Jorge Lorenzo wirkt vor dem WM-Finale in Valencia sehr entspannt

MotoGP 2013

— 07.11.2013

Lorenzo will den Sieg: "Mehr können wir nicht ausrichten"

Der amtierende Weltmeister möchte sich beim Saisonfinale nicht von Marc Marquez ablenken lassen und denkt ausschließlich an die 25 Punkte für den Sieg

Aus eigener Kraft kann Jorge Lorenzo seinen Titel in Valencia nicht verteidigen. Der Yamaha-Werkspilot ist auf Schützenhilfe angewiesen. Unter normalen Umständen wird es schwer für Lorenzo, die 13 Punkte auf Marquez gutzumachen. Der Spanier ist auf schlechtes Wetter oder besondere Umstände angewiesen, denn Marquez stand bei jedem Rennen, das er 2013 beenden konnte, auf dem Podium.

Durch die Siege in Australien und Japan hat Lorenzo die Entscheidung zumindest vertagt. "Es waren wichtige Rennen", hebt er hervor. "In Phillip Island hatten wir Glück, dass Marc einen Fehler machte. Er war im zweiten Teil des Rennens sehr stark. Der Sieg wäre sicher schwierig gewesen. Doch wir wollten es. Auch in Japan gelang uns in der Heimat von Honda ein tolles Rennen. Wir befinden uns in einer guten Form. Wir sind diejenigen mit den meisten Siegen und sind darüber sehr froh."

Sollte Lorenzo seinen Titel verlieren, dann ist der Grund dafür einfach auszumachen: In Assen und am Sachsenring erschwerte sich der Weltmeister von 2010 und 2012 durch seine Verletzungen die Aufgabe ungemein. Zudem dauerte es lange, bis Yamaha das Seamless-Getriebe bereitstellte. Doch seitdem ist Lorenzo deutlich erstarkt. Ein Blick zurück: "Seit meiner Verletzung von Deutschland waren wir bei vielen Rennen stark, konnten aber gegen Rennende nicht mit Marc und Dani mithalten. Wir haben einige dritte Plätze geholt."

"Wir haben nicht so viele Punkte verloren, doch es führte dazu, dass wir jetzt 13 Punkte zurückliegen. Dafür konnten wir bei einigen Rennen Punkte auf Marc gutmachen. Ich bereue nichts, möchte aber aus den Fehlern lernen", bemerkt Lorenzo, der sich Schützenhilfe von Teamkollege Valentino Rossi wünscht: "Ich bin mir sicher, dass Valentino mir helfen würde, wenn er kann. Ich würde ihm auch helfen, wenn er in der Position wäre, in der ich mich befinde."

Doch alles Taktieren bringt nichts, wenn Lorenzo am Sonntag nicht gewinnt. "In erster Linie müssen wir schnell sein. Sonst können wir keine Punkte aufholen", ist sich der Yamaha-Pilot bewusst, der das Rennwochenende in seiner Heimat genießen möchte: "Marc und ich können sehr stolz sein. Wir sind beide Spanier. Es scheint, als ob die Zuschauerränge am Wochenende voll sein werden. Wir müssen diesen Moment genießen."

"Die beste Strategie ist, zu versuchen, das Rennen zu gewinnen. Mehr können wir nicht ausrichten. Wir müssen abwarten, was passiert, ob es regnet oder etwas Außergewöhnliches passiert. Unter normalen Umständen wird es sehr schwierig", fasst Lorenzo zusammen, der sich das Saisonfinale von 2006 nicht noch einmal ansah. Damals verlor Rossi die sicher geglaubte WM wegen eines Fahrfehlers. "Ich erinnere mich sehr gut. Ich war damals sehr froh", blickt Lorenzo zurück, der damals seinen ersten WM-Titel bei den 250ern feierte.

Fotoquelle: FGlaenzel

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