Marc Marquez ließ sich den WM-Druck am Freitag nicht anmerken

MotoGP 2013

— 08.11.2013

Marquez: "Versuche 100 Prozent zu geben"

Honda-Pilot Marc Marquez entscheidet am Freitag die enge Zeitenjagd in Valencia für sich - Druck lässt sich der WM-Aspirant nicht anmerken

Bestzeit im ersten Freien Training und Bestzeit im zweiten Freien Training: Marc Marquez ließ sich am ersten Trainingstag für den Grand Prix von Valencia keinen Druck anmerken. Der Honda-Werksfahrer spulte sein Programm ab, begeisterte die spanischen Fans mit spektakulären Rutschers und setzte sich an die Spitze der Zeitenliste. "Es ist schwierig zu sagen. Im Moment versuchen wir wie bei einem normalen Rennen 100 Prozent zu geben."

"Morgen versuchen wir so weiterzumachen", erläutert Marquez seine Herangehensweise. "Am Sonntag werden wir dann sehen, wie das Gefühl ist. Heute war es sehr windig, der Grip war auch nicht perfekt. Es ist aber für alle gleich. Der Grip wird sich im Laufe des Wochenendes verbessern. Die Strategie hängt davon ab, wie es morgen wird. Es werden sich sicher alle noch verbessern. Heute lagen im zweiten Training alle eng beisammen."

Es ging in beiden Trainings sehr eng zu. Marquez hatte am Freitagnachmittag lediglich 0,066 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Dani Pedrosa. Titelkonkurrent Jorge Lorenzo lag auch nur 0,158 Sekunden zurück. Die drei Spanier fuhren auf einem ähnlichen Niveau. Marquez weiß, dass sich das Bild rasch drehen kann. "Ich hoffe, dass ich Jorge nahe bin. Im Moment bin ich zwar Schnellster, aber Jorge wird sich noch verbessern."

Marquez greift an

"Das ist normal. Dani wird auch noch kommen. Ich hoffe, dass ich ihnen nahe sein kann, denn das wäre sehr gut für mich", spricht Marquez die WM-Situation an. Würde er hinter Lorenzo und Pedrosa im Rennen als Dritter ins Ziel kommen, wäre der Youngster Weltmeister. Sollte Lorenzo gewinnen, muss Marquez mindestens Vierter werden. Auf dem Papier eine "einfache" Aufgabe für den Überflieger.

Marquez peilt aber nicht Rang vier an, sondern das bestmögliche Resultat. "Man muss pushen, denn wenn man mit einem MotoGP-Bike nicht pusht, dann funktioniert die Abstimmung nicht und man bekommt die Reifen nicht auf Temperatur. Man muss seinen Fahrstil nutzen und sein Bestes geben. Im Moment pushe ich auf der Strecke wie immer. Ich will die beste Abstimmung für das Rennen finden. Dann werden wir sehen, wie sich die Situation am Sonntag darstellt."

Auch die Psychologie spielt im WM-Showdown eine Rolle. Im Training kamen sich Lorenzo und Marquez einmal nahe. Der Youngster lässt sich aber nicht aus der Balance bringen. "Er versuchte seine Erfahrung zu nutzen, aber es ist normal, dass er Druck auf mich ausüben will. Für mich war es eine lustige Situation", nimmt Marquez die Tricks seines Konkurrenten auf die leichte Schulter.

Valencia zeigt, wie sehr sich der 20-Jährige im Laufe der Saison gesteigert hat. Zu Saisonbeginn hatte er noch auf engen Strecken - wie Jerez - Mühe, doch das ist Schnee von gestern. Genau vor zwölf Monaten drehte Marquez in Valencia seine ersten MotoGP-Runden. "Ich fühle einen großen Unterschied, denn ich konnte beim Test nicht immer das Gas voll aufdrehen", blickt er zurück. "Diese Strecke ist mit einem MotoGP-Bike sehr schwierig, denn es ist sehr eng. Es ist nicht einfach hier Selbstvertrauen zu finden. Ich kann nicht sagen, dass ich beim ersten Test große Probleme hatte, aber die Power und die Wheelies bereiteten mir schon Schwierigkeiten."

Fotoquelle: Repsol

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