Marc Marquez setzte sich am ersten Trainingstag in Misano an die Spitze

MotoGP 2013

— 13.09.2013

Marquez nur 33 Tausendstelsekunden vor Pedrosa

Der WM-Leader gibt auch am ersten Tag in Misano den Ton an - Jorge Lorenzo hinter Teamkollege Valentino Rossi nur Vierter, Stefan Bradl nach Sturz nur Neunter

Die Honda-Piloten Marc Marquez und Dani Pedrosa haben auch im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Misano den Ton angegeben. Rookie Marquez sicherte sich am Nachmittag mit einer Zeit von 1:34.200 Minuten die Bestzeit. Nur 33 Tausendstelsekunden dahinter lag Teamkollege Pedrosa, der die Bestzeit am Ende nur knapp verpasste. Dass Marquez am Limit war, bewiesen die Schrecksekunden, die der WM-Führende in der Session hatte. Neben einem Beinahe-Sturz über das Vorderrad musste Marquez mehrfach die asphaltierten Auslaufzonen nutzen.

Weniger dramatisch wirkte das, was Lokalheld Valentino Rossi (Yamaha) ablieferte. Der Italiener hing sich am Ende des zweiten Freien Trainings an das Hinterrad von Marquez und fuhr die drittschnellste Zeit des Tages. Der Rückstand betrug etwa zweieinhalb Zehntelsekunden. Damit war der Altmeister eine halbe Zehntelsekunde schneller als Teamleader Jorge Lorenzo, der den Freitag nur als Vierter beenden konnte.

Hinter den Werksmaschinen von Honda und Yamaha überraschte CRT-Pilot Aleix Espargaro (ART) mit der fünftschnellsten Zeit. Nach durchwachsenen Rennwochenenden in Brünn und Silverstone mischt der Aspar-Pilot in Misano wieder mit den Prototypen mit und konnte acht reine MotoGP-Maschinen hinter sich lassen. Mit lediglich 0,532 Sekunden lag Espargaro deutlich vor Alvaro Bautista, der mit seiner Honda RC213V die sechstschnellste Zeit fuhr.

Bester Ducati-Pilot war Michele Pirro. Der Pramac-Pilot, der Ben Spies ersetzt, fährt an diesem Rennwochenende mit dem Labor-Motorrad, das er besser kennt als die GP13. Zudem kann Pirro auf einen großen Erfahrungsvorsprung zurückgreifen, da er bereits mit dem Testteam viele Runden in Misano absolvierte. Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso beendete das zweite Freie Training auf Position acht.

Einen schwierigen Nachmittag hatte LCR-Pilot Stefan Bradl (Honda). Der Deutsche ging in Kurve sechs zu Boden und verlor wichtige Trainingszeit. Bradl blieb glücklicherweise unverletzt und konnte das Training fortsetzen. Am Ende kam er mit einem Rückstand von 0,907 Sekunden aber nicht über Position neun hinaus. Tech-3-Pilot Cal Crutchlow (Yamaha) enttäuschte als Zehnter und lag mehr als eine Sekunde zurück.

"Cal muss sein Vertrauen zurückgewinnen", bemerkt Tech-3-Teamchef Herve Poncharal gegenüber 'MotoGP.com'. "Er ist näher an der Spitze als am Vormittag." Crutchlow hat noch mit den Verletzungen, die er sich beim Rennwochenende in Silverstone zuzog, zu kämpfen. Teamkollege Bradley Smith tat sich ebenfalls schwer. Der Brite stürzte in Kurve eins und beendete den Tag als langsamster Prototyp auf Position 14.

Zwischen den beiden Tech-3-Yamahas schoben sich die Ducati-Piloten Andrea Iannone und Nicky Hayden. Und auch CRT-Pilot Danilo Petrucci (Suter-BMW) war schneller als Smith. Neben Smith und Bradl ging auch Cardion-Pilot Karel Abraham zu Boden. Der Tscheche hielt sich nach seinem Abflug die Hand und wird vermutlich für den Rest des Wochenendes ausfallen. Bereits vor dem Start der Trainings hatte Abraham Probleme und stellte in Frage, ob er das Wochenende in Italien durchhält.

Fotoquelle: Repsol

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