Aleix Espargaro hat sein Talent in die Auslage gestellt

MotoGP 2013

— 24.10.2013

Espargaro: "Eine perfekte Saison"

Aleix Espargaro war in den beiden vergangenen Jahren klar der beste CRT-Fahrer - Der Spanier zeigt sein Talent und blickt im Interview auf die Gründe seines Erfolges

Die CRT-Klasse gab es nur in den Jahren 2012 und 2013 und ein Fahrer stach in diesen beiden Jahren ganz besonders heraus: Aleix Espargaro. Der Spanier erhielt im Aspar-Team seine zweite MotoGP-Chance und nutzte sie glänzend. 2012 wurde der Spanier überraschend CRT-Champion und in dieser Saison dominierte er die unmittelbare Konkurrenz. Espargaro war in den bisherigen 16 Rennen bis auf drei Mal immer der beste CRT-Fahrer. Zudem konnte er oft die langsamsten Prototypen ärgern. Verdient verteidigte der 24-Jährige die CRT-Krone vorzeitig.

Frage: "Aleix, hast du dir vor dem Saisonstart gedacht, dass dein Durchmarsch zum CRT-Titel so eindeutig werden würde?"
Aleix Espargaro: "Ehrlich gesagt nicht. Seit dem Ende des Vorjahres zeigte unsere Kurve nach oben. 2012 startete ich etwas mit Rückstand, aber wir steigerten uns mit jedem Rennen und am Ende waren wir die Schnellsten. Wichtig war, dass wir wussten warum wir schneller wurden. Man kann sagen, dass wir eine solide Basis gebildet haben."

"Als Champion des Jahres 2012 bestand unser Ziel und unsere Verantwortung darin, dass wir weiterhin gewinnen und den CRT-Titel verteidigen müssen. Wir haben natürlich nicht erwartet, dass wir so komfortabel gewinnen würden. Abgesehen von meinem Fehler beim Start in Misano und dem Sturz in Laguna Seca habe ich bis Australien, wo Randy (de Puniet, sein Teamkollege; Anm. d. Red.) sehr schnell war, alle Rennen gewonnen. Ich bin sehr glücklich."

Frage: "Wie hältst du deine Motivation hoch, wenn du nur gegen dich selbst fährst?"
Espargaro: "Es war nicht einfach. Es gab in diesem Jahr Zeiten, da fühlte es sich an, dass ich ohne Ruder segle. Wir waren im Niemandsland. Ich konnte die Jungs vor mir nicht einholen und war gleichzeitig weit vor meinen Verfolgern. Ich versuchte es einfach zu genießen und Spaß zu haben. In den meisten Rennen hatte ich viel Spaß. Das hat mir geholfen mehr zu erreichen."

Frage: "Was ist das Geheimnis deines Erfolges?"
Espargaro: "Das Geheimnis liegt in vielen Dingen. Zunächst ist es definitiv das Team. Wir sind wie eine Familie geworden. Meine Mechaniker vertrauen mir sehr. Dieses Gefühl hatte ich als Grand-Prix-Fahrer bisher noch nie. Das war der wichtigste Faktor. Zudem bin ich zwei Jahre mit dem gleichen Motorrad gefahren. Es gab bei diesem Projekt Kontinuität. Wir haben das Motorrad auch von einer fantastischen Basis entwickelt."

Frage: "Welches Rennen hast du in diesem Jahr am meisten genossen?"
Espargaro: "Wenn ich das gesamte Rennwochenende betrachte, dann habe ich Holland und Deutschland genossen. Das beste Rennen war aber Assen, wo ich die gesamte Zeit mit Bautista gekämpft habe. Er hat selbst eine exzellente Saison. Ich war auch dicht hinter Bradl und lag vor einigen Prototypen. Es war ein sehr komplettes Wochenende."

Frage: "Und Laguna Seca würdest du am liebsten löschen?"
Espargaro: "Definitiv, denn ich stürzte und wusste nicht warum. In Misano war ich der schnellste CRT-Fahrer, aber mir unterlief beim Start ein Fehler. Trotzdem sind zwei kleine Fehler im Laufe einer Saison nicht viel."

Frage: "Hätte die Saison besser laufen können? Zum Beispiel mit einem Ergebnis in den Top 5 oder einem Rückstand von nur 30 Sekunden auf den Sieger?"
Espargaro: "Ich schätze schon. Alles ist möglich, wenn man dafür arbeitet, aber diese beiden Dinge wären sehr schwierig zu schaffen gewesen. Ich glaube, dass wir unser Material weit über dessen Limit ausgenutzt haben. Wir haben unser Maximum gegeben und eine perfekte Saison gehabt. Man muss aber realistisch sein und wissen, wann man das Limit erreicht hat. Persönlich glaube ich, dass wir alles geschafft haben, aber man hätte etwas immer noch besser machen können."

Frage: "Bei wem musst du dich für so eine dominante CRT-Saison bedanken?"
Espargaro: "Zunächst bei meinen Mechanikern, denn sie haben in den vergangenen beiden Jahren alles für mich gegeben. Sie haben mir geholfen, dass ich an mich glaube. Ich bin sehr glücklich mit ihnen zu arbeiten. Sie haben meine Arbeit geschätzt und ich habe ihre geschätzt. Von Beginn an haben wir uns gut verstanden."

"Natürlich muss ich mich auch bei Jorge (Martinez, Teamchef; Anm. d. Red.) und seiner Teamstruktur bedanken, denn ich stieß nach einer schwierigen Moto2-Saison zu ihnen. Meine Zukunft war damals ungewiss. Das CRT-Projekt kam langsamer in Schwung als gedacht, aber ich bekam in den ersten fünf Monaten, die am schwierigsten waren, volle Unterstützung. Ich kann mich nur beim gesamten Aspar-Team bedanken."

Frage: "Was ist die Stärke des Motorrades, weshalb es zum zweiten Mal in Folge das beste CRT-Bike war?"
Espargaro: "Wie bereits gesagt, die Teammitglieder und die Ingenieure von Aprilia haben auf mein Feedback gehört. Ab der Mitte des ersten Jahres schlug ART die Richtung ein, die wir als richtig erachtet haben. Wir haben eine Maschine mit großartigem Handling entwickelt. Es lenkt sehr einfach ein und man kann damit einen hohen Kurvenspeed fahren."

Fotoquelle: Aspar

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