Titelverteidiger Jorge Lorenzo peilt seinen ersten MotoGP-Sieg in Phillip Island an

MotoGP 2013

— 16.10.2013

Yamaha: Kann Lorenzo seine minimale WM-Chance wahren?

Nach der Niederlage in Sepang kommt der Weltmeister mit 43 Punkten Rückstand nach Australien - Teamkollege Valentino Rossi erwartet eine Steigerung

Durch die Niederlage im direkten Kampf gegen Marc Marquez in Sepang kam es in der Fahrerwertung zu einer Vorentscheidung. Bei nur noch drei zu fahrenden Rennen liegt der amtierende Weltmeister Jorge Lorenzo 43 Punkte hinter dem MotoGP-Rookie und kann seinen Titel deshalb nicht mehr aus eigener Kraft verteidigen. Zudem konnte Lorenzo noch kein MotoGP-Rennen auf Phillip Island gewinnen. Ändert sich das in diesem Jahr?

"Ich bin immer noch ein bisschen enttäuscht nach dem Malaysia-Rennen, weil ich mir ein besseres Ergebnis erhoffte", gesteht Lorenzo ernüchtert. "In der Meisterschaft ist es bei nur noch drei auszutragenden Rennen schwierig. Doch wir haben zumindest gekämpft und uns bemüht, um zu gewinnen. Phillip Island ist eine schöne Strecke, die ich sehr mag. Im Vorjahr gewann ich hier meinen zweiten MotoGP-Titel. Es war ein fantastisches Gefühl."

"Hoffentlich ist dieses Mal das Wetter nicht so schlecht, damit wir ein bisschen Spaß haben können", bemerkt der Yamaha-Werkspilot, der 2006 und 2007 das 250er-Rennen in Australien gewinnen konnte. "Ich würde gerne bis zum Ende der Saison in Valencia so viele Rennen wie möglich gewinnen. Das ist unser größtes Ziel." Auch wenn die WM wohl nicht mehr greifbar sein wird, kann sich Lorenzo nicht zurücklehnen. Sepang-Sieger Dani Pedrosa liegt nur noch elf Punkte hinter Lorenzo.

Kann Rossi Schützenhilfe leisten?

"Wir möchten auch gegen Dani um den zweiten Platz in der Meisterschaft kämpfen, wenn wir den Titel schon nicht mehr gewinnen können, was momentan etwas schwierig sein dürfte. Ich denke, dass der Kurs uns besser liegt als Aragon oder Malaysia. Ich freu mich, in Australien in guter Verfassung zu fahren", berichtet Yamaha-Werkspilot Lorenzo. Vielleicht erhält der Spanier in Australien Schützenhilfe von Teamkollege Valentino Rossi.

Der neunmalige Weltmeister gewann sieben Rennen auf Phillip Island. Der bisher letzte Sieg liegt aber bereits weit zurück: In der Saison 2005 war Rossi zum bisher letzten Mal der Sieger des Grand Prix von Australien. "Ich mag den Kurs auf Phillip Island sehr. Es macht sehr viel Spaß, dort zu fahren", schildert der "Doktor". "Der Kurs unterscheidet sich stark von dem in Sepang."

"Ich denke, dass er uns besser liegt. Wir verbessern uns mit jedem Rennen. Ich bin gespannt, wie es in Australien läuft. Ich lieferte dort gute Rennen ab und gewann oft. Mein Ziel ist unverändert: Ich möchte mit Jorge, Dani und Marc kämpfen. Wir werden versuchen, bei den ausstehenden Rennen unser Bestes zu geben. Wir sind bereit!", so der MotoGP-Routinier, der als WM-Vierter nach Australien kommt.

Zeelenberg erwartet starke Yamaha-Performance

Teammanager Wilco Zeelenberg hofft, dass Lorenzo auf Phillip Island endlich seinen ersten Sieg feiern kann, nachdem Seriensieger Casey Stoner die Serie verlassen hat: "Phillip Island ist eine von Jorges Lieblingsstrecken. Er zeigte in der Vergangenheit tolle Rennen, als Casey Stoner der einzige Fahrer war, der stärker als Jorge sein konnte. Hoffentlich können wir in diesem Jahr etwas mehr erreichen."

"Ich denke, dass Jorge hier stärker sein kann bei den niedrigeren Temperaturen und auf einer Strecke, auf der es sehr wichtig ist, eine gute Balance beim Motorrad zu haben, besonders in den schnellen Kurven", bemerkt Zeelenberg. Teamdirektor Massimo Meregalli ist froh, nach dem enttäuschenden Rennsonntag in Malaysia nicht allzu lange auf das nächste Rennen warten zu müssen.

"Glücklicherweise folgt Phillip Island direkt auf das Rennen in Malaysia, wo wir mehr Probleme hatten als erwartet", erklärt Meregalli, der große Hoffnungen hat für das Rennwochenende in Australien: "Wir hatten gute Erinnerungen und Ergebnisse hier. Es ist von der Charakteristik her ein Kurs, der unserem Motorrad gut liegt. Deswegen erwarten wir gute Ergebnisse. Im Vorjahr gewannen wir hier den WM-Titel. Diese Erinnerung steigert die Motivation. Wir sind bereit, unser Bestes zu geben, um die Saison bestmöglich zu beenden. Die Fahrer sind motiviert und die jeweiligen Crews auch."

Fotoquelle: FGlaenzel

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