Cal Crutchlow ist deutlich schwerer als Leichtgewicht Dani Pedrosa

MotoGP 2013

— 23.11.2013

Argumente für ein kombiniertes Gewichtslimit

Valentino Rossi, Cal Crutchlow und Aleix Espargaro müssen teilweise 20 Kilogramm mehr abbremsen und beschleunigen - Kombiniertes Gewichtslimit in der MotoGP überfällig?

In der Saison 2013 wurde immer wieder über ein kombiniertes Gewichtslimit in der MotoGP diskutiert. Die Fahrer der Moto2 und Moto3 werden mit ihren Maschinen gewogen, um die Chancengleichheit zu verbessern, doch in der MotoGP konnte sich dieses Format bisher nicht durchsetzen. Valentino Rossi, Cal Crutchlow und Aleix Espargaro sind die Leidtragenden. In der kommenden Saison wird es Rossi und Crutchlow noch härter treffen. Dann müssen die Prototypen mit 20 Litern Sprit über die Distanz kommen. Bei schwereren Piloten muss die Leistung reduziert werden, um über die Runden zu kommen.

"Das Gewicht der Fahrer ist das große Problem in der MotoGP", ist sich Ducati-Werkspilot Cal Crutchlow im Gespräch mit 'Crash.net' sicher. Der Brite sieht neben den Nachteilen bei der Performance auch ein Sicherheitsrisiko: "Valentino und ich haben in diesem Jahr bereits darüber gesprochen. Zudem musste man beobachten, wie Aleix Espargaro von seinem Motorrad springen musste, weil seine Bremsen in Motegi nicht funktionierten. Ich denke, das war auf sein Gewicht zurückzuführen."

"Ich, Valentino und Aleix sind die schwersten Fahrer. Scott Redding stößt im kommenden Jahr noch dazu. Die Motorräder sind so schnell und wir können sie nicht richtig abbremsen. Wir haben mehr Bremsprobleme als die anderen Fahrer. Man muss sich nur den Unterschied zwischen Dani Pedrosa und mir ansehen. Das ist absurd", beschwert sich Crutchlow. "Er ist 20 Kilogramm leichter als ich. Wir sprechen von Zehntelsekunden pro Runde, doch er muss 20 Kilogramm weniger abbremsen und beschleunigen. Das ist auf eine Runde ein großer Unterschied."

"Marc ist vermutlich zwölf Kilogramm leichter als ich. Bei Jorge sind es etwa acht Kilogramm", analysiert der WM-Fünfte der Saison 2013. "Ich bin klein, bin aber auf Grund meines Körperbaus der schwerste Fahrer im Feld. Ich habe kaum Körperfett. Ich mache kein Krafttraining, weil ich von Natur aus muskulös bin. Wenn ich Gewicht verlieren - ich könnte vermutlich zwei Kilogramm abnehmen - wäre mir durch das viele Reisen ständig schlecht."

"Viele Faktoren haben einen Einfluss auf das Tempo, doch das ist ein Bereich, den sich die Verantwortlichen genauer ansehen sollten. Doch dann argumentiert Dani: 'Wenn man mein Motorrad zehn Kilogramm schwerer macht, kann ich nicht mehr damit fahren, weil es zu schwer für mich ist.' Es ist also vermutlich ein Kampf, den wir bereits verloren haben", erklärt Crutchlow enttäuscht. Abgesehen vom Gewichtsproblem lobt der Brite die Entwicklung der MotoGP: "Grundsätzlich bewegt sich die Meisterschaft in die richtige Richtung. Die Rennen werden enger."

Fotoquelle: Repsol

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