Andrea Dovizioso mühte sich 2013 mit der unterlegenen Ducati ab

MotoGP 2013

— 22.11.2013

Dovizioso/Dall'Igna: Beginn einer Erfolgsgeschichte?

Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso und Corse-Chef Luigi Dall'Igna sind einer Meinung, was die Zukunft angeht, doch die Umsetzung des Planes benötigt Zeit

Das Ducati-MotoGP-Team wird über den Winter umstrukturiert, um die Zusammenarbeit des Rennteams mit dem Werk zu verbessern. Luigi Dall'Igna, der Mitte November die Arbeit bei Ducati aufnahm, kritisierte bei seinem Amtsantritt die bestehenden Strukturen. Laut dem ehemaligen Aprilia-Rennsportchef dauert es momentan zu lange, bis Änderungen kommuniziert werden. Entsprechend träge ist Ducati bei der Entwicklung der Desmosedici.

Werkspilot Andrea Dovizioso teilt die Meinung des neuen Ducati-Rennsportchefs und begrüßt die neue Richtung: "Ich bin sehr froh darüber, weil es der Realität entspricht. Wir müssen die Situation verbessern. Er konzentriert sich darauf. Es ist richtig, dass man sich zuerst darauf konzentriert, bevor man das Motorrad verändern möchte", betont "Dovi", der weiß, dass dadurch mehr Zeit vergehen wird, bis die Desmosedici verbessert werden kann.

"Das hat zur Folge, dass es demnächst keine großen Veränderungen geben wird. Doch so ist es nun einmal. Man kann daran nicht rütteln und muss konzentriert alle Schritte nacheinander bewältigen. Ich widerspreche ihm nicht", so der ehemalige Honda-Werkspilot, der aber nur bedingt Auskunft über die Arbeit bei Ducati geben kann, weil er vorrangig mit dem Rennteam zu tun hat: "Ich befinde mich momentan nicht in der Position, dass ich mit allen Leuten bei Ducati zu tun habe. Ich kann nur über die Dinge Auskunft geben, über die ich richtig Bescheid weiß."

Unklar ist, ob Ducati bis zum Sepang-Test ein neues Motorrad baut oder mit einer verbesserten GP13 nach Malaysia reist. "Das war eine meiner ersten Fragen. Doch er konnte mir keine Antwort geben. Das ist aber normal. So ist die Realität", berichtet Dovizioso, der genauso rätselt wie die vielen Ducati-Fans. Nach einer durchwachsenen Saison hofft er auf baldige Besserung: "Ich hoffe, dass die Umstellung kein komplettes Jahr dauern wird."

"Ich bin ziemlich realistisch. Ich kann und will nicht mit kompletter Überzeugung sagen, dass ich optimistischer als im Vorjahr bin. Bis ich keine Verbesserungen am Motorrad oder an der Organisation sehe, werde ich nichts schönreden. Ich bin mir momentan nicht sicher. Ich habe noch nie mit Gigi gearbeitet, habe aber ein gutes Gefühl. Er war mein Gegner, nun arbeiten wir zusammen", erklärt Dovizioso vorsichtig.

Dall'Igna freut sich, endlich mit Dovizioso arbeiten zu können. In der 250er-WM waren beide Rivalen. Dall'Igna arbeite für Aprilia, während Dovizioso für Honda an den Start ging. "Ich möchte bereits seit vielen Jahren mit Andrea zusammenarbeiten. Ich war interessiert, einen Deal mit ihm zu schließen, als wir für unterschiedliche Hersteller arbeiteten. Deshalb bin ich ziemlich froh, nun mit ihm arbeiten zu können", so der bärtige Technik-Guru.

Doch wo geht die Reise hin? "Es ist zu zeitig, um zu wissen, wie es in der kommenden Saison laufen wird, mit welchem Motorrad wir in Malaysia testen und womit wir die Rennen bestreiten. Dafür ist es besonders für ihn noch zu zeitig, das richtig einzuschätzen", grübelt Dovizioso, der nur ungern über die Saison 2013 redet: "Ich fahre, um Rennen zu gewinnen. Wir liegen aber weit zurück. Ich erwartete keinen anderen Start in die Saison, doch erwartete nicht, dass wir uns während der Saison nicht steigern können. Damit kann man einfach nicht zufrieden sein."

Fotoquelle: Ducati

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