Marc Marquez knackte Jorge Lorenzo und holte die Pole beim Saisonfinale

MotoGP 2013

— 09.11.2013

Marquez schlägt Lorenzo und erobert Pole

Marc Marquez erobert mit einem neuen Pole-Rekord den besten Startplatz für das WM-Finale in Valencia und ringt Jorge Lorenzo nieder - Stefan Bradl Achter

Das Qualifying der MotoGP zum Großen Preis von Valencia wurde zur großen Show der beiden WM-Anwärter Marc Marquez (Honda) und Jorge Lorenzo (Yamaha), die im Kampf um die Pole-Position der Konkurrenz keine Chance ließen. Zunächst hatte Lorenzo in seiner ersten schnellen Runde mit neuem Rundenrekord von 1:30,645 Minuten vorgelegt, doch dann packte Marquez den Hammer aus und zauberte eine Traumrunde auf den spanischen Asphalt. Die Uhr stoppte nach 1:30,237 Minuten - damit war dem 20-jährigen WM-Führenden die Pole-Position sicher.

Mit der neunten Trainingsbestzeit des Jahres verschaffte sich Marquez damit die beste Ausgangsposition, um sich morgen im Rennen zum jüngsten MotoGP-Weltmeister der Geschichte zu küren. Der Honda-Pilot geht mit einem Vorsprung von 13 Punkten auf Lorenzo in das letzte Saisonrennen. Bei einem Sieg von Lorenzo würde Marquez somit selbst ein Vierter Platz zum Titelgewinn reichen.

Derzeit deutet freilich wenig darauf hin, dass es morgen derart spannend wird, denn Marquez' Vorstellung im Qualifying war meisterlich. "Die Zuversicht ist sehr groß", sagt Marquez. "Das Ziel war die erste Reihe, was sehr wichtig ist, weil das Überholen hier schwierig ist. Außerdem ist der Start nicht meine Stärke, daher war es wichtig dort zu sein. Morgen wird es ein großes Rennen. Ich werde mein Bestes geben und erwarte einen Kampf mit Jorge und Dani. Ich muss weiter so pushen wie bisher, denn dann bleibe ich konzentriert."

Motorprobleme bremsen Lorenzo ein

Lorenzo unternahm am Ende noch einen Anlauf auf die Zeit seines Rivalen, musste dabei aber nach Probleme mit dem Motor das Motorrad wechseln. Letztlich verbesserte der noch amtierende Weltmeister seine Zeit zwar noch einmal, doch der Rückstand von 0,340 mehr als deutlich. "Im zweiten Anlauf bekam der Motor Aussetzer und verlor Leistung. Ich musst auf das andere Motorrad wechseln, auf dem ich aber nicht das gleiche Gefühl hatte", sagt Lorenzo. "Der Motor ist älter und aggressiver. Es war schade, denn die Pole-Position wäre heute möglich gewesen."

Dani Pedrosa (Honda) hatte über weite Strecken von Q2 einen deutlichen Rückstand von mehr als einer Sekunde auf seinen Teamkollegen Marquez, steigerte sich aber gegen Ende und eroberte in den Schlusssekunden Position drei und damit den letzten Platz in der ersten Startreihe. "Ich freue mich über die erste Startreihe, es ist schon lange her, dass ich im Qualifying so gut war. Es begann nicht gut, wurde dann aber besser", sagt Perdosa.

Die zweite Startreihe wird morgen eine reine Yamaha-Reihe sein. Valentino Rossi führt dort als Vierter das Tech-3-Duo Cal Crutchlow und Bradley Smith an. Crutchlow hatte in seinem letzten Qualifying für Tech 3 dabei große Mühe, seinen jungen Teamkollegen hinter sich zu halten, der drei Minuten vor Trainingsende plötzlich auf Rang drei der Zeitenliste auftauchte.

Bradl nur auf Platz acht

Alvaro Bautista (Gresini-Honda) fuhr auf Position sieben. Ein Sturz kurz vor Ende von Q2 verhinderte eine weitere Zeitenverbesserung des Spaniers. Für Stefan Bradl (LCR-Honda) endete das letzte Qualifying der Saison mit einer Ernüchterung. Mit 1,4 Sekunden Rückstand auf Marquez kam der Deutsche nicht über Position acht hinaus. Auf den Positionen neun und zehn folgen die beiden Ducati-Piloten, wobei sich Andrea Dovizioso wieder einmal vor Nicky Hayden platzierte.

Die letzten beiden Plätze im zweiten Abschnitt des Qualifyings hatten sich Andrea Iannone (Pramac-Ducati) und der überraschend starke Danilo Petrucci (Ioda-Suter) gesichert, die morgen von den Plätzen elf und zwölf starten werden. Die Entscheidung über den Einzug in Q2 war äußerst knapp ausgefallen - die schnellsten drei Fahrer waren nur durch 0,033 Sekunden voneinander getrennt. Während Iannone und Überraschungsmann Petrucci dabei die entscheidenden Tausendstelsekunden auf ihrer Seite hatten, verpasste Hector Barbera (FTR) als Drittschnellster in Q1 den Einzug in die Top 12 nur um die Winzigkeit von acht Tausendstelsekunden.

Aleix Espargaro (ART) verpasste bei seinem letzten Rennen für Aspar die Qualifikation für Q2. Dem Spanier, der heute erwartungsgemäß von Forward für 2014 bestätigt wurde, fehlten 0,042 Sekunden auf den entscheidenden Platz. Der Spanier, der als Gesamtsieger der CRT-Wertung bereits feststeht, startet morgen als 14ter. Teamkollege Randy de Puniet enttäuschte als 20ter.

Petrucci gelingt Einzug in die Top 12

Pech hatte Michele Pirro (Ducati). Der Testfahrer der Italiener, der an diesem Wochenende mit einer Wild-Card an den Start geht, kam neun Minuten vor dem Ende von Q1 in Kurve zwölf zu Sturz. Anschließend musste er sich sputen, um rechtzeitig an die Box zurückzukehren. Weniger als vier Minuten vor dem Ende von Q1 ging Pirro mit dem zweiten Motorrad wieder auf die Strecke, kam aber nicht über Gesamtposition 17 hinaus.

Mit Yonny Hernandez (Pramac) wurde Kurve zwölf noch einem weiteren Ducati-Piloten zum Verhängnis. Dem Kolumbianer rutschte kurz vor Ablauf der Zeit in Q1 bei dem Versuch, den zweiten Abschnitt der Qualifikation zu erreichen, das Vorderrad weg. Hernandez wird morgen im Rennen auf dem 16. Startplatz stehen. Schneller als die beiden Ducati-Piloten war Claudio Corti (FTR-Kawasaki), der damit das Qualifying-Duell gegen Forward-Teamkollege Colin Edwards gewann.

Martin Bauer (Remus-Racing-Team) wird bei seinem zweiten Wild-Card-Einsatz in dieser Saison morgen das Feld vor sich herjagen. Nachdem er in der Freien Training noch meist einen Kollegen hinter sich ließ, hatte er in Q1 die rote Laterne inne und wird morgen vom 26ten und damit letzten Startplatz ins Rennen gehen. Auf den Vorletzten Lukas Pesek (Ioda-Suter) fehlten dem 37-jährigen Österreicher gut drei Zehntelsekunden.

Fotoquelle: Repsol

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung