Valentino Rossi startet auch auf Phillip Island aus der ersten Reihe

MotoGP 2013

— 19.10.2013

Rossi: "Leider war der extra-harte Reifen nicht die Antwort"

Valentino Rossi bedauert die Reifenproblem auf Phillip Island, blickt nach Platz drei aber auf ein gelungenes Qualifying zurück

Der Aufwärtstrend von Valentino Rossi in der MotoGP setzt sich auch beim Großen Preis von Australien auf Phillip Island fort. Im Qualifying gelang dem 34-Jährigen mit der drittschnellsten Zeit zum zweiten Mal innerhalb von sieben Tagen der Sprung in die erste Startreihe. Der Yamaha-Pilot musste heute nur seinem Teamkollegen Jorge Lorenzo und WM-Spitzenreiter Marc Marquez den Vortritt lassen.

"Ich bin glücklich, denn ich werde zum zweiten Mal in Folge aus der ersten Reihe starten. Wir haben gut mit dem Motorrad gearbeitet", freut sich Rossi. Lediglich mit dem Rückstand von 0,748 Sekunden auf Teamkollege Lorenzo war der Italiener nicht ganz zufrieden. "Ich hatte auf eine bessere Rundenzeit gehofft, um näher bei Jorge und Marc zu sein." Im Rennen rechnet der neunmalige Weltmeister mit einem harten Kampf um das Podium. "Morgen wird es schwierig. Pedrosa ist immer stark, aber auch Bautista und Crutchlow sind schnell", so Rossi. "Ich muss gut in Form sein, wenn ich um das Podium kämpfen möchte."

Morgen erwartet die MotoGP-Piloten allerdings ein bisher einmaliges Rennen. Erstmals wird ein Rennen im Trockenen als sogenanntes "Flag-to-flag"-Rennen ausgetragen, bei dem die Fahrer spätestens nach 14 Runden an die Box fahren müssen, um auf das zweite Motorrad mit frischen Reifen zu wechseln. Grund dafür ist der neue Asphaltbelag der Strecke von Phillip Island. Dadurch werden die Hinterreifen deutlich stärker als erwartet belastet, sodass Reifenlieferant Bridgestone bei einer geplanten Renndistanz von 28 Runden nicht für die Sicherheit garantieren kann.

Bei der Pressekonferenz stand diese Entscheidung noch nicht fest, doch Rossi wird damit leben können. "Aus Sicherheitsgründen wäre ein halbes Rennen das beste, aber auch die anderen Möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile", sagt der Italiener. Rossi beschreibt, wie es zu dieser ungewöhnliche Situation kommen konnte: "Diese Strecke ist sehr speziell. Durch die neue Oberfläche wird der Hinterreifen zu heiß. Gestern hieß es, dass wir alle den harten Reifen verwenden müssen, was alle Fahrer besorgt hat, weil wir mit dem harten Reifen für gewöhnlich immer Probleme haben."

"Heute morgen war es mit dem harten Reifen aber gut, doch letztendlich war der harte Reifen nicht gut genug, um die Probleme zu lösen. Wir haben dann den extra-harten Reifen ausprobiert. Das Gefühl auf dem Motorrad war nicht so schlecht, denn die Oberfläche bietet guten Grip. Aber leider war der extra-harte Reifen nicht die Antwort, nach einigen Runden hatten wir die selben Probleme", so Rossi. "Es ist schade, denn es macht viel Spaß hier zu fahren. Selbst mit dem harten Reifen ist die Strecke fantastisch. Der Asphalt ist großartige, es gibt keine Bodenwellen und man kann zu 100 Prozent pushen."

Auf die Frage, im Vorfeld ein Test auf dem neuen Streckenbelag sinnvoll gewesen wäre, antwortet Rossi. "Das wäre eine gute Idee, um solche Probleme zu vermeiden." Allerdings gibt er zu, dass alle Beteiligten von der Entwicklung überrascht wurde. "Wir haben mit Bridgestone gesprochen, und keiner hat einen großen Unterschied erwartet. Wir hatten mit besserem Grip gerechnet und die Nutzung des harten Reifens in Erwägung gezogen, aber durch die hohe Motorleistung und das Gewicht der MotoGP-Motorräder wird der Hinterreifen stärker belastet als erwartet", sagt Rossi.

Fotoquelle: Yamaha

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