MotoGP-Champ Marc Marquez hilft nach wie vor im heimischen Haushalt

MotoGP 2013

— 18.11.2013

Marquez: "Es hat sich nichts verändert"

Der neue MotoGP-Weltmeister erinnert sich an die Feier nach dem Titelgewinn und erklärt, welche Glückwünsche ihm am meisten bedeuten

Honda-Werkspilot Marc Marquez hat in der abgelaufenen Saison einen perfekten Einstand in der MotoGP gefeiert. Mit dem Gewinn des Titels hat der Spanier die erfahrenen Piloten schockiert. Das erwartete Duell zwischen Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa fand nicht statt. Dafür drückte der Moto2-Weltmeister von 2012 der MotoGP-Saison 2013 seinen Stempel auf. Am Sonntag nach dem Saisonfinale in Valencia wurde der erste MotoGP-Titel des 20-Jährigen gefeiert. Honda verzichtete am Montag auf Testfahrten mit dem Motorrad für 2014.

"Wir haben gefeiert, aber nicht zu sehr, weil wir am nächsten Tag dem Testplan folgen mussten. Ich lag im Bett und mir wurde bewusst, dass es meine erste Nacht als Weltmeister ist. Doch am Ende bin ich der gleiche Mensch wie davor. Es hat sich nichts verändert", blickt Marquez zurück. Der Honda-Pilot hat weltweit die Medien mobilisiert. "Die Berichterstattung in den Medien ist beeindruckend. Mich erreichten viele Glückwünsche via Twitter von anderen Athleten oder Bekanntheiten, was für Gänsehaut sorgte."

"Vielleicht habe ich noch nicht so richtig verstanden, wie gewichtig es ist, MotoGP-Weltmeister zu sein", grübelt er. Doch welche Glückwünsche haben Marquez am meisten begeistert? "Die Nachrichten von den Familienmitgliedern, die immer an meiner Seite waren, mich unterstützten und Nachrichten sendeten, die natürlicher und persönlicher waren", erklärt er bodenständig. "Doch ich bin für jedes Kompliment dankbar, das ich erhalten habe."

Vor dem finalen Rennen der Saison war Marquez bewusst, dass er das Rennen nicht gewinnen muss, um Weltmeister zu werden. Platz vier war genug, sofern Lorenzo das Rennen überhaupt gewinnt. Für Vollblut-Racer Marquez war die Aufgabe dennoch nicht leicht. HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto sprach seinem Schützling ins Gewissen. "Vor dem Rennen sagte er mir recht ernst, was nicht oft vorkommt: 'Bitte benutze heute deinen Kopf.'"

"Ich dachte mir, dass es einen Grund hat, wenn mir der Chef so etwas sagt (lacht; Anm. d. Red.)", bemerkt der Hpnda-Werkspilot, der trotz des großen Erfolges mit seinen Füßen auf dem Boden steht. So muss der Spanier nach wie vor sein Zimmer machen und den Tisch decken: "Ja, ich muss noch immer selbst aufräumen - aber nur mein Zimmer! Zudem bereite ich den Tisch beim Mittagessen vor und mein Bruder Alex räumt ihn ab, wenn wir fertig sind. Es war immer schon so."

Fotoquelle: Repsol

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