Im MotoGP-Rennen von Australien kommt der weiche Hinterreifen nicht zum Einsatz

MotoGP 2013

— 18.10.2013

Bridgestone schreibt harten Hinterreifen in Rennen vor

Der neue Asphalt auf Phillip Island lässt Bridgestone die Notbremse ziehen: Im Rennen der MotoGP müssen alle Fahrer den härteren Hinterreifen verwenden

Im Rennen der MotoGP zum Großen Preis von Australien auf Phillip Isalnd müssen alle Fahrer mit dem härteren Hinterradreifen fahren. Zu dieser ungewöhnlichen Maßnahme entschied sich Reifenlieferant Bridgestone nach einer Auswertung der Daten aus den ersten beiden Freien Trainings. Unsere Analysen haben gezeigt, dass die Oberfläche die Reifen stärker belastet", sagt Shinji Aoki, Leiter der Entwicklungsabteilung von Bridgestone. "Wir haben daher die Fahrer angewiesen, im Rennen den härteren Hinterrad-Slick zu verwenden." Im Freien Training und Qualifying ist die Reifenwahl frei.

In diesem Jahr präsentiert sich der Kurs von Phillip Island in runderneuertem Zustand, denn das Asphaltband auf der 4,448 Kilometer langen Strecke wurde vor Rennen komplett erneuert. Bei den Fahrern sorgte diese Maßnahme für Begeisterung. Unisono wurde nach dem ersten Trainingstag die deutlich glattere Oberfläche gelobt. Sorgenfalten sah man hingegen in den Gesichtern der Verantwortlichen von Reifenlieferant Bridgestone.

Die Ingenieure der Japaner blickten dem ersten Trainingstag erwartungsvoll entgegen, denn aufgrund fehlender Vergleichsdaten mussten sie bei der Reifenauswahl für Phillip Island ein wenig im Nebel stochern. "Das erste Freie Training am Vormittag war für uns die erste Möglichkeit, die Auswirkungen der neuen Oberfläche auf die Leistung der Reifen zu untersuchen", so Aoki. Beim Vorderreifen haben die Fahrer die Wahl zwischen den Mischungen weich und extra-weich, als Hinterreifen liefert Bridgestone die Mischungen weich/medium (CRT) beziehungsweise medium/hart (Prototypen) in der asymmetrischen Ausführung.

Nach Auswertung der Daten aus den ersten beiden Freien Trainings kamen die Bridgestone-Ingenieure zum dem Ergebnis, dass die weichere Mischung der Hinterreifen im Rennen über 27 Runden an die Grenze der Belastbarkeit gerät, zumal am Sonntag höhere Temperaturen erwartet werden. Aus Sicherheitsgründen schränkte der Hersteller daher die sonst freie Reifenwahl ein und schreibt die jeweils härtere Mischung vor. Diese wurde im heutigen Training zwar nur von einem Fahrer gefahren, "doch das Feedback zeigt, dass er eine gute und konstante Leistung bietet", so Aoki.

Phillip Island gilt wegen seiner vielen schnellen Kurven als härteste Strecke für die Reifen. Vor allem die Zielkurve beansprucht die Pneus extrem und sorgt für die höchsten Reifentemepraturen während der gesamten Saison.

Fotoquelle: Tech 3

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