Marc Marquez erzielte gestern in Misano vor Jorge Lorenzo Tagesbestzeit

MotoGP 2013

— 17.09.2013

Marquez & Pedrosa: Fokus auf die RC213V

Marc Marquez erzielte seine Test-Bestzeit in Misano zwar mit der neuen Honda, das Team konzentrierte sich aber eigentlich auf das aktuelle Motorrad

Das Repsol-Honda-Team setzte bei den gestrigen MotoGP-Testfahrten in Misano auch den 2014er-Prototypen ein, doch angesichts des WM-Kampfs gegen Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo konzentrierten sich Gesamtleader Marc Marquez und sein spanischer Landsmann Dani Pedrosa lieber auf die aktuelle Saison. Trotzdem erzielte Marquez seine Tagesbestzeit von 1:33.264 Minuten auf seinem zukünftigen Arbeitsgerät.

Marquez fuhr zwei Runs, Pedrosa vier Runden mit der 2014er-Honda, die seit dem Aragon-Test überarbeitet wurde. "Wir haben uns auf das aktuelle Motorrad konzentriert, ich bin aber auch zweimal mit dem neuen rausgefahren. Die Basis ist gut, das Potenzial ist da", urteilt Marquez. "Jetzt müssen wir unsere Kommentare nach Japan schicken, damit sie weiter in die richtige Richtung arbeiten können."

Seit Aragon wurden einige Kleinigkeiten verändert, unter anderem auch die Gewichtsverteilung. "In Aragon hatte ich noch einiges zu beanstanden, aber hier fiel mir schon mehr positiv als negativ auf. Sie haben gute Arbeit geleistet", berichtet Marquez, der in Aragon vor allem über Bremspunkt und Kurveneingang gejammert hatte. "Das ist besser geworden", findet er. "Natürlich ist einiges noch schlechter als am aktuellen Motorrad, aber wichtig ist, dass wir seit Aragon gute Fortschritte gemacht haben."

Pedrosa weniger happy als Marquez

Während sich der 20-Jährige schon ganz gut auf 2014 einzustellen scheint, hat sein 27-jähriger Teamkollege offenbar mehr Schwierigkeiten damit. Pedrosa hat sich allerdings auch "nicht wirklich darauf konzentriert, weil ich noch viel mehr Zeit auf dem aktuellen Motorrad brauche", wie er zugibt. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass ihm vor allem der Einbau einer neuen Elektronik von Magneti-Marelli "sehr positiv" aufgefallen ist.

Sein Gesamtfazit fällt nach vier (von insgesamt 74) Runden nicht sonderlich euphorisch aus: "Es ist ein Schritt gemacht worden seit Aragon, aber noch nicht der, den ich mir erhofft hatte. Andererseits ist es ja auch nicht die finale Version - für Valencia bekommen wir wieder eine andere Kombination. Das Motorrad funktioniert, aber wir müssen die Punkte, die wir verbessert haben wollen, herausstreichen", betont Pedrosa.

Für die aktuelle RC213V gab es gestern eine neue Schwinge und weitere neue Teile, die Marquez und Pedrosa im WM-Kampf unterstützen sollen. Doch Marquez stürzte damit gleich einmal in die Botanik: "Ich probierte mit dem aktuellen Motorrad vorne eine komplett neue Geometrie aus. Gleich in der ersten Runde kam ich auf die langsamste Kurve zu. Das waren vielleicht 40 km/h", relativiert er die Folgen des harmlosen Crashs.

Sein Körper habe "zero" Probleme bereitet, abgesehen von einem müden rechten Arm. Aber darüber halfen ihm die technischen Fortschritte hinweg: "Wir haben etwas gefunden, was uns am Kurvenausgang ein bisschen hilft. Das ist wichtig. Darauf haben wir uns konzentriert, denn das war in den letzten Rennen eine Schwachstelle. Mit dem Kurveneingang war ich noch immer nicht hundertprozentig glücklich, aber insgesamt ist uns dieses Wochenende trotzdem eine Verbesserung gelungen", so Marquez.

Pedrosa mit der alten Honda schneller unterwegs

Der WM-Leader erzielte seine Bestzeit in der 70. von 71 Runden mit dem neuen Motorrad und hatte unterm Strich 0,238 Sekunden Vorsprung auf Lorenzo. Pedrosa war um 0,628 Sekunden langsamer als sein Teamkollege und stellte seine persönliche Bestmarke im 57. von 74 Umläufen auf dem aktuellen Motorrad auf. Anschließend wirkte er nicht so, als hätte er das Erfolgsrezept gefunden, um die Dominanz von Marquez zu brechen.

"Vor allem an den Stoßdämpfern" wurde laut Pedrosa gearbeitet, "um mit verschiedenen Setups Grip zu finden. Da war nicht alles super klar, aber mir sind einige Dinge positiv aufgefallen und einige weniger. Einige Ideen, zum Beispiel im Bereich Mapping, können wir beim nächsten Grand Prix umsetzen. Und vielleicht fällt uns ja noch etwas ein."

"Hier - ich weiß nicht warum - hatte ich das ganze Wochenende Schwierigkeiten mit dem Asphalt und mit den Reifen", gibt er zu Protokoll. "Heute habe ich viel ausprobiert und hatte auf gebrauchten Reifen immer ein schnelleres Gefühl als auf neuen. Normalerweise bist du mit neuen Reifen drei bis vier Zehntel schneller, aber das war bei mir hier das ganze Wochenende nicht der Fall."

Marquez möchte indes gerade in den ersten Runden, in denen ihm Lorenzo oftmals leicht davonziehen kann, konkurrenzfähiger werden: "Das liegt am Setup", vermutet er. "In Brünn konnte ich ihm in den ersten Runden nicht ganz folgen, in Silverstone ging es schon besser. Hier hatten wir mehr Probleme, aber ich weiß nicht warum. Vielleicht weil wir am Kurveneingang Probleme haben, denn das ist dann mit vollem Tank noch schwieriger."

Fotoquelle: Repsol

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