Jorge Lorenzo musste sich in Aragon Marc Marquez geschlagen geben

MotoGP 2013

— 29.09.2013

Lorenzo: "Ich kann nicht zufrieden sein"

Jorge Lorenzo verpasst den dritten Sieg in Folge und verliert im WM-Duell gegen Marc Marquez weiteren Boden, will sich aber noch nicht geschlagen geben

Beim Groen Preis von Aragonien in Alcaniz setzte Jorge Lorenzo (Yamaha) wieder einmal auf seine bliche Taktik und wollte dem Feld schon in den ersten Runden des Rennens enteilen. Doch heute ging diese Strategie nicht auf. Marc Marquez (Honda) fing Lorenzo ab und verwies ihn nach 23 Runden auf Rang zwei. Statt den dritten Sieg in Folge zu feiern, muss der amtierend Weltmeister zusehen, wie ihm Rookie Marquez in der Gesamtwertung auf 39 Punkte enteilt.

"Ich kann nicht zufrieden sein, denn ich will den WM-Titel gewinnen, daher wre ein Sieg heute wichtig gewesen, um den Rckstand auf Marc zu verkrzen", lautet denn auch das Fazit des Spaniers. Im Gegensatz zum Rennen in Misano vor 14 Tagen war seine Soloflucht heute nicht von Erfolg gekrt. "Ich wusste, dass unser Renntempo nicht so gut sein wrde. Ich bin gut gestartet und fuhr einen Vorsprung heraus", sagt Lorenzo.

Doch Marquez fuhr die Lcke schneller als gedacht zu. "Als er innerhalb von nur vier oder fnf Runden zwei Sekunden Rckstand aufgeholt hatte, wusste ich, dass es nicht sinnvoll ist, bis zum Ende zu attackieren und habe mir meine Kraft eingeteilt." Doch Marquez berholte und fuhr seinem Landsmann davon. "Als ich ihm folgen wollte, habe ich auf der Geraden ein paar Fehler gemacht und hatte einen Wheelie", sagt Lorenzo, der seine Niederlage eingestehen muss. "Er war zu stark."

Der Spanier haderte bei seinem dritten Heimrennen der Saison vor allem mit der Abstimmung seiner M1: "Wir hatten hier nicht das perfekte Motorrad wie noch beim Test. Im Warmup haben wir das Motorrad komplett umgebaut. Dadurch lag es besser in den Kurve, aber auf der Bremse war es sehr schwierig zu kontrollieren und instabil", klagt Lorenzo.

Trotz der erheblichen Rckstands will der amtierende Weltmeister vier Rennen vor Saisonende den Kampf um den WM-Titel noch nicht aufgeben. "In vier Rennen kann eine Menge passieren. Solange es mathematisch mglich ist, werden wir daran glauben und angreifen. Wir mssen strker werden und weitere Rennen gewinnen."

In technischer Sicht rechnet Lorenzo dabei nicht mehr mit groen Schritten durch Yamaha: "Wir benutzen schon den fnften Motor, daran knnen wir nichts mehr verbessern. Wir knnen aber das Chassis und die Aufhngung verbessern." Wichtiger ist fr den Spanier jedoch: "Wir mssen uns aber vor allem darauf konzentrieren, gute Rennen zu fahren."

Fotoquelle: FGlaenzel

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