Valentino Rossi sieht das neue Getriebe als großen Fortschritt an

MotoGP 2013

— 13.09.2013

Rossi schwärmt vom neuen Seamless-Getriebe

Valentino Rossi zeigt sich nach Platz drei am Freitag von neuen Seamless-Getriebe der Yamaha und dem geringen Rückstand auf die beiden Werks-Honda begeistert

Für Valentino Rossi hätte der Auftakt zu seinem Heim-Grand-Prix kaum besser verlaufen können. Im zweiten Freien Training der MotoGP zum Großen Preis von San Marino in Misano fuhr der Yamaha-Pilot am Nachmittag auf Position drei. Dabei musste sich der Italiener nur den beiden Werks-Honda von Marc Marquez und Dani Pedrosa geschlagen geben, hielt aber immerhin Teamkollege Jorge Lorenzo in Schach.

"Ich bin recht glücklich, es war ein guter Freitag für mich. Schon heute morgen bin ich gute Rundenzeiten gefahren, und das Training am Nachmittag war noch positiver, denn ich hatte ein gutes Tempo und war immer an der Spitze", zieht Rossi eine durchweg positive Bilanz das Freitags. "Die Rundenzeiten sind mit tiefen 1:34ern auf einem guten Niveau. Ich war sowohl mit neuen als auch mit gebrauchten Reifen schnell, ich hatte einen guten Rhythmus. Das war ein guter Start ins Wochenende."

"Ich bin recht dicht an Jorge dran, unsere Zeiten sind sehr ähnlich. Die Honda sind noch ein wenig schneller, aber sie sind nicht weit weg", so der Italiener. Der Rückstand auf die Bestzeit von Marquez betrug überschaubare 0,258 Sekunden. Einen Grund für diesen starken Auftakt in das Rennwochenende hatte Rossi schnell gefunden: Das neue Seamless-Getriebe der M1, welches ohne Zugkraftunterbrechung arbeitet und in Misano erstmals zum Einsatz kommt

"Das Getriebe lässt sich fantastisch fahren, das ist eine groß Hilfe. Auf die Rundenzeit gesehen ist es vielleicht kein großer Vorteil, aber das Motorrad ist bei der Beschleunigung wesentlich stabiler. Das Fahren ist weniger anstrengend. Ich kann mich mehr auf die Linie konzentrieren und das Motorrad bis ans Limit bringen", schwärmt Rossi. "Vor allem auf die Renndistanz gesehen sollte das helfen."

Allerdings verlang das neue Getriebe auch ein leicht anderes Setup der M1: "Ich muss noch an der Abstimmung arbeiten, weil wir heute einige Dinge gefunden haben, die uns vor allem beim Bremsen und der Traktion helfen sollten. Der Unterschied durch das Seamless betrifft vor allem die Elektronik, man benötigt bei der Beschleunigung weniger Kontrolle", erklärt Rossi. "Wenn das Getriebe okay ist und unsere Techniker kein Problem feststellen, werden wir es weiterhin benutzen."

Gegen Ende des Trainings nahm der Yamaha-Pilot dann etwas Anschauungsunterricht beim derzeitigen Klassenprimus der MotoGP und heftete sich an die Fersen von Marquez. "Ich habe das genossen, denn sein Stil ist sehr lustig. Das ist eine große Show", sagt Rossi über seinen jungen Konkurrenten, der in dieser Saison die MotoGP gehörig aufmischt. "Er war nur ein wenig schneller als ich, daher blieben wir zusammen."

Dennoch tut sich Rossi mit einem direkten Vergleich schwer: "Es ist sehr schwierig unsere Fahrstile zu vergleichen, da die Honda und Yamaha sehr unterschiedlich sind, vor allem beim Bremsen und am Kurveneingang. Man muss die Motorräder völlig unterschiedlich fahren", so Rossi. "An einigen Stellen war ich nicht so schlecht, weil wir durch das Seamless-Getriebe weniger stark beschleunigen müssen."

Fotoquelle: Yamaha

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