Herve Poncharal war drei Jahre lang Cal Crutchlows Chef und schwärmt vom Briten

MotoGP 2013

— 01.12.2013

Poncharal schwärmt von Crutchlows Qualifying-Stärke

Tech-3-Boss Herve Poncharal über die Vorzüge seines zu Ducati abgewanderten Fahrers Cal Crutchlow und den Unterschied zu anderen Fahrern

Nach drei Jahren im Yamaha-Satellitenteam Tech 3 wagt Cal Crutchlow für seine vierte MotoGP-Saison den Sprung ins Ducati-Werksteam. Ob er den Trend seiner stetig besser werdenden Jahresendplatzierungen (Rang zwölf im Rookie-Jahr 2011, Rang sieben im Jahr darauf und Rang fünf im abgelaufenen Rennjahr) auch mit der Desmosedici wird aufrechterhalten können, bleibt abzuwarten.

Das Schicksal seiner Ducati-Vorgänger Nicky Hayden, Valentino Rossi und Marco Melandri spricht nicht gerade für Crutchlow. Auch Andrea Dovizioso - Crutchlows Tech-3-Teamkollege aus der Saison 2012 - riss im ersten Ducati-Jahr keine Bäume aus. Podestplätze waren beim Italiener anno 2013 Fehlanzeige. In der Saison 2014 fahren "Dovi" und Crutchlow wieder gemeinsam in einem Team, nur diesmal eben bei Ducati Corse.

Neben dem neuen Ducati-Corse-Chef Luigi "Gigi" Dall'Igna dürfte auch Tech-3-Boss Herve Poncharal das teaminterne Duell seiner beiden ehemaligen Schützlinge mit Interesse verfolgen. Wo in diesem Zusammenhang Crutchlows große Stärken liegen, ist für Poncharal sonnenklar. "Cal ist auf eine Runde unglaublich schnell. In dieser Disziplin ragt er im gesamten Feld heraus", lobt der Franzose den 28-jährigen Briten gegenüber 'Crash.net'.

So sei Crutchlow "direkt aus der Box heraus" nicht zu halten. "Dabei spielt es keine Rolle, ob er wie in Silverstone starke Schmerzen hat und ihm das Vertrauen fehlt, oder in Sepang, als das komplette Wochenende nicht einfach war. Bang! Bei beiden Grands Prix stand er dennoch in der ersten Startreihe", staunt Poncharal und gibt weitere Beispiele: "Die Pole-Zeit, die er in Tschechien fuhr, war unglaublich beeindruckend. Es war ein neuer Rundenrekord. Bei den Superbikes hat er auch ziemlich viele Pole-Positions eingefahren."

So kommt der Tech-3-Boss zum Schluss: "Cal hat ein besonderes Talent. Es ist egal, wie gut oder schlecht das Setup ist, wie sehr er die Strecke mag, wie das Wetter oder sein gesundheitlicher Zustand sind. Wenn er im Qualifying mit einem neuen Reifen auf eine Runde hinausfährt, dann ist er sehr schnell. Ich würde sagen, dass er in dieser Situation beinahe nicht zu schlagen ist."

"Die anderen Fahrer können auch eine schnelle Runde fahren. Das geht dann aber nur nach einem guten Wochenende, wenn alles gut läuft und sie sich in jeder Session verbessert haben", stellt Poncharal den Unterschied heraus und unterstreicht nachhaltig: "Doch bei Cal ist es egal, wie das Wochenende verlief. Er ist ein herausragender Qualifyer." Wird er diese Qualitäten auch auf der Ducati in vordere Startplätze ummünzen können?

Fotoquelle: Tech 3

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