Die MotoGP-Teams sind ständig auf der Suche nach Grauzonen im Reglement

MotoGP 2014

— 01.02.2014

Wie die Teams das Spritlimit ausreizen

Seit der Einführung des Spritlimits tüfteln die Teams, wie sie das Maximum herausholen - Benzinkühlschränke sind Rennleiter Mike Webb ein Dorn im Auge

Ab der neuen Saison dürfen die MotoGP-Teams, die ihre Fahrer als MSMA-Nennungen gemeldet haben, in den Rennen nicht mehr als 20 Liter Sprit mitführen. Der Vorschlag, die Benzinmenge in der Saison 2014 um einen Liter zu reduzieren, kam von den Herstellern, die damit die Einführung eines Drehzahllimits und einer Einheitssoftware verhindern konnten. Um das Maximum aus den gegebenen 20 Litern herauszuholen, greifen Honda, Yamaha und Ducati tief in die Trickkiste.

"Da sich die flüssigen Kohlenwasserstoffe zusammenziehen, wenn sie gekühlt werden, bringen die Teams riesige Kühlschränke mit, um den Sprit zu kühlen", berichtet MotoGP-Rennleiter Mike Webb im Gespräch mit den Kollegen von 'Cycle World'. Webb kritisiert die Ausreizung des Reglements, weiß aber, dass die Teams immer nach Grauzonen suchen werden, um das entscheidende Quäntchen vor der Konkurrenz zu sein.

"Benzin-Temperatur-Limits wurden eingeführt, als das Spritlimit eingeführt wurde", bemerkt Webb nüchtern. Auch in der Formel 1 ist vorgeschrieben, wie stark der Treibstoff heruntergekühlt werden darf. In der MotoGP beträgt das Limit 15 Grad unter Umgebungstemperatur. "Sie gehen ans absolute Limit der Toleranz. Es gleicht dem, was in der Formel 1 geschah", schimpft Rennleiter Webb.

Um die Temperatur in den Treibstofftanks zu messen, gibt es genaue Vorschriften. So ist unter anderem die Form des Benzinbehälters vorgeschrieben. Hintergrund: Das Thermometer muss bis auf den Grund des Tanks geführt werden, um die niedrigste Temperatur zu messen. Einige Teams argumentierten, dass die Thermometer bei der Messung die Benzinpumpen beschädigen könnten. Doch dahinter steckte nur der Versuch, die Ergebnisse der Kontrolleure zu beschönigen.

Fotoquelle: Yamaha

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