Noch ist offen, ob Marc Marquez für den Zwischenfall bestraft wird

MotoGP 2013

— 02.10.2013

Fall Marquez: Alonso begründet verspätete Anhörung

Javier Alonso nennt die Gründe für die Aufschiebung bis zum Malaysia-Rennen - Livio Suppo zeigt Verständnis für Marc Marquez und Dani Pedrosa

Der Aragon-Zwischenfall der beiden Honda-Werkspiloten hat für viele Diskussionen gesorgt. Der Verbremser von Marc Marquez und der damit verbundene Highsider von Dani Pedrosa hat in der Fahrerwertung zu einer Vorentscheidung geführt. Ob Marquez für das Manöver bestraft wird, entscheidet sich erst unmittelbar vor dem Rennwochenende in Malaysia. Bis dahin muss der WM-Leader bangen.

"Nach dem Rennen wussten wir, dass es ein technisches Problem gab und ein Kabelbruch der Grund für den Verlust der Traktionskontrolle bei Pedrosas war. Das führte zu seinem Ausfall. Deswegen entschieden wir uns, eine Untersuchung zu starten", erklärt Javier Alonso, der die Renndirektion vertritt, gegenüber 'MotoGP.com'. "Wir müssen eine gewisse Menge an Daten zusammentragen, weshalb wir uns dazu entschieden haben, die Anhörung bis zum Rennwochenende in Malaysia zu verschieben."

"Dani lebt in der Schweiz, Marc in Lleida und Mike Webb (IRTA; Anm. d. Red.) außerhalb von Spanien. Deswegen haben wir uns entschieden, die Anhörung in Malaysia vor dem Grand Prix durchzuführen", fügt Alonso hinzu. Der Spanier lässt offen, wie das Urteil ausfallen wird: "Es ist noch alles offen, er könnte bestraft werden oder auch nicht. Es muss geklärt werden, ob es hätte vermieden werden können - sowohl der Vorfall zwischen den beiden Fahrern als auch der Unfall an sich. Das sind zwei wichtige Aspekte."

HRC-Teamchef Livio Suppo hingegen bewertet den Zwischenfall nicht über. Gegenüber 'Motor Cycle News' schildert er seine Sicht der Dinge: "Dani hatte Pech, weil es eigentlich kein besonders aggressives Manöver von Marc war. Die Berührung war nur sehr gering, doch leider ging das Kabel kaputt. Das war Pech. Wir müssen verstehen, wie wir das in Zukunft vermeiden können. Ich denke, wir hätten es eine Million Mal wiederholen können und es wäre nie wieder aufgetreten."

"Doch ein Mal ist genug. Im Parc Ferme bemerkte Marc, dass er die Kupplung verdächtigt. Doch wenn man lediglich drückt, ist es schwer vorstellbar, das Kabel durchzutrennen", bemerkt Suppo, der Marquez in Schutz nimmt, in Zukunft aber zu etwas weniger aggressiven Manövern rät: "Einerseits ist es sein Stil, doch sicher muss er bedachter agieren. Es summiert sich, weil es nicht zum ersten Mal auftrat. Das muss er verstehen. Er muss etwas ändern."

"Sie haben unterschiedliche Fahrstile. Marc ist ein extremer Spätbremser und hat vermutlich später als Dani gebremst. Das kann im Rennsport passieren, doch es ist besser, wenn es nicht passiert", so Suppo. "Ich verstehe die Sichtweisen beider Fahrer. Es war ein kleiner Fehler. Dani war schnell genug, um zu gewinnen. Doch er hatte unglaublich viel Pech."

Fotoquelle: Repsol

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