Marc Marquez genießt bei seiner Boxen-Crew hohes Ansehen

MotoGP 2013

— 16.10.2013

Honda: Marquez ist wie ein Schwamm

Die Boxen-Crew von Marc Marquez lobt die schnelle Auffassungsgabe des 20-Jährigen und ist froh, dass der Spanier nicht abergläubisch ist

Rookie Marc Marquez steht vor seinem ersten Titel in der MotoGP und kommt mit dem komfortablen Vorsprung von 43 Zählern zu den drei ausstehenden Rennen in Australien, Japan und Spanien. Obwohl sich der amtierende Moto2-Weltmeister durch den Wechsel in die MotoGP bis auf wenige Ausnahmen an neue Gegebenheiten gewöhnen musste, war er meist schon an den Freitagen bei der Musik dabei. Die Auffassungsgabe des Ausnahmetalents ist enorm.

"Er ist eine tolle Person. Er ist immer gut drauf und versucht, auf die positiven Dinge zu sehen. Als Fahrer arbeitet er hart, genießt das Fahren und versucht immer, zu lernen. Er hat die unglaubliche Fähigkeit, alle Änderungen am Motorrad oder an seinem Fahrstil perfekt umzusetzen", urteilt Renningenieur Santi Hernandez, der seit der Saison 2011 mit Marquez arbeitet.

Elektronik-Ingenieur Carlo Luzzi ist ebenfalls beeindruckt: "Er ist wie ein Schwamm. Er nimmt alles sehr schnell auf, besonders wenn es um die Elektronik geht", bemerkt Luzzi. "Das ist etwas, mit dem er vorher nie zu tun hatte. Ein MotoGP-Motorrad hat viele Knöpfe und es ist sehr komplex, alle zu kontrollieren. Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich in die Box kam und ihm ein Stück Papier zeigte, auf dem die Funktionen der Knöpfe erklärt wurden. Am nächsten Tag kam er zu mir und meinte: 'Frag mich ab!' Er kannte alle auswendig."

"Einige Fahrer benötigen ein Jahr, um das im Griff zu haben. Er war in der Lage, sich alles an einem einzigen Tag einzuprägen", staunt der Elektronik-Ingenieur. Techniker Carlos Linan kennt Marquez seit dessen Moto2-Zeit. "Alle Fahrer sind schnell und sich sehr ähnlich. Doch er unterscheidet sich vom Rest in der Herangehensweise bei den Rennen und Trainings. Es sticht heraus, wie er auf dem Motorrad denkt", analysiert Linan. "Das ist das Schwierigste, denke ich."

Linan ist froh - Stichwort Rituale -, einen unkomplizierten Fahrer zu betreuen: "Eher als Rituale oder Aberglaube gibt es bei uns Gewohnheiten. Marc steigt immer von der linken Seite aufs Motorrad. Ich arbeitete mit einem japanischen Fahrer zusammen, der immer Salz streute, bevor er aufs Motorrad stieg. Er musste vorsichtig sein, das Salz nicht ins Motorrad zu schütten", berichtet der Techniker. "Andere Fahrer sind eigenwillig, wenn es um die Bedienelemente geht, doch Marc ist das Gegenteil."

"Er bestätigte, was ich bereits dachte: All diese Sachen sind Aberglaube. Man wird nicht schneller, wenn man den Hebel einen Millimeter höher macht", bemerkt Linan. Mechaniker Bruno Leone ist sich sicher, dass Marquez die Zukunft gehört: "Er ist jung und hat noch viel Zeit vor sich. Er ist jetzt ein beeindruckender Fahrer, der noch keine Erfahrung hat, aber sehr schnell ist", erklärt er.

Fotoquelle: Honda

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