Marc Marquez fuhr mit einer Fabelrunde in Misano auf die Pole-Position

MotoGP 2013

— 14.09.2013

Marquez mit neuem Rundenrekord zur Pole-Position

Rookie Marc Marquez sichert sich in Misano seine sechste Pole-Position der Saison - Jorge Lorenzo und Valentino Rossi in Startreihe eins, Stefan Bradl Siebter

Honda-Werkspilot Marc Marquez konnte in Misano seine Dominanz aus den Freien Trainings ins Qualifying retten. Der Spanier demütigte seine Gegner in der 15-minütigen Session und brach Casey Stoners Rundenrekord aus der Saison 2011. Marquez war der einzige Pilot, der eine 1:32er-Zeit fahren konnte. Das Yamaha-Werksduo komplettiert Startreihe eins. Jorge Lorenzo setzte sich im Qualifying knapp gegen Teamkollege Valentino Rossi durch. Doch die Rückstände waren groß: Beide Yamaha-Werkspiloten lagen mehr als eine halbe Sekunde zurück.

Marquez führte die Zeitenliste bereits nach dem ersten Schlagabtausch an. Lorenzo und Rossi folgten. Keinen guten Stint erwischte Honda-Werkspilot Dani Pedrosa, der nach dem ersten Versuch nur Achter war. Der Spanier schimpfte beim Reifenwechsel und schlug mit der Faust auf den Tank seiner Honda RC213V. Und auch beim zweiten Versuch lief es für Pedrosa nicht optimal. Der Vizeweltmeister kam Ende nicht über Startplatz vier hinaus und verpasste die Zeit von Marquez um mehr als acht Zehntelsekunden.

Dass die vier Werkspiloten von Honda und Yamaha die Startplätze eins bis vier holten, war nach den Freien Trainings keine Überraschung. Doch Marquez' Dominanz und der klare Sieg über Teamkollege Pedrosa glich einer Demütigung. "Ich fühle mich schon am gesamten Wochenende so gut", freut sich der MotoGP-Neuling. "Ich bin schnell und kann einen guten Rhythmus fahren."

Marquez in einer eigenen Welt

Der Sturz im vierten Freien Training beeindruckte Marquez nicht. "Im vierten Freien Training hatte einen kleinen Unfall. Ich habe einen dummen Fehler gemacht. Aber ich weiß, warum ich gestürzt bin, das ich wichtig. Ich denke morgen wird es interessant. Jorge hat einen guten Rhythmus und auch Valentino ist hier recht stark. Wenn er in Training schnell ist, wird er im Rennen sehr schnell sein."

Lorenzo verpasste die Pole-Position trotz des neuen Getriebes mit einem Rückstand von 0,513 Sekunden deutlich. "Ich bin glücklich über das Seamless-Getriebe, denn das ist ein recht großer Vorteil. Wir haben allerdings noch nicht die beste Abstimmung für diese Strecke gefunden", gesteht der amtierende Weltmeister. "Wir haben viele Probleme, vor allem beim Beschleunigen haben wir eine Menge Schlupf. Deshalb war Marc so viel besser, ich konnte nicht schneller fahren."

Rossi in Startreihe eins

Teamkollege Rossi wackelte zwischenzeitlich an Lorenzos Vormachtstellung im Team. Beim zweiten Versuch schob sich der "Doktor", der seit Samstag mit einem besonderen Helmdesign fährt, an Lorenzo vorbei. "Wir habe seit gestern Morgen sehr gut mit dem Motorrad gearbeitet. Ich wurde in jedem Training schneller. Heute war mein Motorrad fantastisch. In den finalen 15 Minuten bin ich mit der besten Abstimmung in dieser Saison gefahren", erklärt Rossi.

"Ich hatte viel Grip und konnte angreifen. Zu Beginn hatte ich viel Verkehr, aber mit dem zweiten Reifen war ich alleine auf der Strecke und konnte meine Rundenzeit stark verbessern. Ich bin sehr zufrieden, denn es war wichtig, morgen aus der ersten Reihe zu starten, denn die beiden Honda sind sehr schnell, vor allem Marquez, und auch Jorge ist sehr konstant. Morgen möchte ich aufs Podium fahren", schildert der neunmalige Weltmeister.

Eine deutliche Steigerung gelang Cal Crutchlow (Yamaha). Der Tech-3-Pilot musste sich zwar erst im Q1 für den finalen Durchgang qualifizieren, holte am Ende aber einen Startplatz in der zweiten Reihe. Neben Pedrosa und Crutchlow wird auch CRT-Pilot Aleix Espargaro (ART) aus Startreihe zwei ins Rennen gehen. Der Aspar-Pilot nutzte den Performance-Vorteil des weichen Hinterreifens und war nicht nur bester CRT-Pilot sondern ließ auch sieben Prototypen hinter sich.

Bradl vor Bautista

LCR-Pilot Stefan Bradl lieferte ein unauffälliges Qualifying ab. Der Deutsche verpasste die Pole-Position-Zeit von Marquez um 1,183 Sekunden und holte sich den siebten Startplatz. Markenkollege Alvaro Bautista rutschte beim zweiten Versuch von Platz vier auf Position acht zurück. Neben den beiden Satelliten-Hondas startet Andrea Dovizioso als bester Ducati-Pilot aus der dritten Reihe.

Startreihe vier ist komplett in Ducati-Hand: Nicky Hayden war eine Zehntelsekunde langsamer als Dovizioso und holte sich Startplatz zehn. Im Pramac-Teamduell setzte sich Ersatzpilot Michele Pirro mit der Labor-Desmosedici knapp gegen Stammpilot Andrea Iannone durch. Alle vier Ducati-Piloten lagen innerhalb von eineinhalb Zehntelsekunden und bestätigten damit, dass das zur Verfügung stehende Paket momentan nicht viel mehr hergibt.

Crutchlow muss zittern

Im Q1 spitzte sich ein Dreikampf zwischen den beiden Tech-3-Yamaha-Piloten und Pirro zu. Crutchlow musste erstmals in der laufenden Saison den Weg über Q1 gehen, legte aber mit einer guten Zeit vor. Pirro fuhr auf dem gleichen Niveau wie Crutchlow. Bradley Smith meldete ebenfalls einen Anspruch an das Erreichen des finalen Qualifying-Abschnitts an. Zwischenzeitlich lagen alle drei Prototypen innerhalb von weniger als zwei Zehntelsekunden.

Und auch die CRT-Piloten gaben sich noch nicht geschlagen. Randy de Puniet (ART) und Colin Edwards (FTR-Kawasaki) fuhren zu Beginn des Q1 gute Zeiten. Zwischenzeitlich fuhren Crutchlow und Pirro exakt die gleiche Rundenzeit. Crutchlow stand an der Spitze, weil er die Zeit als Erster fuhr und entschied sich, den Rest der Session von der Tech-3-Box aus zu verfolgen. Doch Pirro legte nach und setzte sich wenige Tausendstel vor Crutchlow an die Spitze.

Smith wagte ebenfalls noch einen Versuch und wollte damit seinen Teamkollegen um den Platz im Q2 bringen. Doch Smith scheiterte. Der Rookie stürzte, blieb aber unverletzt. Dadurch konnte Crutchlow aufatmen. Smith blieb nur Startplatz 13. Hinter dem Yamaha-Piloten sicherte sich Routinier Edwards ebenfalls einen Start aus der fünften Reihe. Markenkollege Hiroshi Aoyama wird am Sonntag Startreihe fünf komplettieren.

Aspar-Pilot de Puniet rutschte bis auf Position 16 ab. Damit musste sich der Franzose teamintern erneut recht deutlich geschlagen geben. Hector Barbera (FTR-Kawasaki) holte sich knapp vor Claudio Corti (FTR-Kawasaki) Startplatz 17. Danilo Petrucci (Suter-BMW) konnte seine Leistungen aus den Freien Trainings nicht bestätigen und kam nicht über Startplatz 19 hinaus. Michael Laverty (PBM-Aprilia) setzte sich gegen Teamkollege Yonny Hernandez (ART) durch. Karel Abraham (ART) quälte sich mit Schmerzen zu Startplatz 22. Bryan Staring (FTR-Honda) und Lukas Pesek (Suter-BMW) runden das Feld ab.

Fotoquelle: Repsol

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.