Nicky Hayden hatte sich von seiner Ducati-Zeit mehr erhofft

MotoGP 2013

— 02.10.2013

Hayden: Das Kapitel Ducati nähert sich dem Ende

Nicky Hayden blickt auf seine Zeit bei Ducati zurück und bedauert, in den fünf Jahren kaum zählbare Erfolge gefeiert zu haben - Gemischte Meinung zu Jeremy Burgess

Ex-Weltmeister Nicky Hayden wechselte Ende 2008 nach sechs Jahren im Honda-Werksteam zu Ducati. Nach einer schwierigen Debütsaison gewöhnte sich der US-Amerikaner immer besser an die launische Desmosedici, konnte sich aber meist nur bedingt in Szene setzen. Stattdessen fiel auf, dass Hayden nie aufgab. Als Valentino Rossi Anfang der Saison 2012 die Motivation verlor, kämpfte Hayden, auch wenn er meist weit vom Podium entfernt war.

In der vergangenen Saison stand Hayden erstmals in seiner MotoGP-Karriere nicht auf dem Podium - ein Symbol für die Negativentwicklung in Bologna. In der laufenden Saison ist der Weltmeister von 2006 so weit wie noch nie von den Top 3 entfernt. Lediglich drei Podestplätze erreichte Hayden seit 2009 mit Ducati. Der dreimalige Grand-Prix-Sieger kam mit der Desmosedici nie besser als auf Position drei ins Ziel.

"Die fünf Jahre hier waren toll, doch ich wünschte, dass ich mehr erreicht hätte. Ich betrachte diese Zeit nicht als großen Erfolg. Sollte sich nicht etwas ändern, dann waren diese Jahre nicht besonders positiv für mich", bedauert Hayden im Gespräch mit 'Crash.net'. In allen fünf Jahren war Hayden die klare Nummer zwei, auch wenn er seinen auf dem Papier überlegenen Kollegen zeitweise Paroli bieten konnte.

Doch bei der Entwicklung hörte Ducati nur selten auf das, was Hayden sagte. "Ich würde sagen, dass ich etwas Einfluss hatte, doch ich würde nicht behaupten, dass ich sehr viel Einfluss hatte." Es schien, als ob alles auf Stoner oder Rossi hörte. Entsprechend kritisch ist Haydens Meinung über die Arbeit von Rossis Crewchief: "Natürlich empfinde ich für Jeremy Burgess sehr viel Respekt. Er hatte viele Ideen bei Ducati. Doch wir hatten neben den Setup-Problemen viele weitere Probleme. Wir haben viele Setup-Ideen probiert, die nicht wirklich funktionierten."

"Das Motorrad muss ganz anders gefahren werden und ist auch für die Ingenieure ganz anders. Ich kann nicht sagen, dass Burgess etwas Magisches gefunden hat, das uns half", hält Hayden fest, der in seiner MotoGP-Zeit keine feste Crew hatte: "Während meiner Zeit bei Honda wurde meine Crew einmal gewechselt. Bei Ducati waren es mehr oder weniger die gleichen Leute. Vielleicht wurde ein Ingenieur gewechselt, doch die Mehrheit blieb zusammen."

Fotoquelle: Ducati

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