Jorge Lorenzo fuhr auf Phillip Island auf die Pole-Position der MotoGP

MotoGP 2013

— 19.10.2013

Lorenzo: "Das war eine meiner besten Runden"

Jorge Lorenzo freut sich über seine Pole-Position, blickt aber mit Sorge auf das morgige "Flag-to-flag"-Rennen - Boxenausfahrt zu gefährlich

Im Qualifying der MotoGP zum Großen Preis von Australien auf Phillip Island konnten die Piloten die Diskussion um die Reifen für 15 Minuten lang ausblenden und mit den weichen Reifen auf die Zeitenjagd gehen. Den größten Erfolg hatte dabei Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo, der sich mit neuem Qualifying-Rekord von 1:27,899 Sekunden die Pole-Position für das 16. Saisonrennen sicherte. "Ich bin eine sehr gute Rundenzeit gefahren, vor allem in der zweiten Runde. Beim ersten Versuch habe ich alles probiert, aber die Rundenzeit kam erst in der zweiten Runde", so Lorenzo.

"Mit Blick auf den Hinterreifen wäre es besser gewesen, den Grip in der ersten Runde auszunutzen", meint der Spanier, doch auch im zweiten Anlauf gelang ihm als bisher einzigem Piloten eine Rundenzeit von unter 1:28 Minuten. "Das war eine meine bester Runden, aber das Qualifying ist eine Sache, das Rennen eine andere", sagt Lorenzo.

Damit kommt der Spanier auf das Hauptthema dieses Wochenende zu sprechen: Die Hinterreifen, die durch den neuen Asphalt des Kurses von Phillip Island überlastet werden. Deshalb hatte Einheitslieferant Bridgestone die Fahrer schon am Freitag angewiesen, im Rennen die harte Reifenmischung zu verwenden. Diese probierte Lorenzo im Vormittagstraining erstmals aus. "Als wir den Medium-Reifen ausprobieren sollten, war ich besorgt, denn normalerweise ist der härtere Reifen für uns immer ein Problem. Beim Beschleunigen dreht dann das Rad stärker durch."

Doch der Spanier zeigte sich nach den ersten Runden positiv überrascht. "Es gab keinen großen Unterschied zum weichen Reifen. Wir waren dann sehr neugierig, den extra-harten Reifen auszuprobieren, aber letztendlich war er der Unterschied ähnlich wie der zwischen dem Medium und dem weichen." Mittlerweile steht fest, dass Bridgestone auch bei der Verwendung des extra-harten Hinterreifens die Sicherheit über die Renndistanz von 28 Runden nicht garantieren kann.

Daher kommt es morgen im Rennen zu einem Novum: Erstmals wird ein Rennen im Trockenen als sogenanntes "Flag-to-flag"-Rennen ausgetragen, bei dem die Fahrer spätestens nach 14 Runden an die Box fahren müssen, um auf das zweite Motorrad mit frischen Reifen zu wechseln. Für Lorenzo, der während der Pressekonferenz noch nichts von dieser Entscheidung wusste, ist das keine Ideallösung: "Meiner Meinung nach wären zwei Rennen die beste Option, denn die Boxenausfahrt ist recht gefährlich", gibt der amtierende Weltmeister zu bedenken.

"Wir fahren dort sehr schnell auf die erste Kurve zu. Dadurch könnte es möglicherweise zu einer Kollision zwischen einem Fahrer, der aus der Box fährt und einem anderen, der auf der Strecke fährt kommen", mal der Spanier ein mögliches Szenario aus. "Ein "flag-to-flag"-Rennen wäre auch aus einem anderen Grund noch gefährlich, denn man müsste mit völlig neuen Reifen auf die Strecke gehen und kann dann schwer stürzen."

Grundsätzlich hält der Yamaha-Pilot das Einschreiten der Rennleitung aber für gerechtfertigt. "Wir betreiben einen gefährlichen Sport, aber wenn wir das Risiko verringern können, sollten wir es tun, vor allem auf einer so schnellen Strecke." Seiner Ansicht nach hätten die jetzt aufgetauchten Probleme allerdings durch einen Test im Vorfeld verhindert werden können: "Es wäre besser gewesen, wenn einige Fahrer vorher hier getestet hätten", sagt Lorenzo.

Fotoquelle: FGlaenzel

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