Reifenlieferant Bridgestone möchte den harten Reifen attraktiver machen

MotoGP 2013

— 19.09.2013

Fahrer uneinig bei der Bewertung des neuen harten Reifens

Valentino Rossi und Cal Crutchlow stellen der neuen harten Reifenmischung ein gutes Zeugnis aus, während Jorge Lorenzo den neuen Pneu nicht mag

Bridgestone arbeitet fieberhaft an Verbesserungen der harten Reifenmischung, um diese Reifenvariante den Fahrern wieder schmackhafter zu machen. In der laufenden Saison entschieden sich die Piloten meist für die weichere Reifenoption. Beim Test in Misano brachte der MotoGP-Reifenlieferant einen neuen harten Reifen mit, der unterschiedliche Feedbacks erhielt.

Die beiden Honda-Werkspiloten waren so sehr mit der Arbeit an ihren 2013er- und 2014er-Maschinen beschäftigt, dass sie gar keine Zeit hatten, um den neuen Reifen zu testen. Doch die Yamaha-Piloten vergaben diese Chance nicht. Valentino Rossi ist ein bekennender Fan harter Reifenmischungen. Deswegen hofft der Italiener, dass Bridgestone bald eine brauchbare Reifenmischung anbietet.

"Wir setzen uns sehr dafür ein, einen guten harten Reifen zu haben. Für meinen Fahrstil ist er sehr gut. Ich bin glücklich, denn meine ganze Karriere lang habe ich immer bevorzugt härtere Reifen verwendet", berichtet Yamaha-Werkspilot Rossi. "Heute war ein positiver Tag, denn endlich hat Bridgestone einen harten Reifen gebracht, der einen deutlichen Fortschritt darstellt. Ich hoffe, dass wir den so früh wie möglich einsetzen können."

Lorenzo wenig begeistert

Teamkollege Jorge Lorenzo stellt dem Versuchsreifen hingegen kein gutes Zeugnis aus: "Für mich war es schlechter. Ich habe gehört, dass andere Fahrer zufrieden sind, aber für mich war es schlechter. Trotzdem ein bisschen besser als der normale harte Reifen, aber schlechter als der weiche", analysiert der Weltmeister von 2010 und 2012. Dennoch schließt Lorenzo nicht aus, diesen Reifen in einem Rennen zu verwenden.

"Wenn wir in Zukunft mit dem weichen Reifen Graining kriegen, dann ist der harte Reifen auf die lange Distanz vielleicht haltbarer", grübelt Lorenzo. Markenkollege Cal Crutchlow testete den neuen harten Reifen ausgiebig, weil er von Yamaha keine neuen Teile erhielt. "Ich weiß nicht, ob er bei allen Fahrern gut ankam. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass er mir gefällt", erklärt der Brite. "Die Lebensdauer ist ähnlich wie bei der bisherigen Variante, doch der neue fühlt sich so an, als hätte er mehr Grip."

"Er hat nicht mehr Grip als ein weicher Reifen, aber mehr Grip als ein harter Reifen normalerweise aufweist. Dadurch verhält sich das Motorrad stabiler. Hoffentlich können wir ihn bald im Rennen einsetzen", berichtet der Tech-3-Yamaha-Pilot. "Je länger ich damit fuhr, desto besser wurden die Rundenzeiten. Ich fuhr 28 Runden, wobei meine schnellste ganz am Schluss kam. Der neue Reifen ist ein Schritt in die richtige Richtung."

Ducati-Piloten hoffen auf Haltbarkeit

Crutchlows Teamkollege Bradley Smith hatte am Montag ebenfalls genug Zeit, um mit dem neuen Reifen Erfahrungen zu sammeln. "Es soll ja der neue Harte sein. Er braucht etwas länger, bis er auf Temperatur kommt, aber das ist für einen harten Reifen normal. Er ist auf jeden Fall fahrbarer", bemerkt Smith. "Speziell auf der rechten Flanke funktioniert er richtig gut. Die linke Flanke macht auf dieser Strecke immer ein paar Probleme."

Die Ducati-Piloten waren ebenfalls gespannt, was der neue Reifen kann. Da die Desmosedici die Reifen stärker fordert als die Konkurrenz, könnte der neue harte Reifen eine gute Option sein, um konstantere Rennen zu ermöglichen. "Wir hatten Bridgestone gebeten, den harten Reifen zu verbessern. Auf einigen der Strecken, die in diesem Jahr noch anstehen, könnte er einen Vorteil bringen", ist sich Nicky Hayden sicher. Teamkollege Andrea Dovizioso hofft auf eine bessere Haltbarkeit. "Er verhielt sich verglichen mit dem weichen Reifen recht ähnlich. Die Lebensdauer könnte aber durchaus besser sein", so "Dovi".

Fotoquelle: Motorsport-Total.com

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