeder Runde, doch Marc gab nicht auf. Ich musste pushen. Er war beim Bremsen stärker, doch ich hatte auch Stellen, an denen ich besser war. Ich wollte in der letzten Runde alles geben, machte aber in der Schikane einen Fehler. Ich wäre beinahe gestürzt."

"Er holte auf und probierte es in der vorletzten Kurve. Ich sagte mir 'nicht schon wieder' und gab alles. Es war ein ziemlich beeindruckendes und emotionales Rennen für uns", berichtet der Weltmeister von 2010 und 2012. "Bei uns muss momentan alles perfekt laufen, um Marc und Honda zu schlagen. Ich fühlte mich physisch stärker als in Brünn und pushte deshalb am Rennende stärker. Marc gab nie auf, dadurch war es für mich schwierig, eine Lücke herauszufahren. Ich studierte ihn, als er an mir vorbei ging. Er hatte beim Bremsen Probleme."

"Einen Moment lang fand ich mich mit Platz zwei ab. Doch dann dachte ich mir, dass es ich es probieren muss. Er ließ eine kleine Lücke, die ich nutzen konnte. Ich musste es probieren", unterstreicht Lorenzo, der die Enttäuschung von Brünn abgehakt hat. "Ich denke, dass ich nicht richtig verstanden wurde. Wir sind konkurrenzfähig, liegen in der Meisterschaft aber zu weit zurück. Sie ist so gut wie gelaufen", erklärt er. "Wir müssen uns darauf konzentrieren, das Motorrad zu verbessern und Rennen zu gewinnen."

"Ich würde mir ein besseres Bremsverhalten wünschen, weil unser Motorrad uns zu wenig Vertrauen vermittelt, um hart zu bremsen. Wir konnten es an diesem Wochenende ein bisschen verbessern, sind aber in harten Bremszonen nicht so stark wie sie. Es ist schwierig, da mitzuhalten. Wir fahren dafür hohe Kurvengeschwindigkeiten. Wenn sie eine Lücke lassen, kann ich innen vorbeiziehen. Wenn wir das Bremsen verbessern können, haben wir bessere Chancen", so der Spanier.

"Er ist von Anfang bis Ende perfekt gefahren", lobt Yamaha-Rennleiter Lin Jarvis im Gespräch mit 'MotoGP.com'. "Ich war von Marquez' Tempo überrascht. Was für ein Rennen! Es war ein tolles Rennen für die Zuschauer. Dieser Kurs liegt uns. Misano ist auch ein guter Kurs für uns. Wir mussten die Siegesserie von Honda brechen."

Fotoquelle: Yamaha

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