Dicke Luft: Die beiden Honda-Werkspiloten werden sicher nicht mehr beste Freunde

MotoGP 2013

— 08.10.2013

Kommt Marquez dem Titel in Sepang einen Schritt näher?

Am Donnerstag treffen Marc Marquez und Teamkollege Dani Pedrosa bei der Anhörung des Aragon-Vorfalls aufeinander - Behält Marquez die Nerven?

Dass es im Honda-Werksteam früher oder später zu einem Konflikt zwischen Routinier Dani Pedrosa und Rookie Marc Marquez kommen würde, war spätestens klar, als der Neuling den Titelfavoriten beim Saisonauftakt in Katar hinter sich lassen konnte. Bei den darauffolgenden Rennen folgten zahlreiche Beinahe-Kollisionen. In Aragon explodierte die Stimmung im Team, als Marquez sich nach wenigen Runden verbremste und Pedrosas Motorrad beschädigte. Der Rest ist Geschichte.

Der erste MotoGP-Titel ist für Pedrosa in der laufenden Saison nur noch mit viel Glück zu erreichen. Der amtierende Vizeweltmeister liegt bei vier noch zu fahrenden Rennen bereits 59 Punkte hinter WM-Leader Marquez, der zuletzt in Aragon gewann, während Pedrosa durch die Folgen der Kollision per Highsider abflog. Dabei zog sich der gebrechliche Spanier einige Prellungen zu. Was in Aragon passierte, hat er nicht vergessen.

"Ich fühlte mich gut, als ich beim vergangenen Rennen an der Spitze fuhr. Ich möchte dieses Gefühl auch wieder in Sepang haben. Die Strecke hat von allem etwas: schnelle und langsame Kurven, harte Bremszonen und lange Geraden. Zudem erschweren die Wetterbedingungen die Arbeit. Physisch gesehen war es eine harte Woche. Ich konnte drei Tage nicht gehen, weil ich Schmerzen in meiner Hüfte hatte. Doch es wird mit jedem Tag besser", berichtet der langjährige Honda-Werkspilot. "Ich hoffe, dass ich am Wochenende topfit bin."

WM-Spitzenreiter Marquez muss zusammen mit Teamkollege Pedrosa am Donnerstag bei der Rennleitung vorsprechen. Zusammen mit Mike Webb von der IRTA wird der Vorfall von Aragon diskutiert. Marquez rechnet nicht mit einer Strafe, auch wenn sich die Stimmen gegen seinen Fahrstil im MotoGP-Paddock mittlerweile häufen. Abgesehen von der Anhörung kann der amtierende Moto2-Weltmeister gelassen ins Wochenende starten, hat er mit 39 Punkten einen mehr als komfortablen Vorsprung.

"Nun geht es nach Malaysia zum ersten Überseerennen. Ich bin bereit! Sepang ist ein Kurs, den ich mag. Es ist der Kurs, auf dem wir erstmals die Honda richtig testen konnten. Es wird also schön sein, dorthin zurückzukehren, das Gefühl zurückzufinden und zu sehen, was wir im Verlauf der Saison gelernt haben", schildert Marquez. "Ich weiß, dass es am Donnerstag eine Anhörung mit der Rennleitung geben wird, um den Aragon-Vorfall mit Dani zu besprechen. Wir können nicht viel ausrichten und müssen abwarten, was sie uns sagen."

Fotoquelle: Repsol

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