Das Gedenken an Marco Simoncelli soll trotz Unfalls weitergehen

MotoGP 2013

— 01.12.2013

Nach Romboni-Unfall: Fahrer gegen Absage des Events

Auch wenn keine Rennen mehr gefahren werden sollen, sprechen sich die Fahrer für eine Fortsetzung des Sic Supermoto Day aus - Details zu Rombonis Unfallhergang

Das Leben schreibt manchmal die merkwürdigsten Geschichten. Ausgerechnet bei einem Gedenkevent für den vor zwei Jahren tödlich verunglückten Marco Simoncelli kam Routinier Doriano Romboni selbst bei einem Trainingssturz ums Leben. Wenige Stunden nach seinem Sturz verstarb der 44-Jährige im Santa-Maria-Goretti-Krankenhaus in Latina. Mittlerweile gibt es auch ein klareres Bild von dem, was gestern beim Sic Supermoto Day vorgefallen ist.

Romboni hatte die Kontrolle über seine Maschine verloren und stürzte. Der auf der gegenüberliegenden Seite fahrende Gianluca Vizziello konnte dann dem Italiener nicht mehr ausweichen. "Ich konnte ihn praktisch nicht sehen, spürte nur einen heftigen Schlag", beschreibt Vizziello, der einen schweren Schock erlitt, den Vorgang. Landsmann Danilo Petrucci hat den Unfall hingegen beobachten können: "Doriano blieb irgendwie am Bike hängen und lag dann plötzlich unter Vizziello."

Nach Petrucci kam auch Ex-Weltmeister Max Biaggi als einer der ersten Piloten an der Unfallstelle an. Er hatte den Unfall selbst zwar nicht sehen können, die Auswirkungen wurden dem italienischen Piloten allerdings schnell klar. "Ich habe sofort gesehen, dass etwas Schlimmes passiert sein muss. Doriano lag am Boden, bewegte sich nicht und atmete auch nicht", beschreibt er. "Er muss ein Bein gebrochen haben, weil er in einer unnatürlichen Position lag. Aber das war in dieser Situation wohl das geringste Übel."

Zwar soll Romboni an der Piste noch einmal reanimiert worden sein, doch seine Verletzungen waren einfach zu stark, sodass er ihnen kurz darauf im Krankenhaus erlag. Die restlichen Tagespunkte des Events wurden daraufhin abgesagt: "Nach dem verhängnisvollen Zwischenfall, der zum Tod von Doriano Romboni geführt hat, ist die Absage des Events aus Respekt vor Doriano und seiner Familie, mit der wir diesen traurigen Moment teilen, die richtige und angemessene Entscheidung", erklärte FMI-Präsident Paolo Sesti.

"In Doriano haben wir kostbaren Fahrer, eine Person von hohem Wert und einen geschätzten Fachmann verloren, der von der Motorrad-Gemeinschaft geliebt und geachtet wurde", so Sesti weiter. Zwar werde es auch am heutigen Sonntag keine weiteren Rennen geben, allerdings ist noch nicht klar, wie man überhaupt mit dem ganzen Event weiter verfahren soll.

Indes sprechen sich die Fahrer für eine Fortsetzung der Gedenktage aus: "Wir bleiben hier, denn die Fans haben die Karten gekauft und wollen uns sehen", sagt beispielsweise Max Biaggi. Für heute ist der Besuch von Marco Simoncellis Vater Paolo angekündigt, dem der Erlös der Veranstaltung übergeben werden soll. Allerdings wird damit gerechnet, dass ein Teil auch an Romboni gehen wird, der eine Frau und drei Kinder hinterlässt.

Fotoquelle: xpb.cc

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