Jorge Lorenzo wurde durch ein Motorenproblem zurückgeworfen

MotoGP 2013

— 09.11.2013

Lorenzo: Leistungsverlust kostet mögliche Pole

Jorge Lorenzo wollte im Qualifying von Valencia um die Pole-Position kämpfen, doch ein Motorenproblem warf den Spanier zurück

Im Qualifying der MotoGP zum Großen Preis von Valencia zeichnete sich ein spannendes Duell um die Pole-Position an, bei dem die beiden WM-Rivalen Jorge Lorenzo und Marc Marquez die Hauptrollen spielten. Nach einer starken Vorstellung im vierten Freien Training hatte Lorenzo zunächst mit einer sehr schnellen Rundenzeit vorgelegt, doch nachdem Marquez die Spitze der Zeitenliste erobert hatte, konnte der noch amtierende Weltmeister nicht mehr zurückschlagen. Die Technik brachte die Fans um einen packenden Zweikampf. Letztlich blieb Lorenzo mit einer Zeit von 1:30,577 Minuten nur Rang zwei.

"Wir hatten im vierten Freien Training ein wirklich gutes Tempo. Ich war sehr zuversichtlich. Leider verlor das Motorrad plötzlich Leistung", sagt Lorenzo. "Im letzten Sektor hat das Motorrad plötzlich 50 Prozent oder mehr seiner Leistung verloren." Der Spanier kam in die Box, wo sein Team an der Technik arbeitete, dem Problem aber nicht auf die Schliche kam. "Wir haben dann darüber diskutiert und wollten es noch einmal versuchen, aber es war genau so. Daher musste ich wieder in die Box kommen und das Motorrad wechseln."

Mit dem Ersatzmotorrad kämpfte Lorenzo dann mit stumpfen Waffen. "Im zweiten Motorrad verwenden wir einen alten Motor, der schwieriger zu fahren ist. Wir haben den Motor während der Saison verbessert, und der im zweiten Motorrad ist derjenige, den ich in Katar verwendet habe. Daher war es schwierig, mit Marc um die Pole-Position zu kämpfen", so Lorenzo. "Das war schade, denn heute wäre ich in der Lage gewesen, mit ihm um die Pole zu kämpfen und zu gewinnen."

Alter Motor ist zu aggressiv

Trotz des schwierig zu fahrenden Motorrads gelang dem noch amtierenden Weltmeister noch einmal eine Verbesserung seiner Zeit "Ich war überrascht, dass mir eine solch gute Runde gelang. Es war unter dem alten Streckenrekord, aber nicht gut genug für die Pole-Position", sagt Lorenzo. Was genau den Leistungsverlust verursacht hat, stand am frühen Abend noch nicht fest. Lorenzo war während der Pressekonferenz nach dem Qualifying aber zuversichtlich, dass Yamaha das Problem in den Griff bekommt.

"Ich denke, ich kann morgen mit dem ersten Motorrad fahren", so der 26-Jährige. Sollte er mit dem alten Motor starten müssen, würde ihn ein schwieriges Rennen erwarten. "Es wäre schwieriger für den Reifen, aber auch für einen selbst, ein konstantes Tempo zu fahren", meint Lorenzo. Mit der ursprünglich vorgesehenen Rennmaschine rechnet sich der Spanier hingegen gute Chance auf den Sieg aus. "Ich möchte gut starten und nach Möglichkeit Marc überholen", so sein Plan.

Dies alleine wird aber nicht reichen, um den Titel zu verteidigen. Bei 13 Punkten Vorsprung dürfte Marquez morgen im Rennen bei einem Sieg von Lorenzo nur Fünfter werden, will der Mallorciner seinen dritten Titel in der MotoGP feiern. Auf Psycho-Spielchen gegen seinen Rivalen möchte sich Lorenzo aber nicht einlassen. "Ich versuche niemanden unter Druck zu setzen, sondern konzentriere mich darauf, so schnell wie möglich zu fahren."

Vorsicht bei den Überrundungen

Sorge bereiten Lorenzo aufgrund der vergleichsweise kurzen Rundenzeit in Valencia mögliche Überrundungen langsamer Fahrer. "Wir hatten beim Überrunden der CRT-Fahrer einige Probleme, weil sie die blauen Flaggen nicht gesehen haben." Im Vorjahr stürzte Lorenzo in Valencia, als er versuchte, einen der CRT-Piloten zu überrunden. "Ich hoffe, sie sind morgen achtsamer, denn das kann entscheidend sein."

Unschlüssig ist sich der Yamaha-Pilot wie die meisten seiner Kollegen noch bei der Wahl des Hinterreifens für das Rennen. "In den vergangenen fünf oder sechs Rennen hatten wir vereinzelt die Möglichkeit, den harten Reifen zu verwenden. Bridgestone hat einige Veränderungen am harten Reifen vorgenommen, um uns eine Wahl zu ermöglichen. Der harte Reifen könnte eine gute Wahl sein", meint Lorenzo. "Wir werden im Warmup auch den weichen fahren und dann entscheiden."

Fotoquelle: FGlaenzel

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