Routinearbeit: Dani Pedrosas Crew hat sehr viel Erfahrung in der MotoGP

MotoGP 2013

— 16.10.2013

Pedrosas Crew: Erinnerungen und Marotten

Das Team um Renningenieur Mike Leitner blickt auf besondere Momente zurück und analysiert die Stärken des langjährigen Honda-Werkspiloten

Honda-Werkspilot Dani Pedrosa fährt in diesem Jahr seine achte Saison in der MotoGP. Bisher verpasste der introvertierte Spanier sein großes Ziel - den WM-Titel in der MotoGP. Doch obwohl Pedrosa, der in den Zweitaktklassen drei WM-Titel holen konnte, bisher nicht die MotoGP-Krone einfahren konnte, gewann er in jeder Saison mehr als ein Rennen. Zusammen mit seiner langjährigen Crew darf Pedrosa nie unterschätzt werden, wie sich beim vergangenen Rennen in Sepang wieder zeigte.

Renningenieur Mike Leitner kennt seinen Schützling gut. Seit zehn Jahren arbeitet Leitner an der Seite von Pedrosa. "Als ich die Arbeit mit ihm begann, war er ein Junge. Doch jetzt ist er ein Mann, der seine eigenen Entscheidungen trifft. Dani ist sehr präzise und weiß immer, was er braucht", bemerkt Leitner. Und auch Mechaniker Emmanuelle Buchner kennt Pedrosa sehr gut: "Als Fahrer gehört er zu den Stärksten. Manchmal muss er mit dem Motorrad kämpfen, weil er nicht so groß wie die anderen Fahrer ist. Doch er findet immer einen Weg, diese Schwierigkeit zu meistern."

Verletzungen prägten die Karriere des Honda-Werkspiloten. Elektronik-Ingenieur Jose Manuel Allende erinnert sich an die Pedrosas Debütsaison in der MotoGP: "Wir waren in Sepang. Dani stürzte und beschädigte sich sein Knie. Nach einem Test im Warmup schien das Wochenende vorbei zu sein, doch er nahm am Rennen teil und fuhr aufs Podium. Das war beeindruckend", blickt Allende begeistert zurück.

Chef-Mechaniker Christophe Leonce ist besonders von der Genauigkeit der Aussagen begeistert. Pedrosas Stärke sei "seine Entschlossenheit, das Motorrad für das Rennen vorzubereiten. Er hat eine besondere Sichtweise", lobt Leonce. "Er spürt etwas beim Motorrad und erklärt es uns in der Garage. Wir sehen uns dann die Daten an und sehen genau das, was er uns gesagt hat." Renningenieur Leitner fügt hinzu: "Seine Stärke ist, dass er unsichtbar ist, wenn er richtig fokussiert und entschlossen ist."

"Das konnten wir im vergangenen Jahr beim Rennen in Valencia sehen. Auch wenn Dani aus der Boxengasse startete, hatte er nur den Sieg im Kopf und holte ihn auch. Das zeigte sein Potenzial", berichtet Leitner. "Doch das ist etwas, das einem nicht jeden Tag gelingt." Chef-Mechaniker Leonce ist in der Box derjenige, der den Helm und die Handschuhe bereitlegt. Diese müssen immer an der gleichen Stelle liegen. Das ist Ritual.

Doch das ist nicht der einzige Brauch im Team. "Ich bin derjenige, der das Motorrad an macht und aus der Box schiebt", erklärt Leonce. "Ich gebe Dani immer einen Klaps auf den äußeren Oberschenkel, um ihm Glück zu wünschen." Und auch Elektronik-Ingenieur Allende hat ein Ritual: "Ich habe die Angewohnheit, ein Abreißvisier abzuziehen. Das machen wir jedes Mal."

Fotoquelle: Repsol

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