Cal Crutchlow verlor in Kurve acht das Vorderrad seiner Werks-Ducati

MotoGP 2013

— 13.11.2013

Crutchlow: Sturz und eineinhalb Sekunden Rückstand

Nach einem vielversprechenden Testbeginn am Montag wird Cal Crutchlow am zweiten Tag mit der Realität konfrontiert: "Rückstand beunruhigt mich etwas"

Ducati-Neuzugang Cal Crutchlow absolvierte am zweiten Testtag des Nachsaisontests in Valencia 53 Runden mit der für ihn noch ungewohnten Ducati Desmosedici. Am Ende lag der Brite mehr als eineinhalb Sekunden hinter der Spitze zurück und sammelte seine erste Bodenprobe als Ducati-Pilot. In Kurve acht rutschte der ehemalige Yamaha-Pilot über das Vorderrad. Vorher probierte Crutchlow beim Setup viele Einstellungen, war aber überrascht, wie wenig Feedback die Desmosedici lieferte.

"Dieser Testtag war eine größere Herausforderung als der erste", bemerkt Crutchlow. "Ich hätte ein bisschen schneller fahren können. Wir haben sehr viel verändert. Man erwartet dann, dass man schneller wird. Doch ich war jedes Mal in etwa gleich schnell. Ich hatte nach jeder Änderung das gleiche Gefühl. Wir wollten die Ducati so sehr wie möglich ändern und beobachten, was passiert. Doch es passierte nichts."

"Ich hatte jedes Mal das gleiche Gefühl. Am Ende haben wir das Motorrad komplett umgebaut. Dadurch hatte ich mehr Haftung am Hinterrad, doch es fehlte vorne. Dadurch stürzte ich", bedauert der Ducati-Werkspilot. "Nun kennen wir das Limit. Es war das Limit. Dovi teilte mir mit, dass es das Limit sei. Ich habe das Motorrad etwas in die für mich gewohnte Richtung verändert. Es funktionierte auch, doch uns fehlte das gewünschte Gefühl für die Front. Ich konnte nicht in die Kurven einbiegen, wie ich wollte. Deswegen bin ich gestürzt."

"Sicher ist es immer gut, wenn man nicht stürzt. Doch ich weiß nun zumindest, dass wir mit den Änderungen die Front verschlechtert haben", schildert Crutchlow, der nach wie vor sehr motiviert wirkt. "Ich bin mir sicher, dass wir mittlere 1:31er-Zeiten fahren können, wenn wir hart pushen. Die Runde, die ich nicht beendete, wäre die schnellste gewesen. Meine schnellste gezeitete Runde fuhr ich mit einem 30 Runden alten Reifen. Das ist ein positives Zeichen. Wir haben das Motorrad umgebaut, um mehr Haftung am Hinterrad zu erreichen. Das ist uns gelungen."

"Ich bin noch immer begeistert, wie das Motorrad verzögert. Es bremst sehr gut. Ich mache noch ein paar Fehler beim Wechseln der Gänge. Gigi (Luigi Dall'Igna; Anm. d. Red.) bat mich, einige Dinge zu testen. Deswegen sind wir einige 1:38er-Runden gefahren. Doch da haben wir ein paar Sachen getestet", erklärt der ehemalige Tech-3-Pilot. "Die Kurvengeschwindigkeit ist deutlich niedriger als mit der Maschine, die ich vorher fuhr."

"Gut ist, dass das Motorrad sehr gut beschleunigt. Das Getriebe funktioniert gut. Die Bremswege sind auch sehr kurz. Ich bremse das Motorrad zu zeitig ab", grübelt Crutchlow, der trotz des großen Rückstands nicht die Lust verliert. "Es ist in etwa so, wie ich es erwartet habe. Ich bin nicht schneller oder langsamer als die anderen Ducati-Fahrer. Meine Aussagen entsprechen den Meinungen der anderen Fahrer. Wir berichten ähnliche Dinge. Das ist wirklich positiv, weil es im Desaster enden würde, wenn ich andere Feedbacks geben würde. Ich habe einen komplett anderen Fahrstil als Dovi."

"Der Rückstand, den Ducati 2013 hatte, beunruhigt mich. Doch so ist es nun einmal. Mich interessiert der Rückstand in der kommenden Saison mehr. Hoffentlich sind wir mit dem neuen Motorrad näher dran. Ich bin optimistisch, da Gigi weiß, was er zu tun hat", bemerkt der Brite zuversichtlich. "Das erste Saisondrittel wird schwierig, doch ich glaube daran, dass ich Podestplätze holen kann. Es wird schwierig. Im Moment fehlen uns mit diesem Motorrad eineinhalb Sekunden pro Runde."

Fotoquelle: Ducati

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