Kann Gigi Dall'Igna Ducati in die Erfolgsspur zurückführen?

MotoGP 2013

— 04.11.2013

Ducati: Wie schnell wird Dall'Ignas Einfluss spürbar?

Paolo Ciabatti rechnet nicht damit, dass Neuzugang Gigi Dall'Igna über Nacht ein Wunder bei Ducati vollbringen kann - Chassis nicht die einzige Baustelle

Seit über drei Jahren fährt Ducati in der MotoGP einem Sieg hinterher, doch bisher waren alle Maßnahmen der Italiener vergebens. Weder durch die Verpflichtung von Superstar Valentino Rossi noch durch die Installation von Bernhard Gobmeier als General Manager konnte das Ruder herumgerissen werden. Im Gegenteil: Der Abwärtstrend setzte sich weiter fort, in dieser Saison fuhren Andrea Dovizioso und Nicky Hayden meist ihr eigenes Rennen am Ende der Top 10 und waren nicht in der Lage, die Konkurrenz von Honda und Yamaha herauszufordern.

Nun soll es Gigi Dall'Igna richten, der am 11. November seine Arbeit bei Ducati aufnimmt und die Nachfolge von Gobmeier antreten wird, der eine andere Position beim Ducati-Mutterkonzern Audi einnimmt. Paolo Ciabatti, MotoGP-Projektleiter, freut sich auf die Ankunft seines neuen Vorgesetzten, den er gegenüber dem Fachmagazin 'Speedweek' als "sehr fähigen Techniker" bezeichnet. Allerdings werde Dall'Igna einige Zeit brauchen, um die Probleme bei Ducati zu analysieren.

Doch genau diese Zeit hat der bisherige Apilila-Mann, der dort für die erfolgreiche RSV 4 und den entsprechenden Ableger ART für die CRT-Klasse der MotoGP verantwortlich war, eigentlich nicht: "Wir brauchen dringend Veränderungen für die Saison 2014 und am Motorrad für das nächste Jahr", bekräftigt Ciabatti gegenüber 'Speedweek'. Die Zeit drängt in der Tat, denn schon Anfang Februar stehen in Sepang die ersten Testfahrten der Saison auf dem Programm. Somit bleibt nur wenig Zeit für die Entwicklung der GP14 nach Dall'Ignas Vorstellungen.

Ciabatti denkt jedoch, dass das dort eingesetzte Motorrad in einigen Bereichen bereits die Handschrift von Dall'Igna tragen wird. "Wir werden uns anstrengen, bis zur ersten Februar-Woche möglichst viele Ideen von Gigi Dall'Igna in der Desmosedici GP14 unterzubringen", sagt der Italiener.

Während bisher vor allem das Chassis als Ursache für den fehlenden Speed der Desmosedici ausgemacht wurde, geht Ciabatti davon aus, dass dies nicht alleine dafür verantwortlich ist. "Ich persönlich glaube, dass es sich nicht nur um ein Chassis-Problem handelt. Denn wir haben beim Chassis sehr viele unterschiedliche Dinge probiert, doch das Verhaltes des Motorrads hat sich dadurch nicht sehr stark verändert."

Vor allem beim Lösen der Bremse neige das Motorrad zum Untersteuern. Dieses Problem habe man durch sämtliche Chassis-Veränderungen nicht in den Griff bekommen, auch das in dieser Saison zeitweise eingesetzte Lab-Bike war nicht der große Wurf. Immer wieder wurde auch darüber spekuliert, dass der zwar leistungsstarke, aber von seiner Charakteristik recht aggressive Motor zum schwierigen Fahrverhalten der Ducati beitrage.

Fotoquelle: Ducati

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