Jorge Lorenzo und Marc Marquez lieferten sich 2013 zahlreiche Rad-an-Rad-Duelle

MotoGP 2013

— 19.11.2013

Marquez kontert Lorenzos Sicherheitskritik

Der neue Weltmeister antwortet auf die Kritik, die Jorge Lorenzo während der Saison 2013 immer wieder äußerte, mit einem Gegenangriff

Spätestens seit dem dritten Rennen der Saison 2013 war klar, dass Marc Marquez und Jorge Lorenzo keine besten Freunde mehr werden. Mit dem aggressiven Manöver in der letzten Kurve zeigte der Rookie, dass er noch nicht einmal vor dem amtierenden Weltmeister Respekt hat. Im Laufe der Saison leistete sich der Honda-Werkspilot weitere Kontroversen. Lorenzos Geduldsfaden riss bei der Pressekonferenz vor dem Sepang-Rennen.

Der Yamaha-Pilot machte sich mit einer ironischen Rede über die Situation in der MotoGP lustig und kritisierte die Aggressivität seines WM-Kontrahenten. Fortan fuhr der Weltmeister von 2010 und 2012 deutlich angriffslustiger. Beim Rennen in Sepang wehrte sich Lorenzo energisch gegen die Angriffe von Marquez, musste sich am Ende aber geschlagen geben. Und auch in Japan kämpfte Lorenzo verbissen um den Sieg. Doch der Höhepunkt sollte das Saisonfinale in Valencia darstellen.

Lorenzo bremste das Feld beim finalen Rennen der Saison zu Beginn absichtlich ein, um Marquez in Schwierigkeiten zu bringen. Sobald Lorenzo die Führung verlor, konterte er unmittelbar und sehr aggressiv. Dani Pedrosa war der Leidtragende. Der Vizeweltmeister von 2012 entging nur knapp einem Sturz. Für Marquez waren diese Szenen ein gefundenes Fressen: "Ich sagte in der Vergangenheit immer, dass wir hier sind, um Rennen zu fahren. Wir sind hier, damit wir innerhalb der Grenzen kämpfen. Ja, Jorge beschwerte sich die komplette Saison über mich und meinte, dass ich andere Fahrer verletzen könnte."

"Er zeigte einige Manöver, die vermutlich härter waren als die von mir. Doch mir macht das nichts aus. Wir sind hier, um Rennen zu fahren und er kämpfte um den Titel", bemerkt der neue MotoGP-Weltmeister. Marquez hatte in der abgelaufenen Saison Glück, dass sein Strafpunktekonto nicht zu Konsequenzen führte. Für den Sturz im Warmup zum Grand Prix in Silverstone, bei dem er gelbe Flaggen ignorierte, erhielt der Rookie zwei Strafpunkte.

Einen weiteren Punkt sammelte Marquez für den Vorfall beim Aragon-Rennen. Der 20-Jährige verschätzte sich beim Anbremsen und touchierte die Honda von Teamkollege Pedrosa, der daraufhin ausfiel. Doch mit diesem Strafpunkt war Marquez überhaupt nicht einverstanden: "Ich bin derjenige, der sich am meisten über diese Aktion ärgert, weil es für Dani so unglücklich ablief. Doch ich denke, es war ein Rennunfall. Was den Strafpunkt angeht, bin ich anderer Meinung. Doch wir müssen die Entscheidungen der Rennleitung akzeptieren."

In der Saison 2014 möchte Marquez bedachter agieren und konstanter fahren. Stürze in den Trainings schließt der Ausnahmekönner dennoch nicht aus und verteidigt das hohe Risiko: "Ich werde mehr Erfahrung in dieser Klasse und gleichzeitig weniger Druck haben. Doch wenn ich das Limit finden möchte, dann muss ich das im Training machen, um im Rennen zu wissen, wo das Limit ist. Dennoch versuche ich, mich zu verbessern."

Fotoquelle: Yamaha

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