Der Sturz von Stefan Bradl sorgte für Diskussionen unter den Fahrern

MotoGP 2013

— 12.10.2013

Rasenteppich in Sepang ein Sicherheitsrisiko?

Nach dem Sturz von Stefan Bradl fordert Valentino Rossi die Entfernung des Rasenteppichs - Comeback-Spekulationen um Casey Stoner faszinieren die Top 3

Das große Thema im Fahrerlager der MotoGP war heute der Sturz von Stefan Bradl im vierten Freien Training. Der Deutsche war dabei in Kurve eins mit dem Fuß am aufgeschlitzten Rasenteppich in der Auslaufzone hängen geblieben und hatte sich dabei den Außenknöchel des rechten Fußes gebrochen. Bradl wird noch heute in Kuala Lumpur operiert. Nach dem ungewöhnlichen Sturz geriet der "Übeltäter" Rasenteppich ins Visier der Piloten.

"Darüber müssen wir bei den nächsten Sitzung der Sicherheits-Kommission sprechen", meint WM-Spitzenreiter Marc Marquez. "Das war sehr unglücklich für Stefan." Der Spanier ist jedoch der Ansicht, dass der Kunstrasen als Abgrenzung zwischen Rennstrecke und asphaltierter Auslaufzone seine Daseinsberechtigung hat. "Ich glaube, dass wir ihn in dieser Kurve brauchen. Wenn dort nur Asphalt ist, läuft es wie in Misano und alle fahren geradeaus."

"Irgendwo muss die Strecke aufhören, sonst wird zu sehr abgekürzt und es wird zu gefährlich", findet auch Valentino Rossi. Der Italiener ist jedoch der Meinung, dass der Teppich an dieser Stelle der Strecke diese Funktion nicht erfüllt und forderte daher ein umgehendes Handeln. "Dort ist der Teppich nutzlos. An dieser Stelle sollte er bis morgen entfernt werden", so Rossi. Und auch Marquez fragt sich, "ob es am Eingang oder in der Mitte der Kurve im Falle eine Sturzes sicher genug ist."

Einigkeit herrschte bei den Top 3 des Qualifyings über die Frage, ob Q2 trotz der Regenschauers, der in den Kurven sechs und sieben für eine nasse Fahrbahn gesorgt hatte, hätte gestartet werden dürfen. "Es war die richtige Entscheidung. Das ist Rennsport. Wenn es an einigen Stellen nass ich, muss man damit zurechtkommen", sagt Marquez. "Wir sind schon oft bei schlechteren Bedingungen gefahren als heute", wirft Rossi ein, während Cal Crutchlow zu bedenken gibt: "Wenn sie abwarten, könnte es bei zwei anderen Kurven regnen. Dann sind die Bedingungen noch schlechter. Was soll man machen, wenn die Start-Zielgerade trocken, aber der Rest der Strecke nass ist?"

Nachdem ein Start von Bradl beim Rennen in Australien derzeit in Folge der Verletzung unwahrscheinlich ist, stellt sich die Frage, wer die LCR-Honda des Zahlingers in Phillip Island fahren könnte. Spontan fiel der Name des früheren MotoGP-Stars und derzeitigen Honda-Tesfahrers Casey Stoner. Der Gedanke an ein Kurz-Comeback des zweimaligen Weltmeisters fasziniert die Piloten.

"Für mich wäre das interessant, denn es wäre ein weiterer Weltmeister. Es wäre toll, gegen ihn zu fahren", sagt Marquez, während Rossi leicht besorgt klingt. "Ich müsste am nächsten Wochenende in wirklich guter Form sein, wenn Stoner kommen würde." Crutchlow sagt: "Ich würde gerne ja sagen, aber ich sage nein. Denn vielleicht würde ich dann einen Platz zurückfallen."

"Es wäre ein gute Sache, wenn er fahren würde, es tut mir aber vor allem für Stefan leid. Das war ein wirklich unglücklicher Unfall. Falls Casey kommen sollte, wäre er sicherlich sehr schnell", meint Crutchlow. Allerdings machte Honda-Teamchef Livio Suppo den Träumen von einem Stoner-Comeback bereits ein Ende: "Es besteht keine Chance, dass Casey Stoner nächste Woche am Australien-Grand-Prix teilnimmt", ließ er verlauten.

Fotoquelle: FGlaenzel

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Sepang Valentino Rossi

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