Cal Crutchlow ist auf der Geraden deutlich langsamer als seine Konkurrenten

MotoGP 2013

— 27.09.2013

Crutchlow: "Wir verlieren alles auf der Geraden"

Cal Crutchlow klagt über einen deutlichen Nachteil bei der Höchstgeschwindigkeit, ist davon abgesehen aber zuversichtlich für das weitere Wochenende

Nach zwei Freien Trainings zum Großen Preis der MotoGP von Aragonien in Alcaniz steht für Cal Crutchlow Position sechs zu Buche. Der Tech-3-Pilot fuhr heute Nachmittag auf der 5,078 Kilometer langen Strecke eine Zeit von 1:49,840 Minuten und war damit 0,853 Sekunden schneller als Spitzenreiter Marc Marquez (Honda). Den Rückstand erklärt sich der Brite unter anderem dadurch, dass er als einer der wenigen MotoGP-Fahrer in diesem Jahr noch nicht auf der Strecke getestet hat

"Wir sind ein wenig zurück, was daran liegt, dass wir uns erst an die Strecke gewöhnen mussten, während alle anderen in diesem Jahr schon zwei Tage hier gefahren sind", sagt Crutchlow. "Derzeit liegen zwei Honda vor mir, die sonst nicht immer vor mir sind", spricht der 27-Jährige Stefan Bradl und Alvaro Bautista an, die heute die Plätze zwei und fünf belegte. Wesentlich schwere als der fehlende Test wiegt jedoch die schlechte Höchstgeschwindigkeit seiner Tech-3-Yamaha.

"Wir verlieren alles auf der Geraden. Ich bin im Durchschnitt zwölf bis 13 km/h langsamer als Bradl und sieben bis acht km/h langsamer als die Werks-Yamaha", klagt Crutchlow. "Wir wissen, dass die Yamaha langsamer ist als die Honda. Das Werksteam konnte die Lücke durch das Seamless-Getreibe etwas schließen. Aber wir sind gerade einmal fünf km/h schneller als die schnellsten CRTs."

Dieser Rückstand ist für Crutchlow nicht akzeptabel. "Ich darf nicht so viel auf der Geraden verlieren, sonst brauche ich die gesamte Runde, um das wieder aufzuholen. Das ist enttäuschend, denn auf der restlichen Runde fahre ich recht gut." Ein Patentrezept gegen den fehlenden Top-Speed hat der Brite nicht, sondern lediglich einen nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag. "Vielleicht sollte ich morgen nackt fahren. Ohne Lederkombi wiege ich 5 Kilogramm weniger."

Abgesehen davon war Crutchlow mit dem Ergebnis des ersten Trainingstags am 14. Rennwochenende der Saison aber recht zufrieden. "Ich hatte weder vorne noch hinten allzu viel Grip. Generell war ich mit dem Gefühl für das Motorrad aber recht zufrieden. Wir haben drei verschiedene Abstimmungsvarianten ausprobiert. Zwei davon haben nicht funktioniert, mit derjenigen, die funktioniert hat, werde ich morgen anfangen."

Der zukünftige Ducati-Pilot hofft mit einer Steigerung am Samstag die Lücke zur Spitze schließen zu können. "Wir sind nicht allzu weit weg und müssen in jedem Sektor ein Zehntel finden. Nachdem wir hier nicht getestet haben, gelingt das hoffentlich über Nacht." Am Samstag steht bei Crutchlow auch ein Test des harten Hinterreifens auf dem Programm, den heute nur Bradl und Andrea Dovizioso verwendeten.

"Wenn ihn sonst niemand bei Yamaha verwendet, tun wir es in der Regel auch nicht", gibt Crutchlow als Begründung an. "Wenn wir schon mit dem weichen Reifen nicht genug Grip haben, wir das mit dem harten Reifen nicht viel anders sein. Außerdem ist es nicht der neue harte Hinterreifen, den wir in Misano getestet haben. Hätten wir den, würde ich heute morgen damit begonnen haben."

Fotoquelle: Tech 3

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