Marc Marquez fuhr 2013 in jedem zweiten Qualifying auf die Pole-Position

MotoGP 2013

— 09.11.2013

Marquez ist "bereit für den Kampf"

Vom ersten Startplatz aus wird Marc Marquez in das wohl wichtigste Rennen seiner Karriere gehen - Der Druck beflügelt den jungen Spanier

Mit einer Rekordrunde im Qualifying der MotoGP zum Großen Preis von Valencia hat Marc Marquez eindrucksvoll unterstrichen, dass er auch beim Saisonfinale 2013, bei dem es für ihn um den Titel in der MotoGP geht, nicht von seiner gewohnt aggressiven Herangehensweise abweicht. Mit 1:30,237 Minuten legte der 20-Jährige eine Zeit vor, an der sich alle anderen Konkurrenten die Zähne ausbissen. Morgen wird Marquez im 18. und letzten Rennen der Saison 2013 zum neunten Mal auf dem besten Startplatz stehen.

"Das Ziel war, aus der ersten Reihe zu starten, und letztendlich haben wir die Pole bekommen", freut sich Marquez. "Heute haben wir die Arbeit erledigt, aber der wichtigste Tag ist morgen. Wir müssen weiter konzentriert bleiben und unseren Job machen und dann werden wir sehen", so der Spanier vor dem Rennen, bei dem sich der WM-Kampf zwischen ihm und Jorge Lorenzo entscheiden wird.

Marquez führt in der Gesamtwertung vor dem letzten Rennen mit einem Vorsprung von 13 Punkten. Damit würde ihm bei einem Sieg von Lorenzo sogar ein vierter Platz ausreichen, um sich als erster Rookie seit Freddie Spencer im Jahr 1978 den Titel in der größten Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft zu sichern. Obwohl er heute neuen Streckenrekord fuhr, sieht der Honda-Pilot noch Steigerungspotenzial.

Druck kein Problem für Marquez

"Wir können im Warmup noch einiges verbessern, aber der Renn-Rhythmus ist nicht schlecht", sagt Marquez. Vor allem in der Kurvenmitte und am Kurvenausgang liege seine RC213V noch nicht optimal, wobei es sich aber nur um Kleinigkeiten handle. Morgen im Rennen rechnet Marquez schon zu Beginn mit einer Vorentscheidung. "Der Start ist nicht meine stärkste Seite. Ich werde den besten Start des Jahres versuchen und möchte Jorge folgen, denn sicherlich wird er die Führung übernehmen."

Wie er den weiteren Rennverlauf gestalten wird - volle Attacke oder kontrollierte Offensive - weiß Marquez noch nicht. "Das wird davon abhängen, wie ich mich fühle. Ich wollte heute wie immer fahren und der gleich Marc wie im gesamten Jahr sein. Die Meisterschaft ist das Wichtigste, aber wenn man schnell fährt und pusht, ist die Konzentration höher", meint der Spanier. Der Druck vor dem alles entscheidenden Rennen der Saison bereitet Marquez ohnehin keine schlaflosen Nächte.

"Unter Druck fühle ich mich für gewöhnlich gut", sagt Marquez und erinnert sich an seinen ersten Titelgewinn vor drei Jahren. "2010 war ich hier in der 125ccm-Klasse mehr oder weniger in der gleichen Situation und bin gut damit zurechtgekommen. In der MotoGP ist es schwieriger, aber ich habe auch mehr Erfahrung."

Gretchenfrage beim Reifen: Hart oder weich?

Auch den verpassten Punkten aus Phillip Island, wo Marquez auf Podiumskurs liegend wegen des zu spät erfolgten Boxenstopps disqualifiziert wurde, trauert er nicht mehr nach. "Daran denke ich nicht mehr, denn sonst müsste ich auch über Mugello nachdenken, und dort war es mein Fehler", erinnert Marquez an den zweiten Nuller des Jahres. "Wir sind alle Menschen und machen Fehler, so sammelt man Erfahrung."

Ein Fragezeichen steht für Marquez vor dem Rennen noch hinter der Entscheidung für den harten oder weichen Hinterreifen: "Es scheint das erste Rennen zu sein, in dem man mit beiden Reifen schnell und konstant ist. Es wird interessant werden", erwartet der Spanier. "Ich denke, Lorenzo wird mit dem harten Reifen fahren. Ich weiß noch nicht, welchen Reifen ich wählen werde. Ich fühle mich auf beiden Reifen gut und bin konstant."

Fotoquelle: Repsol

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