Cal Crutchlow steht hinter Luigi Dall'Igna, egal welche Entscheidung getroffen wird

MotoGP 2014

— 03.02.2014

Crutchlow: Wechsel zum Open-Format wäre "cleverer Zug"

Bei Ducati verdichten sich die Anzeichen für einen Wechsel zur Open-Regel - Neuzugang Cal Crutchlow begrüßt diese Entwicklung

Seitdem Werkspilot Andrea Dovizioso italienischen Medien berichtete, dass Ducati mit dem Gedanken spielt, bereits in der anstehenden Saison zum Open-Format zu wechseln, wurde eifrig über diese Entscheidung diskutiert. Fakt ist, dass Ducati die zusätzliche Spritmenge, die man durch eine Open-Nennung erhalten würde, gut gebrauchen kann. Der V4-Motor der Desmosedici erreicht laut Experten die höchsten Drehzahlen aller MotoGP-Motoren. Hohe Drehzahlen sorgen für einen hohen Spritverbrauch. Da in der neuen Saison 20 Liter ausreichen müssen, wird die Aufgabe für Ducati nicht einfacher.

Weiterhin müsste Ducati die Motorenentwicklung einfrieren, sollte man sich wie Honda und Yamaha für eine MSMA-Nennung entscheiden. Da das Desmosedici-Aggregat in Sachen Leistungscharakteristik deutlich hinterherhinkt und die Langlebigkeit in der vergangenen Saison ein Problem darstellte, wird ein Wechsel zum Open-Reglement immer attraktiver. Anstatt mit fünf Motoren zu haushalten, könnte man zwölf Motoren verwenden.

Ducati-Corse-Chef Luigi "Gigi" Dall'Igna wird basierend auf den Daten des anstehenden Sepang-Tests entscheiden, welchen Weg man einschlagen wird. Am finalen Tag des zweiten Sepang-Tests muss Ducati mitteilen, ob man als MSMA-Nennung an den Start geht, oder sich für das neue Open-Format entscheidet. "Ich denke, Gigi ist sehr clever. Ich werde ihm folgen, für welchen Weg er sich auch entscheidet, weil ich zuversichtlich bin, dass er weiß, was er macht und die richtigen Entscheidungen trifft", bemerkt Werkspilot Cal Crutchlow und lobt die Scharfsinnigkeit von Dall'Igna: "Er schaut sich offensichtlich jedes noch so kleine Detail an."

"Es wäre ein schlauer Schachzug, wenn sie sich dafür entscheiden. Ich würde die Beweggründe dafür voll und ganz verstehen", erklärt Crutchlow gegenüber 'Motor Cycle News' und bestätigt, dass Ducati dadurch weniger Druck hätte: "Was Ducati braucht, ist die Entwicklung der Motoren. Ich war immer der Meinung, dass es einer der Schlüssel zum Erfolg für sie ist. Wenn sie also durch die Open-Regel zusätzliche Motoren erhalten, werden sie davon profitieren."

Morgen beginnt in Sepang die Testarbeit. "Ich werde in Malaysia das neue Motorrad fahren, doch zuerst werde ich mit dem alten Motorrad fahren. Ich möchte das Motorrad, mit dem ich in Valencia nicht so gut zurechtkam, eine Art Referenz aufstellen", schildert der ehemalige Tech-3-Yamaha-Pilot. "Ich bin gespannt, was sie nach Sepang gebracht haben. Doch ich denke, beim zweiten Sepang-Test und dem Test auf Phillip Island wird man besser erkennen, in welche Richtung es geht. Bei Ducati wurde mit Hochdruck gearbeitet - teilweise bis zwei Uhr nachts. Es besteht kein Zweifel, dass hart gearbeitet wurde, um für diesen Test gerüstet zu sein."

Fotoquelle: Ducati

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