Marc Marquez steht zum vierten Mal in Folge auf der Pole-Position

MotoGP 2013

— 12.10.2013

Marquez fährt in Sepang auf die Pole-Position

Marc Marquez erobert im Qualifying von Sepang die Pole-Position der MotoGP - Rennwochenende von Stefan Bradl nach Knöchelbruch beendet

Marc Marquez zeigte im Qualifying für den Grand Prix von Malaysia in Sepang einmal mehr sein überragendes Talent. Der Honda-Werksfahrer brannte in der spannenden Zeitenjagd in den Schlussminuten eine Runde in 2:00,011 Minuten in den heißen Asphalt und sicherte sich die Pole-Position. Zum achten Mal steht Marquez in dieser Saison bereits auf dem besten Startplatz. Zudem war es seine vierte Pole in Serie. Startplatz zwei sicherte sich Valentino Rossi (Yamaha), der um 0,325 Sekunden langsamer war. Der Superstar startet zum dritten Mal in diesem Jahr aus Reihe eins. Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) wurde Dritter.

Erschwert wurden die Bedingungen, denn zwischen Q1 und Q2 ging ein kleiner Regenschauer nieder. Die Strecke war in Q2 dennoch trocken, nur einige Stellen und vor allem die Randsteine waren noch feucht. Marquez kümmerte das wenig und gab wie immer Vollgas. "Ich habe es genossen und war in jeder Kurve am Limit", so der WM-Führende. "Ich wusste, dass die schnellsten Zeiten am Ende gefahren werden, denn die Strecke wurde immer trockener." Mit dieser Runde stellte Marquez auch einen neuen Streckenrekord auf.

Obwohl sich Rossi um drei Zehntel geschlagen geben musste, war Platz zwei dennoch sein bestes Qualifying-Resultat in diesem Jahr. "Es war schwierig, da man die feuchten Stellen nicht sehen konnte. Ich wäre selbst um ein Haar gestürzt", meint der Routinier über die rutschigen Streckenverhältnisse. Mit seiner Yamaha ist der Italiener zufrieden: "Ich habe eine gute Abstimmung, konnte angreifen und habe viel Druck gemacht."

Crutchlow griff ebenfalls an und fuhr zum fünften Mal in dieser Saison in die erste Startreihe. "Das Team hat mir gesagt, dass Jorge fast gestürzt wäre und hat mir gesagt, dass ich mich von den Randsteinen fernhalten soll. Ich habe hier große Probleme mit meinem rechten Arm, der plötzlich wieder stark geschwollen ist", merkt der Brite eine Verletzung an, die von einem Trainingssturz in Silverstone stammt.

Weltmeister Jorge Lorenzo verfolgte seine gewohnte Qualifying-Taktik und ging als Erster auf die Strecke. Damit hatte der Yamaha-Pilot freie Fahrt, kam am Ende aber auch als Erster über die Ziellinie. Zunächst hatte Lorenzo auch die Pole-Position inne, doch die nachfolgenden Rossi, Crutchlow und Marquez waren in ihrer jeweiligen letzten Runde noch schneller. Lorenzo rutschte auf Startplatz vier ab. Der Rückstand auf seinen WM-Rivalen Marquez betrug 0,567 Sekunden.

Bradl: Knöchel gebrochen, Wochenende vorbei

Auch für Dani Pedrosa lief das Qualifying nicht nach Wunsch. Der Spanier hatte die Freien Trainings dominiert und galt als klarer Favorit für die Pole-Position, doch als es schließlich zählte, war von Pedrosa nicht viel zu sehen. Der zweite Honda-Werksfahrer war um knapp sieben Zehntelsekunden langsamer als Teamkollege Marquez. Damit kam er auf Platz fünf. Pedrosa war in seiner persönlich schnellsten Runde zudem deutlich langsamer als bei seiner Bestzeit am Freitag.

Die zweite Startreihe komplettierte Alvaro Bautista (Gresini-Honda) als Sechster. Rookie Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) führt auf Platz sieben die dritte Reihe an. Ducati-Werksfahrer Andrea Dovizioso zog Position acht an Land. Auf Marquez fehlten 1,6 Sekunden. Aleix Espargaro (Aspar) war einmal mehr der beste CRT-Vertreter und setzte sich als Neunter in Szene. Damit war er schneller als Andrea Iannone (Pramac-Ducati) und Nicky Hayden (Ducati). Der US-Amerikaner war der langsamste Fahrer in Q2. Es fehlten fast drei Sekunden auf die Spitze. Startplatz zwölf wäre für Stefan Bradl (LCR-Honda) reserviert.

Der Deutsche konnte nicht am Qualifying teilnehmen und befand sich während der Zeitenjagd im Medical Centre. Er hat sich den rechten Knöchel gebrochen. Im vierten Freien Training war der 23-Jährige beim Anbremsen der ersten Kurve über das Vorderrad weggerutscht. Bradl rutschte von der Strecke und blieb dabei in der Auslaufzone mit dem rechten Fuß im Kunstrasen hängen. Bradl hielt sich den Knöchel und konnte die Unfallstelle nicht aus eigener Kraft verlassen. Er wurde für das Rennen für nicht fit erklärt und wird am Sonntag nicht fahren können. Am Montag wird Bradl in Barcelona operiert.

Q1: Iannone & Espargaro kommen weiter

Im ersten Qualifying-Abschnitt traten alle CRT-Vertreter und das Pramac-Ducati-Duo an. Lange hielt Espargaro die Bestzeit, bis sich schließlich Iannone kontinuierlich steigerte und sich in 2:02,326 Minuten an die Spitze setzte. Iannone war damit um 0,306 Sekunden schneller als Espargaro. Die beiden zogen damit ins Q2 ein. Q1 fand noch im Trockenen statt. Pünktlich mit dem Fallen der Zielflagge öffnete eine Wolke über der Strecke seine Schleusen. Es schüttete kurz im Bereich der Boxenanlage.

Das kümmerte die weiteren CRT-Fahrer nicht, denn für sie war nach Q1 Feierabend. Colin Edwards (Forward) verpasste um zwei Zehntelsekunden den Einzug ins Q2. Der Routinier wurde Dritter und wird am Sonntag von Startplatz 13 die fünfte Startreihe anführen. Neben ihm wird sich sein Teamkollege Claudio Corti und Avintia-Pilot Hector Barbera aufstellen. Die Plätze 16 bis 18 in der sechsten Reihe gingen an Hiroshi Aoyama (Avintia), Yonny Hernandez (Pramac-Ducati) und Randy de Puniet (Aspar).

PBM-Pilot Michael Laverty führt auf Position 19 die siebte Reihe vor Danilo Petrucci (Ioda) und Luca Scassa (Cardion AB) an. Ganz hinten werden sich Bryan Staring (Gresini), Lukas Pesek (Ioda) und Damian Cudlin (PBM) aufstellen. Der Start zum Grand Prix findet am Sonntag um 10:00 MESZ statt. Da Bradl nicht starten kann, rücken die Fahrer ab Edwards um je eine Position nach vor.

Fotoquelle: Honda

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