Stefan Bradl muss nach seinem Knöchelbruch operiert werden und fällt aus

MotoGP 2013

— 12.10.2013

Knöchelbruch: Zwangspause für Bradl

Nach seinem Knöchelbruch von Sepang wird Stefan Bradl bereits am Montag operiert - Wie lange die Zwangspause des MotoGP-Piloten andauert, ist noch unklar

Am morgigen Sonntag muss Stefan Bradl zum ersten Mal seit seinem Aufstieg in die MotoGP im Jahr 2012 ein Rennen auslassen. Bei einem Sturz gegen Ende des vierten Freien Trainings brach sich der Zahlinger den Knöchel des rechten Fußes und kann daher nicht am Rennen teilnehmen. Die Fraktur soll schon am Montag in Barcelona operiert werden. Wie lange der 23-Jährige ausfallen wird, steht derzeit noch nicht fest. Eine Teilnahme an den Rennen in Australien und Japan, die schon in einer beziehungsweise zwei Wochen stattfinden, ist jedoch mehr als fraglich.

"Es tut mir leid, Jungs! Hatte viel Pech bei einem kleinen Sturz - ein Bruch im rechten Bein! Werde so schnell wie möglich zurück sein und euch auf dem Laufenden halten", schrieb Bradl in einer ersten Stellungnahme via 'Twitter'. Nachdem der Deutsche bisher in seiner MotoGP-Karriere von größeren Verletzungen verschont geblieben war, erwischte es ihn heute vier Minuten vor Ende des vierten Freien Trainings.

Beim Anbremsen der ersten Kurve rutschte das Vorderrad von Bradls LCR-Honda weg. An sich ein harmloser Sturz, doch dann kam es zu einer Verkettung unglücklicher Umstände. Bradls Motorrad schlitzte den Rasenteppich auf, der in der Auslaufzone der Strecke verlegt ist. Genau an diesem Riss blieb Bradl mit dem rechten Fuß hängen. Der Deutsche fasste sich gleich an den Knöchel und konnte nicht aus eigener Kraft aufstehen. Per Trage und Krankenwagen wurde er ins Mecial-Center an der Strecke gebracht, wo der Bruch des Knöchels diagnostiziert wurde.

Eine Untersuchung im Krankenhaus bestätigte den Bruch des rechten Außenknöchels. "lateral malleolus rechts wird am Montag mit zwei Schrauben operiert!", schrieb 'Sport1'-Experte Alex Hofmann bei 'Twitter'. Ein Start von Bradl beim Großen Preis von Australien in Phillip Island am kommenden Wochenende scheint damit nahezu ausgeschlossen. Dort beginnt das Training bereits am frühen Freitagmorgen deutscher Zeit. Hofmann rechnet mit einem Comeback Bradls frühestens beim Rennen in Motegi (25. bis 27. Oktober).

Nach dem Bekanntwerden der Verletzung von Bradl schossen gleich die Spekulationen ins Kraut, wer den Deutschen in Australien möglicherweise vertreten könnte. Dabei fiel spontan vor allem ein Name: Casey Stoner. Der Australier, der am Ende der vergangenen Saison seinen Rücktritt aus der MotoGP verkündet hatte, war erst kürzlich wieder als Testfahrer für Honda im Einsatz und ist daher mit der RC213V vertraut.

Ein Renn-Comeback des zweimaligen Weltmeisters wäre vor allem für die Organisatoren in Australien ein echter Coup, der das Zuschauerinteresse massiv steigern dürfte. Außerdem hätte Stoner somit die Gelegenheit, seine beeindruckende Siegesserie in Phillip Island auszubauen. Von 2007 bis 2012 siegte Stoner dort sechs Mal in Folge. Zudem wäre es für den 27-Jährigen eine Rückkehr zu seinen Anfängen, denn für LCR hatte Stoner im Jahr 2006 seine erste MotoGP-Saison bestritten.

Fotoquelle: Honda

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