In Laguna Seca führte Stefan Bradl das Rennen viele Runden lang an

MotoGP 2013

— 29.11.2013

Cecchinello: "Bradl will so schnell sein wie Marquez"

Der LCR-Teamchef spricht über die zweite MotoGP-Saison von Stefan Bradl und nennt die größte Schwäche des ehemaligen Moto2-Weltmeisters

LCR-Honda-Pilot Stefan Bradl hat in der Saison 2013 den lang ersehnten Sprung aufs MotoGP-Podium geschafft. Bereits in der Debütsaison wäre ein Top-3-Ergebnis möglich gewesen. Beim Grand Prix in Mugello verpasste der Deutsche das Podium nur um 46 Tausendstelsekunden. Doch beim Grand Prix in Laguna Seca war es endlich soweit: Bradl holte einen tollen zweiten Platz, nachdem er von der Pole-Position ins Rennen ging.

"Der schönste Moment war Laguna Seca", bestätigt Teamchef Lucio Cecchinello im Gespräch mit 'MotoGP.com'. "Das war fantastisch! Es war ein unglaubliches Gefühl." Doch die zweite MotoGP-Saison des ehemaligen Moto2-Weltmeisters hatte auch Schattenseiten. Zu Saisonbeginn stürzte Bradl oft. Nach den ersten drei Rennen der Saison lag der Honda-Pilot in der Fahrerwertung weit zurück, weil er nur eine Zielankunft vorweisen konnte.

Schuld an den Stürzen waren falsche Einstellungen bei der Federgabel, wie sich im Saisonverlauf herausstellen sollte. Als die Probleme mit den Öhlins-Komponenten gelöst waren, fuhr Bradl regelmäßig fünfte und sechste Plätze ein. Doch beim Rennwochenende in Malaysia folgte der Schock: Bradl verletzte sich im Freien Training, als er harmlos stürzte, dann mit seinem Fuß im Kunstrasen hängen blieb.

"Malaysia war der Tiefpunkt, als wir realisierten, dass unser Fahrer verletzt war und eine Operation braucht. Stefan konnte nicht fahren. Deswegen mussten wir den Kampf gegen Cal Crutchlow aufgeben", erinnert sich Cecchinello. Bradl verlor nicht nur den Kampf um Platz fünf in der Fahrerwertung. Auch Markenkollege Alvaro Bautista nutzte das Pech des Deutschen und zog vorbei. Am Ende der Saison trennten die beiden Honda-Satelliten-Fahrer 15 Punkte.

Doch auch mit Platz sieben in der Fahrerwertung kann Bradl zufrieden sein. Über den Winter möchte der LCR-Pilot spezielle Übungen machen, um seine Performance in Linkskurven zu verbessern. "Er hat eine kleine Schwäche. Er muss die Schräglage in Linkskurven verbessern. Dazu wird er einige Übungen machen, die seine Balance in der linken Körperhälfte verbessern. Es ist aber nur ein kleines Detail", schildert der Teamchef des siebenmaligen Grand-Prix-Siegers.

Vor der Saison schaute Bradl interessiert auf Marc Marquez, gegen den er bereits in der Moto2 kämpfte. Doch nach den ersten Tests wurde klar, dass der Rookie außer Reichweite ist. Bei keinem Rennen konnte Bradl das Tempo des Werks-Piloten mitgehen. "Wenn man einen unglaublich talentierten Fahrer hat, muss man sich keine Sorgen machen. Wenn man einen super-talentierten Fahrer hat, dem dieses letzte Quäntchen fehlt, muss man arbeiten, arbeiten, arbeiten", vergleicht Cecchinello.

Der Italiener weiß, dass Ausnahmekönner Marquez momentan schwer zu schlagen ist und möchte seinen Schützling anspornen, hart zu arbeiten, um die Lücke zu schließen. "Stefan ist sehr talentiert und konzentriert. Er möchte so schnell sein wie Marc Marquez, der einer dieser extrem seltenen Talente ist. Stefan weiß das. Um diese kleine Lücke von wenigen Zehntelsekunden zu schließen, muss er arbeiten, arbeiten, arbeiten", erklärt der ehemalige Grand-Prix-Pilot.

Fotoquelle: Honda

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