Marc Marquez steht unter Druck, Jorge Lorenzo hat nichts zu verlieren

MotoGP 2013

— 05.11.2013

WM-Krimi: Erinnerungen an 2006

Erstmals seit 2006 wird die Meisterschaft beim Saisonfinale entschieden - Valentino Rossi und Nicky Hayden, die Protagonisten von damals, analysieren die Situation

Am anstehenden Wochenende wird sich herausstellen, ob sich Marc Marquez bereits in seiner Rookie-Saison zum MotoGP-Champ krönen darf, oder ob Jorge Lorenzo seinen MotoGP-Titel erstmals erfolgreich verteidigen kann. Marquez geht mit 13 Punkten Vorsprung ins Valencia-Wochenende. Sollte Lorenzo gewinnen, reicht dem Honda-Werkspilot ein vierter Platz. Doch Marquez kam in der laufenden Saison immer in den Top 3 ins Ziel, wenn er das Rennen beenden konnte.

Doch bei Entscheidungsrennen gelten eigene Regeln. Diese Erfahrung durfte auch Valentino Rossi vor sieben Jahren machen. Der Italiener kam nach einer schwierigen Saison als WM-Führender zum Saisonfinale. Rossi lag in der Fahrerwertung acht Punkte vor Honda-Pilot Nicky Hayden. Doch dann passierte etwas Ungewöhnliches: Rossi stürzte und begrub damit seinen sicher geglaubten achten WM-Titel im Kies.

Hayden kam als Dritter ins Ziel. Da Rossi nach seinem Sturz nicht über Platz 13 hinauskam, konnte sich Hayden als neuer Weltmeister feiern lassen. Rossi erinnert sich gut an das Rennen in Valencia: "Ich hoffe für Marquez, dass es nicht so läuft wie bei mir in der Saison 2006", wird der Yamaha-Werkspilot von 'Motor Cycle News' zitiert. "Marc hat einen größeren Vorsprung als ich damals und ist sehr stark. Marc ist also der klare Favorit. Doch wenn die Weltmeisterschaft in nur einem Rennen entschieden wird, kann alles passieren."

Ex-Champ Hayden fährt in Valencia sein letztes Rennen als Ducati-Werkspilot. Mit dem Geschehen an der Spitze der Wertung hat der US-Amerikaner seit seinem WM-Titel nicht mehr viel zu tun. Dennoch ist der zukünftige Aspar-Pilot froh, dass die Fans ein spannendes WM-Finale erleben dürfen. Zudem erkennt Hayden Parallelen zu seiner Situation beim Saisonfinale 2006.

"Als Fan begrüße ich, dass es bis zum finalen Rennen offen ist. Die Situation gleicht meiner von damals", erklärt er. "Ich hatte nichts zu verlieren. Lorenzo hat nichts zu verlieren, weil er zurückliegt. Lorenzo fährt unglaublich. Marc verfehlte das Podium in keinem Rennen, das er beendeten konnte. Es ist also nicht einfach für Lorenzo. Ich bin mir nicht sicher, welche Rolle ich in Valencia lieber einnehmen würde. Es ist ein enger Kurs. Dort können viele Fahrer schnell sein. Das Wetter könnte auch mit reinspielen."

Fotoquelle: FGlaenzel

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