Marc Marquez baute mit Saisonsieg Nummer sechs die WM-Führung aus

MotoGP 2013

— 29.09.2013

Marquez über Teamkollision: "Das war Pech"

Marc Marquez stieß mit seinem sechsten Saisonsieg das Tor zur Weltmeisterschaft weit auf, doch im Mittelpunkt stand der Zweikampf mit Teamkollege Dani Pedrosa

Marc Marquez hat beim Großen Preis von Aragonien in Alcaniz, dem 14. Saisonlauf der MotoGP-Weltmeisterschaft 2013, mit seinem sechsten Saisonsieg einen weiteren Schritt in Richtung WM-Titel gemacht. Nach 23 Runden auf der 5,078 Kilometer langen Strecke im Motorland Aragon verwies der Spanier seinen Landmann und WM-Rivalen Jorge Lorenzo auf Platz zwei und baute seine Führung in der Gesamtwertung vier Rennen vor dem Saisonende auf 39 Punkte aus.

Für Diskussionen sorgte allerdings ein Zwischenfall in Runde sechs, als Marquez beim Anbremsen von Kurve zwölf seinem Teamkollegen Dani Pedrosa gefährlich nahe kam. Unmittelbar darauf wurde Pedrosa per Highsider von Motorrad geschleudert, während Marquez von der Strecke abkam. Während im TV-Bild eine Berührung der beiden Teamkollegen nicht eindeutig zu erkennen war, lieferte Marquez Aufklärung über Hergang und Folgen des Zwischenfalls.

"Ich habe ihn leicht berührt", gibt der MotoGP-Rookie zu. Dieser leichte Kontakt hatte für Pedrosa jedoch höchst unangenehme Folgen: "Das Team hat mir gesagt, dass ich dabei das Kabel der Traktionskontrolle abgerissen habe. Das passiert normalerweise nicht. Ich musste dann durch den Notausgang, und er ist gestürzt", gibt Marquez eine Erklärung für den ungewöhnlichen Sturz seines Teamkollegen, der ohne funktionierende Traktionskontrolle beim Beschleunigen machtlos war.

Marquez übernimmt zwar die Verantwortung für den Zwischenfall, sieht ihn aber als unglücklichen Umstand an. "Natürlich war es mein Fehler, aber meiner Meinung nach war es Pech." Seine Tendenz zum sehr späten bremsen sei heute nicht für die gefährliche Annäherung verantwortlich gewesen: "Hier habe ich sogar früher als gewöhnlich gebremst, habe aber das Vorderrad kurz blockiert und musste die Bremse lösen. Danach war ich dann zu schnell", erklärt Marquez. "Ich muss aber generell vorsichtiger sein, da ich beim Bremsen schon viele Fehler gemacht habe."

Zurück zum Sportlichen. Zu Beginn des Rennens musste Marquez wieder einmal Blitzstarter Lorenzo hinterher eilen. "Der Start war wie üblich nicht so gut, aber in der ersten Kurve konnte ich Dani und Valentino überholen. Jorge ist dann einen Vorsprung herausgefahren, der nur schwierig aufzuholen war. Ich war aber in der Lage zu attackieren und konnte die Lücke schließen. Bevor ich ihn überholte, sah es fast so aus, als wolle er mich aufhalten. Er war recht langsam", schildert Marquez sein Rennen.

Für die scheinbare "Bummelfahrt" liefert Lorenzo eine Erklärung. "Als er innerhalb von nur vier oder fünf Runden zwei Sekunden Rückstand aufgeholt hatte, wusste ich, dass es nicht sinnvoll ist, bis zum Ende zu attackieren und habe mir meine Kraft eingeteilt", so der Yamaha-Pilot. Doch diese Taktik half nicht, Marquez machte nicht viel Federlesens und übernahm die Führung. "Ich überholte ihn dann und hielt einen guten Rhythmus", sagt Marquez.

Nachdem Lorenzo zuletzt zwei Mal in Folge gewonnen hatte bewegte Marquez mit seinem Erfolg in der Heimat das Pendel im WM-Kampf wieder in seine Richtung. "Dieses Rennen war sehr wichtig, denn Jorge hatte die vergangenen beiden Rennen gewonnen. Hätte Jorge hier einen weiteren Sieg erzielt, wäre er mental noch stärker geworden. Deshalb wollte ich hier gewinnen und den Vorsprung in der Meisterschaft ausbauen."

Fotoquelle: Repsol

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