Loris Capirossi fuhr von 2003 bis 2007 in der MotoGP für das Ducati-Werksteam

MotoGP 2014

— 31.01.2014

Capirossi über Marquez, Ducati und die Open-Regel

Ex-Champ Loris Capirossi schiebt Marc Marquez die Favoritenrolle zu, rechnet aber auch mit Jorge Lorenzo und traut den Open-Piloten durchaus Überraschungen zu

In der kommenden Woche erhalten die MotoGP-Fans erste Antworten auf die Fragen nach den Kräfteverhältnissen in der neuen Saison. Beim offiziellen Sepang-Test werden die großen Teams ihre neuen Motorräder für die Saison 2014 weiterentwickeln. Durch die Einführung der Open-Kategorie haben die Privatteams in der neuen Saison bessere Chancen, näher an die Spitze heranzukommen. Diese Prognose teilt auch Ex-Racer Loris Capirossi.

"Diese Motorräder werden im Qualifying viel näher dran sein, vielleicht sogar vor den Werks-Motorrädern. In den Rennen wird das dann schon etwas schwieriger, aber wir werden sehen, wie es ausgeht", analysiert Capirossi auf der offiziellen Website der MotoGP. Hintergrund: Im Vergleich zu den Werksmaschinen und den Satelliten-Bikes, die als MSMA-Nennung an den Start gehen, dürfen die Open-Starter vier Liter mehr Sprit mitführen, mehr Motoren über die Saison hin verschleißen und erhalten zudem weichere Reifen.

Gespannt ist Capirossi auf das Duell zwischen den Kunden-Motorrädern von Honda und Yamaha: "Es wird ganz besonders interessant zu sehen sein, wie die Honda RCV1000R im Vergleich zur FTR-Yamaha dastehen wird", freut sich Capirossi auf die neue Saison. "Die Fahrer werden sich nächste Woche wieder auf das Geschäft einschießen, auch wenn es der zweite Sepang-Test (Ende Februar; Anm. d. Red.) werden wird, der wirklich wichtig sein wird."

Die Open-Bikes dürften den Ducati-Werkspiloten sicher das eine oder andere Mal das Leben erschweren. Es ist nicht zu erwarten, dass Ducati in der neuen Saison auf Augenhöhe mit Honda und Yamaha fahren wird. "Derzeit überarbeiten sie ihr komplettes Programm. Leider war das Motorrad vergangenes Jahr nicht konkurrenzfähig, aber jetzt haben sie die Möglichkeit, zur Dorna-ECU Software zu wechseln", erklärt Capirossi, der selbst jahrelang für Ducati an den Start ging.

Der Wechsel zur Open-Regel ist für Ducati eine Chance, sich für die Zukunft zu rüsten. Unkonventionelle Lösungen führten bereits in der Vergangenheit zum Erfolg: "Wenn sie das tun, dann könnten sie mehr Motoren als Honda und Yamaha und vier Liter mehr Sprit nutzen. Das wäre klar ein Vorteil und sie könnten damit näher an die Spitze kommen. Wie es auch kommen mag und was immer sie auch tun - es scheint, als würde das nochmal ein Jahr des Probierens werden."

Und wen sieht Capirossi in der neuen MotoGP-Saison an der Spitze? "Marquez ist der Favorit, um wieder Weltmeister zu werden. Aber Lorenzo wird sehr nahe dran sein. Es werden genau diese beiden sein, die um die Meisterschaft kämpfen", prognostiziert der Italiener. "Pedrosa könnte sich da auch einmischen, keine Frage. Es könnte gut und gerne zwischen diesen drei ausgehen. Gleichzeitig wird Valentino sie das ganze Jahr beobachten, jetzt, wo er wieder ein Jahr Erfahrung auf der Yamaha hat. Er könnte auch Teil der Spitzengruppe werden."

Fotoquelle: Ducati

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