Andrea Dovizioso hatte als Neunter knapp vier Zehntel Rückstand auf Rang acht

MotoGP 2013

— 08.11.2013

Ducati: Keine Überraschungen im Training

Nicky Hayden liebt die Valencia-Strecke und ist mit dem Auftakt relativ zufrieden - Für Andrea Dovizioso gibt es keine Überraschungen, nur die Reifen sind ein Fragezeichen

Das Ducati-Werksteam belegte am ersten Trainingstag in Valencia die Plätze neun und zehn. Andrea Dovizioso war am Nachmittag um 32 Tausendstelsekunden schneller als Nicky Hayden. Gesamt betrug der Rückstand des Duos auf die Spitze knapp 1,2 Sekunden. "Wir wissen, dass Valencia eine der besseren Strecken für Ducati ist, vor allem durch den neuen Asphalt", meint Hayden über die Gründe des nicht allzu großen Zeitrückstandes. "Für uns ist das sicherlich besser, aber leider liegen wir zurück."

Dovizioso und Hayden befanden sich hinter der Verfolgergruppe und vor den Pramac-Kollegen. "Der Beginn war nicht zu schlecht. Wir waren am Vormittag recht konkurrenzfähig, aber dann haben wir uns nicht so sehr verbessert wie die anderen Teams und sind etwas zurückgefallen. Dazu kamen der Wind und kleine Probleme", berichtet Hayden von seinem Trainingstag. "Es ist aber das letzte Rennen und wir müssen uns konzentrieren."

Der US-Amerikaner feierte in Valencia im Jahr 2006 nicht nur seinen größten Erfolg, sondern er liebt auch die Strecke. "In Kurve eins sind zwar einige Bodenwellen und einige Fahrer haben mangelnden Grip beklagt, aber der Asphalt ist recht gut, obwohl hier in einem Jahr viel gefahren wird. Mir gefällt die Strecke. Einige Fahrer meinen, dass der Kurs zu klein für die MotoGP ist, aber ich finde sie sehr gut."

Dovizioso ist dagegen kein so großer Fan der Strecke. Für den Italiener war der Freitag ein normales Training im Ducati-Alltag. "Heute ist das passiert, was ich mir gedacht habe. Die Rundenzeiten sind gut, weil der Asphalt sehr gut ist und die Randsteine flach sind. Am Nachmittag war es aufgrund des Windes aber schwieriger." Selbst Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) ist in jüngster Zeit Ducati davongefahren.

Schon im Training stellte "Dovi" Beobachtungen für das Rennen an. "Ich bin auch Smith nachgefahren und habe versucht seinen Speed zu verstehen. Er ist in der Kurvenmitte sehr schnell. Das ist unser Limit. Es gibt keine Chance, diesen Punkt zu verbessern." Das Ducati-Testteam ist in Valencia ebenfalls im Einsatz. Michele Pirro erhält einen weiteren Renneinsatz in diesem Jahr. "Nach zwei Monaten ist es schön, zurück zu sein. Ich bedanke mich bei Ducati für diese Möglichkeit."

"Es dauerte am Vormittag einige Runden, bis ich mich wieder eingewöhnte, denn wir haben hier nicht getestet. Mein Motorrad hat keine Updates erhalten, also ist es mehr oder weniger wie beim letzten Renneinsatz", so Pirro, der im zweiten Training Zwölfter wurde. "Ich muss morgen verstehen, wie ich mich steigern kann. Trotzdem bin ich zufrieden, dass mein Rückstand zu den anderen Ducati-Fahrern rund zwei Zehntel beträgt. Das heißt, dass mein Level immer noch gut ist."

Die Reifen bereiten Sorgen

Die Reifen sind an diesem Wochenende ebenfalls ein kleines Thema. Bridgestone stellte eine neue härtere Mischung beim Hinterreifen zur Verfügung. Der Tenor im Fahrerlager war positiv. "Ich glaube, dass die meisten Fahrer die harte Hinterreifenmischung verwenden müssen, denn die weiche Mischung ist am Limit. Speziell auf der rechten Flanke ist die weiche Mischung zu weich", äußert Dovizioso Befürchtungen. "Wir müssen aber den Sonntag abwarten. Die meisten Fahrer sind die Rundenzeiten am Ende gefahren, aber auf der rechten Flanke entsteht Graining."

"Das Rennen ist mit vollem Tank dann noch schwieriger für die weiche Mischung. Es ist nicht unmöglich sie einzusetzen, aber schwierig. Besonders für uns, weil wir nicht die richtigen Linien fahren können. Wir kommen immer in Schräglage aus den Kurven heraus, weshalb wir den Reifen stärker belasten." Auch Hayden testete die neue härtere Mischung und findet sie positiv. "Ich bin damit am Nachmittag gefahren."

"Schon beim Misano-Test hat mir der Reifen sehr gut gefallen, denn ich bin damit ähnliche Rundenzeiten wie mit der Mischung soft gefahren. Der Reifen hat heute gut funktioniert, aber die Entscheidung fürs Rennen ist noch nicht gefallen. Auf der rechten Flanke war dieser Reifen etwas besser, denn die weiche Mischung hat am Vormittag nicht gut gehalten, denn es ist die sehr weiche Mischung. Beide Reifenmischungen stehen zu Wahl. Es wird auf das Wetter am Sonntag ankommen."

Die Entwicklung von Bridgestone findet der US-Amerikaner positiv. "Generell ist es sehr gut. Wir Fahrer haben so einen Reifen schon lange verlangt. Es gab viele Wochenenden an denen niemand die harte Mischung angerührt hat. Trotz des Reifenlimits ist es wichtig, dass man zwischen zwei Möglichkeiten wählen kann. Manchmal ist auch das Wetter ein Fragezeichen."

Hayden wird sein letztes Rennen für Ducati bestreiten, während Dovizioso nun zwölf Monate auf der Desmosedici sitzt. Genau vor einem Jahr fuhr er zum ersten Mal die Ducati. Mittlerweile ist Ernüchterung eingekehrt. "Der Test im Vorjahr war sehr nass und wir sind nur einige Runden gefahren. Die Rundenzeit war deshalb sehr langsam, weshalb Vergleiche schwierig sind. Natürlich haben wir uns ein wenig verbessert, aber die Konkurrenz hat sich deutlicher gesteigert", muss "Dovi" anerkennen.

Fotoquelle: Ducati

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