Die Startnummer 93 musste nur für die Ehrenrunde in Valencia weichen

MotoGP 2013

— 11.11.2013

Marquez: "Werde die 93 behalten"

Der neue Weltmeister erinnert sich nach dem Titelgewinn an besondere Momente der Saison und setzt 2014 vermutlich nicht auf die Startnummer eins

"Wir sind so stolz auf unsere erste MotoGP-Saison. Ich erwartete das nicht, als ich vor einem Jahr hier meine erste MotoGP-Pressekonferenz gab. Ein Traum wurde war. Nun genießen wir den Moment und machen uns Gedanken für die kommende Saison." Mit diesen Worten begann Weltmeister Marc Marquez die Pressekonferenz nach seinem Titelgewinn. Beim Saisonfinale in Valencia reichte dem Spanier ein dritter Platz, um Jorge Lorenzo vom MotoGP-Thron zu stoßen.

Am Ende lagen vier Punkte zwischen dem Rookie und dem Weltmeister von 2010 und 2012. "Die Saison war ziemlich interessant. Es gab bei einigen Rennen ein paar Schrecksekunden, aus denen wir lernen mussten", erinnert sich Marquez, der in seiner MotoGP-Debütsaison bis auf zwei Rennen jedes Mal auf dem Podium stand. "Im zweiten Teil der Saison waren wir cleverer. Ich hatte aber immer noch ein paar Stürze zu viel. Der Schlüssel zum Erfolg war vermutlich, dass mir Honda viel half. Auch das Team half mir sehr, besonders Emilio (Alzamora; Anm. d. Red.), meine Familie, mein Trainer und auch mein Bruder waren bei jedem Rennen dabei. Wir haben sehr hart gearbeitet."

"Der Gewinn der Meisterschaft hat mich überrascht, aber auch der Gewinn des BMWs", gesteht Marquez, der auch den Best-Qualifiyer-Award gewann. "Ich holte die meisten Pole-Positions. Jorge gewann zwei Rennen mehr als wir. Doch das ist nicht so wichtig. Wir führten auch die Liste der Stürze an (lacht; Anm. d. Red.). Wir hatten viele Schrecksekunden, doch daraus konnten wir lernen. Wir hoffen, uns in der kommenden Saison weiter zu steigern."

Marquez will den Moment genießen

Die Liste der gebrochenen Rekorde ist lang. "Ich möchte jetzt nicht an neue Rekorde denken, sondern den Moment genießen", stellt Marquez klar. Die Feierlichkeiten am Sonntagabend gingen bis tief in die Nacht. An Fahrbetrieb beim Test am Montag ist nicht zu denken. Zu ausgiebig wurde bei Honda gefeiert. Valencia war bereits 2010 und 2012 der Ort für Feierlichkeiten. Hier gewann Marquez den 125er-Titel und zwei Jahre später krönte sich der Spanier zum Moto2-Champ.

Nun folgte der Titel in der Königsklasse. In der kommenden Saison hat Marquez nun die Chance, mit der Startnummer eins an den Start zu gehen. "Ich denke, dass ich die 93 behalten werde. Alle Fans haben die 93 auf ihren Sachen stehen. Es ist toll, die 93 auf den Tribünen zu sehen", bemerkt er. "Ich muss noch ein bisschen darüber nachdenken, kann aber sicher sagen, dass ich die 93 behalten werde. Vielleicht werde ich die Nummer eins irgendwo klein auf die Verkleidung kleben."

Die Saison 2013 begann mit einem Podestergebnis beim Auftakt in Katar bereits ordentlich. Beim zweiten MotoGP-Rennen gewann Marquez. Den Sieg in Austin zählt er aber nicht zu den wichtigsten der Saison. "Die wichtigsten Siege waren die in Indianapolis und Brünn. Brünn war vermutlich der wichtigste Sieg", grübelt der Honda-Werkspilot. "Das war ein wichtiges Rennen, weil Lorenzo und Pedrosa wieder bei vollen Kräften waren. Es war wichtig, ihnen zu zeigen, dass wir es ernst meinen."

Der Rookie lernt schnell

Nach der Sommerpause wirkte Marquez deutlich reifer als zu Saisonbeginn. "Besonders im ersten Teil der Saison bei den ersten Rennen musste ich alles geben, um mit den anderen Fahrern mitzuhalten. Ich stürzte zu Beginn der Saison recht oft", erinnert sich der 20-Jährige. "Doch zu Beginn der zweiten Saisonhälfte war ich in den Rennen sicherer. Im Training war ich ständig am Limit, doch im Rennen konnte ich die Situation kontrollieren."

Mit dem Wechsel in die MotoGP musste Marquez viele Dinge lernen. Der Umgang mit den Bridgestone-Reifen, die Karbon-Bremsen und die Elektronik waren die wichtigsten Dinge. "Es ist wichtig, die Elektronik richtig zu verstehen. Sie zu verwenden ist nicht so schwierig. Wichtig ist, sie zu verstehen", analysiert Marquez, der den perfekten Umgang mit der über 250 PS starken Honda RC213V schnell lernte.

"Wenn man in der Box anhält und die Mechaniker fragen, wie die Traktionskontrolle, die Motorbremse oder die Anti-Whellie-Kontrolle funktionieren, dann ist das der schwierigste Moment. Zu Beginn der Saison konnte ich keine genauen Feedbacks abgeben", gesteht der neue Weltmeister, der schnell Herr der Lage wurde. "Nun kann ich sagen, dass ich in speziellen Kurven mehr oder weniger Elektronik benötige."

Fotoquelle: Repsol

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