Am Freitag herrschte in Motegi kein Fahrbetrieb

MotoGP 2013

— 25.10.2013

Wetter sorgt für veränderten Zeitplan in Motegi

Nach der Absage der Freitagstrainings steht vor den Teams in Motegi ein veränderter Zeitplan - Das Wetter diktiert die weitere Durchführung des Wochenendes

Am Freitag herrschte Stillstand in Motegi. Die Freien Trainings aller drei Klassen zum Grand Prix von Japan mussten abgesagt werden. Es regnete, doch das größte Problem war der Nebel. Dichter Nebel hing über der Rennstrecke und machte den Flug des Rettungshelikopters unmöglich. Deswegen schickte die Rennleitung die Fahrer nicht auf die Strecke. Da der komplette Tag gestrichen werden musste, ergeben sich für den Samstag und den Sonntag mehrere Szenarien, wie die Trainings, die Qualifyings und die Rennen durchgeführt werden. Alles hängt von der Wettersituation ab.

Die Rennleitung geht ins Detail und erklärt ihre Entscheidungen und den möglichen Fahrplan für die nächsten Tage: "Der Grund für die Trainingsabsage lag alleine daran, dass kein Helikopter an der Strecke war. Da es keine Alternative gab, konnten wir die Trainings nicht abhalten, wenn das Risiko besteht, dass ein schwer verletzter Fahrer nicht adäquat versorgt werden kann", sagt Renndirektor Mike Webb. "Der Grund, warum kein Helikopter an der Strecke war, lag an den Wetterbedingungen. Die Sicht war schlecht."

"Laut japanischem Gesetz darf ein Helikopter unter diesen Umständen nicht fliegen. Der Regen wäre nicht das Problem, es war die eingeschränkte Sicht. Seit Donnerstag versucht der Helikopter die Flugerlaubnis zur Strecke zu erhalten. Die Erlaubnis wurde aber nicht erteilt. Er war die ganze Zeit auf Standby. Er hatte auch versucht zu starten, es wurde ihm aber verboten. Der Helikopter wäre jederzeit startbereit."

"Der Grund, warum wir die Freitagstrainings nicht gleich komplett abgesagt haben, war der Vorschlag der Helikopter-Piloten. Sobald sie die Starterlaubnis hätten, würden sie sofort abheben. Wir hätten zehn Minuten vorher Bescheid gewusst und den Zeitplan anpassen können. Deshalb hofften wir den ganzen Tag, dass wir die Trainings durchführen könnten. Es stellte sich aber heraus, dass sie die Starterlaubnis nie bekamen."

"Seit wir an der Strecke sind, arbeiten wir mit unseren japanischen Kollegen an Alternativen. Das große Problem der Motegi-Strecke ist ihre geographische Lage. Das Krankenhaus ist mehr als eine Autostunde entfernt. Uns wurde von unserem medizinischen Personal geraten, dass diese Situation nicht sicher ist, sollte ein Fahrer ernsthaft verletzt sein. Ohne Helikopter sollen wir deshalb keine schwer verletzten Menschen transportieren. Es wurden viele Vorschlage abgearbeitet und untersucht. Es wurde aber keine vernünftige Lösung gefunden."

Wetter diktiert Zeitplan für Samstag und Sonntag

Das Wetter sorgt auch für eine Umstellung des Zeitplans. Die Rennleitung sprach mit allen Teams. Wie der genaue Zeitplan am Samstag und Sonntag aussehen wird, konnte Webb am Freitagnachmittag nicht sagen. Es wurden mehrere Szenarien ausgearbeitet. Das Wetter entscheidet alles. Prinzipiell will die Rennleitung allen Klassen so viel Streckenzeit wie möglich zur Verfügung stellen.

"Das Wetter soll am Samstag und Sonntag etwas besser sein. Wir wollen dieses Rennen durchführen", stellt Webb klar. "Die Strecke hat Möglichkeiten vorbereitet, sollte der Helikopter dann immer noch nicht fliegen dürfen. Der Helikopter würde am Samstagnachmittag zerlegt, an die Strecke gebracht und für Sonntag, wenn deutlich besseres Wetter erwartet wird, zusammengebaut werden."

"Wir haben mögliche Zeitpläne erarbeitet. Wenn wir morgen Vormittag fahren können, werden wir die Freien Trainings so lange wie möglich abhalten. Dann würden wir einen normalen Samstagnachmittag und einen normalen Sonntag haben. Sollten wir am Samstagvormittag nicht fahren können, wären die Nachmittagstrainings Freie Trainings und wir würden sie wieder so lange wie möglich fahren lassen, damit die Fahrer so viel Streckenzeit wie möglich bekommen. Dann wäre der Zeitplan für den Sonntag stark verändert. Wir würden dann am Sonntag die Trainings, Qualifyings und Rennen fahren."

Es hängt alles vom Wetter ab und die Rennleitung würde auch das Tageslicht so lange wie möglich ausnützen. Das Problem ist, dass in Motegi die Sonne gegen 17:00 Uhr untergeht und man den Tag nicht lange nach hinten ausdehnen kann. Eine Verschiebung auf Montag steht derzeit nicht zur Diskussion. Diese Entscheidung liegt nicht in den Händen der Rennleitung, sondern müsste von Promoter Dorna getroffen werden.

Fotoquelle: Repsol

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