Cal Crutchlow war beim Test von der Leistung der Ducati beeindruckt

MotoGP 2013

— 23.11.2013

Ducati bekennt sich zur Desmodromik

Ducati wird auch in Zukunft an der desmodromischen Ventilsteuerung festhalten - Luigi Dall'Igna spricht über das neue Open-Format

In der Saison 2014 werden erneut vier Ducati Desmosedicis an den Start gehen. Neben den beiden Werks-Maschinen von Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow wird auch Pramac zwei Maschinen einsetzen. Im Gegensatz zu 2013 wird nur ein Pramac-Bike der Werks-Spezifikation entsprechen. Andrea Iannone erhält eine weitere Chance. Teamkollege Yonny Hernandez hingegen muss mit einer verbesserten GP13 fahren, die unter der Open-Regel an den Start gehen wird.

"Die Zusammenarbeit mit Pramac wird genau so eng sein wie bisher. Da die Open-Regel offensichtlich die Zukunft der MotoGP sein wird, wollen wir bereits im ersten Jahr dabei sein. Es ist ein wichtiges Projekt", analysiert Corse-Chef Luigi Dall'Igna. "Honda und Yamaha sind ebenfalls in der Open-Klasse vertreten, auch wenn sie sich für eine andere Herangehensweise entschieden haben."

Hernandez muss 2014 somit auf die Ducati-Software verzichten und die Einheits-Software der Dorna verwenden. Ideal ist dieser Weg für einen Hersteller nicht. Dall'Igna begründet: "Wir würden am liebsten so viel Entwicklungsarbeit wie möglich im Rennsport betreiben. Das war in der Vergangenheit einer der wichtigsten Punkte bei der Evolution der Serienmotorräder."

"Ducati verbesserte in der Vergangenheit die Straßenmotorräder auf Grund der Rennerfahrungen. Aus diesem Grund sind diese Regeländerungen nicht optimal für uns, doch wir müssen uns damit auseinandersetzen", bemerkt Dall'igna, der seit Mitte November für Ducati arbeitet. Was der ehemalige Aprilia-Techniker bis zum Vorsaisontest in Sepang an der Desmosedici ändern wird, ist momentan noch offen.

Momentan beschweren sich die Ducati-Piloten über zu wenig Gefühl für das Vorderrad und die aggressive Leistungsabgabe des V4-Motors. Die Spitzenleistung des Ducati-Motors hingegen stimmt. Neuzugang Crutchlow war von der Power der Desmosedici beeindruckt. Bestimmt wird die Leistungscharakteristik von der desmodromischen Ventilsteuerung, die hohe Drehzahlen und akzeptable Verbrauchswerte ermöglicht.

Obwohl Honda und Yamaha andere Wege gehen, möchte Dall'Igna auch in Zukunft an der Desmodromik festhalten festhalten. "Die Desmodromik ist meiner Meinung nach ein sehr gutes System. Ich sehe momentan keinen Grund, davon wegzugehen", erklärt der Italiener, der vor seiner Arbeit bei Ducati noch keine Erfahrungswerte mit dieser Art der Ventilsteuerung sammeln konnte.

Fotoquelle: Ducati

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