Valentino Rossi hielt Alvaro Bautista und Cal Crutchlow in Schach

MotoGP 2013

— 20.10.2013

Rossi: Viel Spaß bei "sehr speziellem Rennen"

Valentino Rossi findet Gefallen am zweigeteilten Rennen auf Phillip Island und wird nach hartem Kampf mit Cal Crutchlow Dritter

Seit dem Jahr 2000 fährt Valentino Rossi in der größten Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft, doch ein Rennen wie heute beim Großen Preis von Australien auf Phillip Island hat auch der neunmalige Weltmeister noch nicht erlebt. Aufgrund von Sicherheitsbedenken des Reifenlieferanten Bridgestone, dessen Pneus vom neuen Asphalt der Strecke überfordert wurden, war im auf 19 runden verkürzten Rennen ein Pflichtboxenstopp mit Motorradwechsel vorgeschrieben. Doch der Routinier kam damit gut zurecht und fuhr als Dritter zum sechsten Mal in dieser Saison auf das Podium.

"Es war ein sehr spezielles Rennen, das mir ehrlich gesagt gut gefallen hat. Es war vielleicht etwas einfacher, denn man konnte das Rennen in zwei Hälften aufteilen", findet Rossi. "Wir haben in der Box einen guten Job gemacht, ich glaube das ist mein erstes Podium bei einem 'Flag-to-flag'-Rennen", freut sich der Italiener, der hinter Rennsieger Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa ins Ziel kam.

Zu Beginn des Rennens kam Rossi aber nur langsam in Schwung und hatte mit seiner Yamaha zu kämpfen. "Auf dem ersten Motorrad hatte ich große Probleme mit dem Hinterrad. In der letzten Kurve wäre ich fast gestürzt und habe dabei zwei Positionen an Cal (Crutchlow) und Alvaro Bautista verloren." Daher kam dem Italiener der Boxenstopp gerade recht, bei dem er mit einem schnellen Wechsel entscheidende Sekunden gutmachte.

"Beim Wechsel des Motorrads konnte ich beide wieder überholen", sagt Rossi. Allerdings ging kam der Italiener eine Runde später als geplant an die Box: "Vor dem Rennen hatten wir entschieden, in der erstmöglichen Runden reinzukommen. Das hat aber meiner Meinung nach keinen großen Unterschied ausgemacht, wir wollten nur die Konfusion vermeiden, gemeinsam mit Jorge in die Box zu fahren. Daher sollte ich in der ersten Runde stoppen."

Doch dann zeigte sich, dass auch ein neunmaliger Weltmeister nicht vor Fehlern gefeit ist. "In dieser Runde kämpfte ich aber mit Bautista und habe die Boxentafel übersehen. Als ich dann aus Kurve elf heraus beschleunigte und sah, dass Bautista in die Box fuhr, fiel es mir wieder ein. Ich habe dann in der nächsten Runden gestoppt", so Rossi. Mit dem zweiten Motorrad kamen Vertrauen, Tempo und Freude am Fahren zurück. "Der zweite Teil des Rennens hat mehr Spaß gemacht, denn dort war ich stärker. In den letzten Runden war es ein großer Kampf mit Cal."

In der Schlussphase öffnete dann zu allem Überfluss auch noch der Himmel seine Schleusen, was für zusätzliche Aufregung sorgte. "In der letzten Runde begann es dann auch noch zu regnen. Ich hatte viele Mücken auf dem Visier und konnte daher nicht erkennen, wie stark es regnet. Ich habe alles gegeben, um aufs Podium zu kommen, und es war okay", so Rossi. "Ich freue mich, hier auf Phillip Island wieder auf dem Podium zu stehen, denn die Atmosphäre ist immer großartig."

Im Gegensatz zu Lorenzo und Pedrosa haben die Boxenstopps während des Rennens für Rossi einen gewissen Reiz. "Für mich persönlich wäre das eine Option, ein längeres Rennen mit einem oder zwei Stopps. Man hat weniger Zeit, aber es ist intensiver. Man kann vom Anfang bis zum Ende voll fahren. Beim Boxenstopp kann man kurz entspannen und anschließen muss man wieder 100 Prozent geben", meint der Italiener.

Fotoquelle: FGlaenzel

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